Exploring Skeuomorphism in Extended Reality (XR)

„Exploring Skeuomorphism in Extended Reality (XR)“ entwirft alltägliche digitale Aufgaben wie Messaging, E-Mail, Musik- und Videokonsum neu – in einem dreidimensionalen „Home Interspace“, das sich sofort vertraut anfühlt. Aufbauend auf Nutzer*innenworkshops und objektbasiertem Prototyping übersetzt das Projekt häusliche Metaphern in handgetrackte, raumkartierte XR-Artefakte.
Das begleitende Interspace-Interaktionssystem skaliert Steuerungselemente dynamisch um die Handbewegungen der Nutzer*innen und ersetzt haptisches Feedback durch kontextabhängige visuelle und akustische Hinweise.
Vergleichende Nutzertests zeigten, dass die skeuomorphe Umgebung die kognitive Belastung reduziert, Aufgaben schneller erledigt werden können und von den Nutzer*innen klar gegenüber herkömmlichen schwebenden Fenster-Oberflächen bevorzugt wurde.
Durch die Verbindung bekannter physischer Handlungsräume mit den erweiterten Möglichkeiten des Spatial Computing schlägt die Arbeit eine skalierbare Designsprache vor, die Zugangshürden für XR senkt und einen menschenzentrierten Entwicklungsweg für zukünftige räumliche Betriebssysteme aufzeigt.

心生 Xin Sheng

In Deutschland leiden über vier Millionen Menschen an Herzinsuffizienz – Tendenz steigend. Laut medizinischem Fachpersonal des Herz- und Diabeteszentrums NRW scheitert eine wirksame Behandlung oft daran, dass Patientinnen ihre Therapiepläne nicht konsequent einhalten. Auf Basis von Interviews mit Betroffenen und in enger Zusammenarbeit mit Fachärztinnen entstand XIN SHENG – ein System, das eine benutzerfreundliche App mit smarter Hardware kombiniert. Es unterstützt Patient*innen im Alltag durch einfachen Zugang zum Therapieplan, personalisierte Erinnerungen und motivierendes Feedback. XIN SHENG („neue Geburt“ oder „Herztöne“) steht symbolisch für einen Neuanfang mit der Krankheit: Es stärkt die Eigenverantwortung, hilft dabei, gesunde Routinen zu entwickeln und verbessert so nachhaltig die Lebensqualität von chronisch Herzkranken.

I’ve found something to pour into the cracks of my brittle heart

„I’ve found something to pour into the cracks of my brittle heart“ widmet sich der Lust des Sich-Befindens in der Natur und übersetzt diese Eindrücke in eine Mode-Kollektion. Als Objekte, die unmittelbar auf der Haut liegen und das Verhältnis vom Körper zur Außenwelt beeinflussen, soll die Kollektion Anreize geben, das Rationale mit dem Wissen zu verbinden, das sich aus dem Fühlen der eigenen Umgebung ergibt. Persönliche Wahrnehmungen von Naturszenen vermischen sich mit Beobachtungen von Körpern in Funktionskleidung. Diese werden in Details und Schnitt zitiert und, angelehnt an historische Wanderbekleidung, mit Wollstoffen umgesetzt und durch Seide und Baumwolle ergänzt. Mittels Materialbearbeitungen wie Trockenfilzen und Verformungen bedient sich die Kollektion an den Strukturen und Tiefen der Umwelt und bettet den Körper in die Atmosphären dieser. Das Ergebnis ist eine Auseinandersetzung mit Verbundenheit – sei es zur Natur, dem Material oder dem Prozess selbst.

HaNeuFashion

Im Projekt „Make it Neu together (MiNt)“ hat Yang Ni mit KulturBühne Neustadt e.V. und Schulen in Halle-Neustadt das Format „HaNeuFashion“ entwickelt. Ziel ist es, durch kreative Workshops die digitalen Kompetenzen der Schüler*innen zu stärken. Unter dem Motto „Deine Story, Dein Style, Deine Tasche“ entwerfen die Teilnehmenden eigene Modetaschen. Dieser Prozess fördert Kreativität und den Umgang mit digitalen Werkzeugen. Die Taschen symbolisieren den persönlichen Ausdruck und bringen das Projekt in den öffentlichen Raum. Zusätzlich schaffen Workshops mit recycelten Materialien Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Das „MiNt“-Projekt erhielt kürzlich Vollförderung von SmartCity, wodurch Passage 13 und Schulen digitale Labore und Workshops einrichten können. „HaNeuFashion“ ist ein Versuch, Social Design in Halle-Neustadt umzusetzen und die Gemeinschaft positiv zu verändern.

„Wie viel Osten steckt in uns?“

„Wie viel Osten steckt in uns?“ – diese Frage bildet den Ausgangspunkt einer sehr persönlichen Spurensuche. Eine einfache Antwort gibt es nicht, denn mit jeder Erinnerung, jedem Gespräch öffneten sich neue Perspektiven: Warum trennen wir Deutschland heute überhaupt noch? Warum wirkt das Thema oft belastet? Und was sagt das über uns aus?

Dieses Buch verbindet persönliche Geschichten, Interviews und liebevoll gestaltete Illustrationen zu einer Reise in die Vergangenheit und Gegenwart des Ostens. Es lebt von Erinnerungen – und von Begegnungen. Im Dialog mit anderen und mit sich selbst entsteht ein vielschichtiges Bild, das bewegt und zum Nachdenken anregt.

Am Ende stellt sich vielleicht eine ganz andere Frage: Nicht „Wie viel Osten steckt in uns?“, sondern „Wie viel steckt in uns?“ Denn wir alle tragen Erfahrungen, Werte und Träume in uns – unabhängig davon, wo wir aufgewachsen sind.

