ALLE KÜHE DUCKEN SICH ist eine Übersetzung von Träumen in Muster und physische Objekte. Anhand der Dokumentation zahlreicher Träume wurde eine Auswahl visualisiert und abstrahiert. Dabei entstand eine Sammlung aus Collagen, die als Grundlage für die weitere Entwicklung ins Materielle dient. Aus unterschiedlichen Materialien wie Wachs, Stoff und Aluminiumblech wurden drei finale Objekte realisiert: Wachsfiguren, transparente Vorhänge mit hellgrauen Drucken und ein kleiner Alu-Schrank mit Prägungen. Der Prozess nimmt die Fragmentierung des Träumens auf, die sich in Abstraktion, fehlender Erinnerung und der Materialwahl während der Umsetzung zeigt. Dabei wird untersucht, wie das Unbewusste in eine greifbare, körperliche Form übersetzt werden kann.
Author: Jean Claude Granval
Wurzelbrunft
Warum fällt es uns so schwer, vom Fleisch zu lassen?
Obwohl der Fleischkonsum in Deutschland seit einigen Jahren rückläufig ist, essen wir nach wie vor zu viel davon – und das, obwohl die ökologischen und ethischen Konsequenzen in der Öffentlichkeit häufig diskutiert werden.
Ziel dieser Arbeit ist es, den Menschen in den ländlichen Regionen Bayerns fleischlose Gerichte schmackhaft zu machen, ohne ihr bisheriges Verhalten zu verurteilen. Durch diesen Ansatz werden pflanzliche Lebensmittel stärker in die Ernährung und die kulturelle Wahrnehmung der Region integriert, wodurch der Fleischverbrauch abnehmen kann.
Bei der „Wurzelbrunft“ steht ein gemeinschaftliches Ritual rund um einen Knödel im Mittelpunkt. Die Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit, den Ablauf der Feier aktiv mitzugestalten und so zusammen einen neuen Brauch zu erschaffen. Die genussvolle und gesellige Festivität zeigt so, dass eine vegane Küche viel mehr zu bieten hat als nur „Verzicht“.
A Pixel’s Story
In meinem Projekt „A Pixel’s Story“ beschäftige ich mich mit der Geschichte der Pixelgrafik in Videospielen – von den 1970ern bis heute, unterteilt in Anfänge, 8-Bit, 16-Bit und Hi-Bit. Im Fokus steht die grafische Entwicklung und deren Wirkung. Pixelgrafik erkennt man daran, dass einzelne Pixel sichtbar sind. Neben technischen Aspekten beleuchte ich auch soziale und mediale Gründe für ihre Beliebtheit – etwa Nostalgie, Cozy Games, Indiegames und Eskapismus. Mein Spiel verbindet klassische Pixelgrafik mit dem entspannenden Stil moderner Cozy Games. Dabei orientieren sich die Level an historischen Vorbildern und enthalten Museums-Level zur Wissensvermittlung. Derzeit umfasst das Spiel die Phasen bis 16-Bit, mit Ausblick auf Hi-Bit. Ziel ist es, spielerisch die Geschichte der Pixelgrafik erfahrbar zu machen, Wissen durch Gamification zu vermitteln und das Interesse an Videospielgeschichte zu fördern.
Genießbar
Lebensmittelverschwendung stellt eine große Herausforderung dar und ist in unserer heutigen Gesellschaft eher negativ konnotiert. Vor allem Privathaushalte tragen einen wesentlichen Teil zu dem Problem bei.
„Genießbar“ soll die Nutzer auf motivierende Weise für einen bewussteren Lebensmittelumgang im Alltag sensibilisieren und aktivieren. Die App vereint Informationsvermittlung wie Lagerungstipps und Rezeptvorschläge mit sozialem Austausch. Durch gemeinsame Kochevents und den Tausch nicht mehr benötigter Lebensmittel untereinander lernt man neue Menschen kennen und kann Freundschaften schließen.
Die Verwendung einer App bietet sich im Kontext junger Erwachsener, die bisher wenig Erfahrung mit Kochen und Haushaltsführung haben, an, da das Smartphone bei dieser Altersgruppe als beliebtes Medium zur Informationsgewinnung genutzt wird. Gleichzeitig bedeutet es wenig Aufwand. Eine App ist bequem von zuhause aus jederzeit nutzbar und von finanziellen und räumlichen Faktoren unabhängig.
KALÓN / ecstasy
Die Darstellung von Schönheitsidealen, insbesondere von weiblichen Schönheitsidealen, im Marketing ist ein Thema von zunehmender Bedeutung und Diskussion in der heutigen Gesellschaft. Durch die Verbreitung von Social Media wird oft der Eindruck erweckt, dass es für jede Person möglich ist, ein perfektes Schönheitsideal zu erreichen – sei es durch den Einsatz von Kosmetik, kosmetischen oder chirurgischen Eingriffen oder durch die Verwendung von Filtern.
Daher ist es wichtig zu untersuchen, welche Faktoren diese Schönheitsideale geprägt haben, wo ihre Ursprünge liegen, warum sie für viele erstrebenswert sind und wie sie sich im Laufe der Zeit entwickelt haben.
Das Ziel dieser Arbeit ist es, zu analysieren, welche historischen und gegenwärtigen Faktoren das Schönheitsideal der Frau im Marketing beeinflusst haben und es weiterhin beeinflussen.
