Maglis

Maglis – Schmuck, der wirkt

Maglis ist eine Schmuckkollektion für neurodiverse* und neurotypische Menschen, die Design mit Funktion verbindet. Unsere Stücke unterstützen im Alltag durch Bewegung, Akupressur und Sensorik – unauffällig, ästhetisch und wirksam.

Die Gestaltung basiert auf fundierter Recherche, Usertests und Expertengesprächen. Therapeutische Ansätze wie Ergotherapie, Reflexzonen-Stimulation und Gewichtseinsatz flossen in das Design ein. So fördern unsere Produkte Konzentration, reduzieren Unruhe und bieten stressabbauende Alternativen.

Die Kollektion umfasst Puzzle-, Druck-, Akupressur- und Bewegungsringe, ein variables Armband sowie einen modernen, gewichteten Kragen.

Maglis zeigt: therapeutische Funktion kann stilvoll sein.

neurodivers: umfasst z. B. AD(H)S, Autismus, LRS, Dyskalkulie – ein „anderes Normal“.

KI positiv nutzen

Als dieses Projekt letzten Frühling startete, hatten wir kaum Wissen im Bereich künstlicher Intelligenz. Uns war unklar, wie wir als Designer KI sinnvoll einsetzen und suchten einen Ansatz, der uns hilft, durch dieses Feld zu navigieren.

Mit einem explorativen, gestalterischen Vorgehen näherten wir uns dem Thema. Wir beobachteten, wie KI-Programme den Designprozess vereinfachten. Doch uns stellte sich die Frage: Wie kann KI so eingesetzt werden, dass sie Gesellschaft und Umwelt zugutekommt?
Unsere Erfahrungen fassten wir in einer Designmethode zusammen, die den Umgang mit neuen Technologien beschreibt und uns hilft, realistische Potenziale zu erkennen. Zur Validierung haben wir die Methode angewandt und entwickelten Amber: ein KI-unterstütztes Monitoring-Device, das Förster beim frühzeitigen Erkennen von Borkenkäferbefall hilft. Am Baum befestigt, erkennt Amber mithilfe von Mikrofonen und einer Auswertung der KI Käfer noch bevor es äußerlich sichtbar wird und schützt so unsere Wälder.

eTransportschein

Der aktuelle, papierbasierte Ablauf des Krankentransports in Deutschland führt zu einem ineffizienten und fehleranfälligen Prozess. eTransportschein bietet eine digitale Lösung, welche alle Beteiligten miteinander vernetzt. Über einen zentralen Datenspeicher werden die Transportscheine digital erfasst und ein reibungsloser Informationsaustausch zwischen Ärzt:innen, Transportdiensten, Krankenkassen und Patient:innen ermöglicht.

Intelligente Formulare unterstützen Ärzt:innen dabei, Transportscheine schneller und fehlerfrei zu erstellen. Der zentrale Datenspeicher vereinfacht die Zusammenarbeit und steigert die Effizienz im Gesundheitswesen – davon profitieren alle Beteiligten.

Alle Benutzeroberflächen sind barrierefrei nach WCAG-Standard gestaltet und basieren auf einem modularen Designsystem. Zudem erfüllt eTransportschein die rechtlichen Vorgaben und bietet somit eine praxistaugliche, zukunftsfähige Lösung zur Digitalisierung und Optimierung der Abwicklung von Krankentransporten.

*flora

*flora ist ein multimediales Gestaltkonzept, das medizinische, gesellschaftliche und emotionale Aspekte rund um Stillen, Beikost und Mutterschaft vereint. Herzstück ist eine Box mit drei informativen Booklets, einem Journal und einem Kartenset. Die Booklets liefern fundiertes Wissen ab der Schwangerschaft und unterstützen praktisch in der Stillzeit. Ziel ist eine kompakte, gezielte Wissensvermittlung zur emotionalen Vorbereitung und zum frühzeitigen Erkennen sowie Bewältigen möglicher Hürden. Das Journal dient als persönlicher Begleiter zum Festhalten von Gedanken und Meilensteinen. Das interaktive Kartenset und eine begleitende Social-Media-Kampagne fördern Aufklärung und gesellschaftlichen Austausch, entkräften Mythen und stärken ein realistisches Bild des Stillens. *flora bestärkt Mütter darin, ihren individuellen Stillweg selbstbewusst, informiert und bedürfnisorientiert zu gestalten.

Hi:Stories – next door

Wie kann die NS-Zeit für Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren zugänglich und nachhaltig vermittelt werden?

Die Masterthesis Hi:Stories untersucht gestalterische und didaktische Strategien zur Entwicklung einer zeitgemäßen Erinnerungskultur im deutschsprachigen Raum. Im Fokus steht die Frage, wie digitale und hybride Formate genutzt werden können, um junge Menschen in ihrer Lebenswelt anzusprechen, ihr historisches Bewusstsein zu schärfen und demokratische Werte zu fördern.