Masken des Alltags

Das Projekt „Edging Fashion“ untersucht die Schnittstelle von Mode und Kostümdesign. Zunächst wurde ein Kostümdesign für das Theaterstück Edging Faust am UNI.T Theater Berlin (2024) entwickelt. Diese Erfahrung diente als Feldstudie und Grundlage für eine anschließende Modekollektion. Im Projekt wird hinterfragt, wie sich der Kontext auf die Bedeutung von Kleidung auswirkt: Ein Kleidungsstück wird auf der Bühne zum Kostüm, und Mode wird auf dem Laufsteg zur Inszenierung.
Die enge Zusammenarbeit mit den Nachwuchsschauspieler:innen und ihre individuellen Rolleninterpretationen prägten maßgeblich die Entwürfe. Mode wird als Form der Persona verstanden, die es ermöglicht, Identität in verschiedenen sozialen Kontexten zu gestalten und zu kommunizieren – ähnlich wie ein Kostüm auf der Bühne.

Take your Time

Mein Bachelorprojekt Take Your Time untersucht, wie unsere Wahrnehmung von Zeit unser Zeiterleben beeinflusst. Es fördert Achtsamkeit für den Fluss der Zeit – ohne zusätzlichen Druck. Eine gewöhnliche Uhr zeigt nicht nur die aktuelle Zeit an, sondern repräsentiert durch ihre Zahlen auch Vergangenheit und Zukunft. Doch das Konzept einer Uhr entspricht nicht dem tatsächlichen Wesen der Zeit. Zeit ist ein konstanter Fluss – die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft noch nicht da.
Mir wurde bewusst, dass Uhren mich oft unter Druck setzen, weil ich an unerledigte Aufgaben und alles, was noch bevorsteht, denken muss.

Dies inspirierte mich dazu, eine Möglichkeit zu schaffen, sich in ruhiger und ästhetischer Weise auf einen einzigen Moment zu konzentrieren. So entstand der kerzenbeleuchtete Lampenschirm: ein Werkzeug, um die Zeit selbst in die Hand zu nehmen. Durch die Auswahl einer Kerze mit einer Brenndauer, die zur geplanten Aktivität passt, wird Achtsamkeit gefördert – ohne Sorgen.
Nimm dir Zeit für Dinge, die du oft vergisst – wie Lesen, Kochen oder einfach im Moment sein.

Hazo

Unsere Städte brauchen mehr Grün – genauso wie unsere Wohnungen. Pflanzen anzubauen, insbesondere essbare Pflanzen, trägt erheblich dazu bei, den städtischen Stress zu mindern und eine gesündere Lebensweise zu fördern. Doch das Anpflanzen ist nicht jedermanns Sache.
Hazo ist ein benutzerfreundliches Hydroponik-System für den einfachen Anbau von Gemüse und Kräutern zu Hause. Es funktioniert einzeln oder mit Pumpe für natürliche Wasserzirkulation. Das Set enthält Pflanzkörbe, Schwämme und Samen – alles in einem kompakten Design. Hazo bringt nicht nur frisches Grün ins Zuhause, sondern eignet sich auch ideal als Geschenk. So entsteht eine Gemeinschaft, die Freude am Gärtnern teilt. Kein Vorwissen nötig – schon nach zwei Monaten kannst du ernten. Starte jetzt grün mit Hazo!

Yann de Knegges

YDK. Yann de Knegges, ist eine Marke, die das Ziel verfolgt, eine schlüssige Strategie zu entwickeln, die künstlerische Prinzipien und die Vision einer nachhaltigen Ästhetik in den Fokus rückt und authentisch kommuniziert.

Es geht nicht nur um klassische Promotion, sondern um Schnittstellen zwischen den Fähigkeiten und Perspektiven der Marke YDK und einer Zielgruppe, die bereit ist, das Schöne im Hässlichen zu feiern und den Wert von Nachhaltigkeit zu erkennen. Zusätzlich gibt es eigene Musik, sowohl als Musikkassette als auch digital.

YDK vereint Identitätssuche, künstlerische Freiheit und die Fähigkeit, aus Vorhandenem etwas Eigenes zu schaffen, etwa durch Secondhand-Kleidungsstücke aus Reststoffen mit QR-Code, der direkt zur Musik führt und Mode mit Sound verbindet.

Zudem organisiert YDK Events an ungewöhnlichen Orten, die mehr als Feiern sind – Erlebnisse, die die Marke erlebbar machen. Ziel: kreative Freiheit und eine nachhaltige Zukunft in Mode und Musik zu verbinden.

Jöklar

Dieses Projekt untersucht die Symbolbildung durch Assoziationen, die die Beziehung zwischen Objekt und Mensch beeinflussen und emotionale Bindungen zu Objekten fördern. Ziel ist es, Natur durch Assoziationen in gestaltete Objekte zu übersetzen, da diese helfen, komplexe Umweltinformationen schneller zu erfassen.
Inspiriert von Gletschern als dynamischen Systemen, in denen alle Aggregatzustände von Wasser koexistieren, werden die Eigenschaften des Wassers visualisiert. Material, Form und Licht fungieren als Träger von Assoziationen und machen die charakteristischen Eigenschaften des Wassers durch ihr Zusammenspiel erfahrbar. Materialien werden als eigenständige Informationsträger betrachtet, die in einen aktiven Dialog mit ihrer Umgebung und den Nutzer*innen treten.
Gletscher haben eine besondere Beziehung zum Menschen als Süßwasserreservoir, Sonnenlichtreflektoren und einzigartige Ökosysteme. Das Projekt integriert die Natur harmonisch in Wohnräume und schafft eine inspirierende Dimension in der Beziehung zwischen Mensch und Objekt.