Es soll ein tieferes Verständnis für das komplexe Thema der Schönheitsideale von Frauen im Marketing in der heutigen Gesellschaft entwickelt werden.
YPSILON
Eine produktsprachliche Auseinandersetzung mit einer Mediated-Reality-Schnittstelle. Ein Konzept für ein Gerät, das die visuelle Wahrnehmung des/der Operateur*in im Operationssaal digital unterstützt, modifiziert und überträgt.
Das vorgestellte Konzept erforscht, wie die Erweiterung des Sehsinns in der Chirurgie produktsprachlich umgesetzt werden kann. Die markante, namensgebende Form des Headbands ergibt sich aus der menschlichen Anatomie, und die Bedienelemente sind auf optimale Benutzerführung und Ergonomie ausgelegt. Das Visor von Ypsilon ist bewusst produktsprachlich als undurchsichtig gekennzeichnet; der/die Träger*in schaut nicht nur durch das Gerät hindurch, sondern in einen digitalen Raum hinein.
Durch den/die Träger*in zu betätigende haptische Bedienelemente sind für den blinden, taktilen Gebrauch gestaltet, während die Funktionen, die von Assistent*innen bedient werden, durch klare Anzeichen kommuniziert sind.
Teron° – Cooling Workwear
Teron° verbessert das Wohlbefinden von Handwerkern unter heißen Bedingungen, steigert ihre Effizienz und reduziert gesundheitliche Risiken.
Die überlappende Schnittführung der Hose verbessert die Luftzirkulation, während Kühlelemente am Oberschenkel gezielt kühlen, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Die Weste fokussiert sich auf die Kühlung des Oberkörpers durch integrierte Kühlelemente. Diese kühlen durch Verdunstung von Wasser, wobei kein direkter Wasserkontakt mit dem Träger besteht, sodass dieser trocken bleibt.
Ergänzt durch atmungsaktive Materialien und geschickten Einsatz von Stauraum erleichtert die Kleidung den immer wärmer werdenden Arbeitsalltag.
Das sportlich-dynamische Design vermittelt Stärke und Selbstbewusstsein, senkt Hemmschwellen und verbindet Funktionalität mit Ästhetik. So erfüllt Teron° praktische sowie emotionale Bedürfnisse.
Wave Talk
„Wave Talk“ ist eine interaktive Installation aus drei Objekten, die sich mit Selbsterkenntnis und der Beziehung zwischen Individuum und Umwelt beschäftigt. Sie hinterfragt, wie Identität entsteht und durch äußere Einflüsse verändert wird.
Mithilfe von Kymatik – der Sichtbarmachung von Klang – werden Schwingungen im Material erlebbar. Inspiriert vom Kymatik-Begründer Hans Jenny und seinem Zitat „Everything owes its existence solely and completely to sound“ zeigt die Arbeit, wie Klang als formgebende Kraft Materie strukturiert.
Durch Vibration werden innere und äußere Resonanzen sichtbar, die das Selbstbild beeinflussen. Die Installation lädt zum Staunen und Reflektieren ein und vermittelt, dass das Selbst kein fester Zustand ist, sondern ein dynamischer Prozess – geformt durch eine stille, nicht-verbale Kommunikation mit der Umwelt.
Bau(m)stamm
Baumstamm ist ein Verbindungselementesystem für Kinder, das das kreative Bauen mit natürlichen Materialien wie Stöcken und Ästen ermöglicht. Es besteht aus sechs Hauptmodulen und passenden Schrauben, die sich flexibel kombinieren lassen. Die unterschiedlichen Formen der Hauptmodule erlauben das Konstruieren vielfältiger Formen mit Ästen bis zu 3 cm Durchmesser. So können Äste beispielsweise aneinandergereiht, in einer Kreuzform oder im 90-Grad-Winkel angeordnet werden oder eine Art Tipi-Form bilden. Besonders prägend war für die Entwicklung der Besuch im Waldkindergarten. Der pädagogische Ansatz zielt darauf, mit möglichst wenig Vorgegebenem die Kreativität der Kinder anzuregen und fast ausschließlich natürliches Spielmaterial wie Stöcke, Steine, Äste, Blätter und Erde zu verwenden. Baumstamm soll Kinder ermutigen, wieder mehr mit natürlichen Materialien zu spielen, ihre Umwelt aktiv zu erkunden und dabei Kreativität, Feinmotorik und ein Bewusstsein für die Natur zu entwickeln.
Folded Sheets
Folded Sheets überträgt Prinzipien des Papierfaltens auf Stahlblech. Durch präzise Schnitte und Faltungen entstehen aus einem einzigen, rechteckigen Blech Möbel und Leuchten. Die Faltungen sorgen dafür, dass das flache Blech seine Steifigkeit und Tragfähigkeit erhält, sodass die Objekte ganz ohne zusätzliche Verstärkungen belastbar sind.
Die Oberfläche wird mit einem traditionellen Schwarzbrennverfahren behandelt, bei dem Leinöl eingebrannt wird. Das schützt den Stahl vor Korrosion und verleiht ihm eine warme, tiefdunkle Farbe mit dezenten Farbnuancen.
Das Projekt setzt auf ressourcenschonende Herstellung, arbeitet ohne Verschnitt und nutzt einfache Werkzeuge und Maschinen. Es zeigt, wie sich aus industriellem Flachmaterial im kleinen Maßstab dreidimensionale Objekte entwickeln lassen.