Zentrales Element der Arbeit ist die Konzeption einer digitalen Anwendung als didaktisches Hilfsmittel, das Jugendlichen hilft, die NS-Zeit über persönliche Narrative von NS-Opfern und deren Verbindungen untereinander besser zu verstehen. Zudem veranschaulicht die Darstellung von Kontinuitäten zu aktuellen Themen die Relevanz des Erinnerns. Die Verbindung von theoretischer Fundierung und praxisnaher Umsetzung ermöglicht einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Erinnerungskultur in einem digitalen Zeitalter.

avio – touch and go

avio – touch and go ist ein User Interface Konzept für den Towerlotsenarbeitsplatz. Es führt zentrale Funktionen in einer einheitlichen Systemlösung zusammen, um die Planung und Koordination von Starts und Landungen effizienter und sicherer zu gestalten. Die bisher einzelnen Systeme – Sequenzierung, Lagedarstellung Luft, Lagedarstellung Boden, Wetter und Kameras – werden auf einem Touchscreen zusammengeführt. Ergänzt wird dieser durch einen Eingabestift mit taktilem Feedback, welches eine intuitive Steuerung und die direkte Verknüpfung mit dem mentalen Modell der Lotsen ermöglicht.

Das System stärkt das Situationsbewusstsein, verringert die kognitive Belastung und erleichtert Multitasking unter Zeitdruck. Durch die Reduktion redundanter Interaktionen sowie eine klare visuelle Struktur wird die Arbeitsbelastung spürbar reduziert. Ziel ist es, in einer sicherheitskritischen Umgebung eine gezielte Entlastung der Lotsen zu ermöglichen, ohne etablierte Abläufe zu unterbrechen.

SAFER RAVE

Die Bachelorarbeit SAFER RAVE vermittelt Veranstaltenden illegaler Raves Wissen über Rave-Kultur und Sicherheit. Sie besteht aus zwei Büchern und einer Materialsammlung und bietet praxisnahe Unterstützung für eine sichere Eventgestaltung. Rave & Awareness erklärt kulturelle Hintergründe und Awareness-Konzepte, während das Situation Book Handlungshilfen bei Notfällen und Problemen bietet. Die Materialsammlung enthält u. a. einen Poster Builder mit gestaltbaren Textbausteinen.

Ziel ist es, durch offene Kommunikation und kreative Tools zu einer verantwortungsvolleren Organisation beizutragen. Eine begleitende Website stellt Inhalte zusätzlich digital bereit. Die Arbeit soll nicht zur Veranstaltung illegaler Raves ermutigen, sondern das Bewusstsein für Risiken schärfen und Schutzmaßnahmen fördern.

Voice Select

Hörbeeinträchtigungen betreffen Millionen Menschen und schränken weit mehr ein als nur das Hören. Sie erschweren soziale Teilhabe, besonders in Gruppengesprächen mit vielen Stimmen und schnellen Sprecherwechseln. Bestehende Hörsysteme überfordern durch Verstärkung aller Stimmen oder setzen auf automatische Filterung, entziehen Nutzer:innen dabei aber die Kontrolle darüber, welche Stimmen sie hören – ein Verlust an Selbstbestimmung und Zugehörigkeit.
Voice Select geht einen anderen Weg. Die App erlaubt es Menschen mit Hörhilfen, gezielt auszuwählen, welche Stimmen sie hören möchten: individuell, unauffällig und ohne zusätzliche Hilfsmittel. Zwei zentrale Screens unterstützen die Nutzer:innen: ein Selection Screen für die Vorauswahl und ein Conversation Screen zur situativen Anpassung. So passt sich die Technik den Menschen an und nicht umgekehrt. Statt technische Defizite zu kaschieren, schafft der Entwurf Handlungsspielräume und zeigt, wie inklusive Kommunikation künftig aussehen kann.

Das MEHRWERK

Das „Mehrwerk“ ist ein innovatives Konzept, das die Reparaturkultur stärken und eine lebendige Gemeinschaft fördern möchte. Anstatt ein weiteres Repair-Café zu schaffen, zielt das Konzept darauf ab, bestehende Initiativen zu vernetzen, einen zentralen Hub zu etablieren und eine Plattform für Kurse anzubieten. Ziel ist es, das Thema Reparatur und Langlebigkeit präsenter zu machen und den Zugang zu erleichtern.
Durch die Verbindung von Einzelpersonen, Vereinen, Schulen und Universitäten wird Wissen über Reparatur und Restaurierung vermittelt und praktische Hilfe bei individuellen Projekten angeboten. Das Projekt unterstützt den Ansatz des konsumbewussten Raums, indem es Menschen dazu ermutigt, den Wert ihrer bestehenden Produkte wiederzuerkennen und den Konsum zu reduzieren.
Die Idee könnte gut in die Halle integriert werden und leistet einen wertvollen Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Gemeinschaft.

BERGBÜNDL

Die Zahl der Bergunfälle steigt kontinuierlich. Häufige Ursachen sind eine mangelnde Bereitschaft zur Tourenvorbereitung und das fehlende Wissen über die speziellen Bedingungen in den Alpen.
Die Printmedien BERGBUCH, BERGBLATT und BERGBIERDECKL vermitteln Wander:innen kompaktes Wissen zu Eigenverantwortung und Sicherheit am Berg. Die Materialien sind an den Orten platziert, an denen sich Wander:innen ohnehin aufhalten.

Das BERGBUCH dient als kompaktes Nachschlagewerk und bietet fundiertes Hintergrundwissen zur alpinen Umgebung, erklärt wichtige Naturzeichen und liefert nützliche Tipps zur Tourenvorbereitung.

Das BERGBLATT ist der praktische Begleiter für unterwegs: Es fasst essentielle Handlungsschritte für kritische Situationen zusammen und zeigt, wie Gefahren frühzeitig erkannt und richtig darauf reagiert werden kann.

Die BERGBIERDECKL regen bei einem kühlen Getränk spielerisch zum Austausch über alpine Risiken an und fördern gleichzeitig verantwortungsbewusstes Handeln.