Pippo der Pollerpilot

Der Entwurf fördert Laufgemeinschaften und kommuniziert, dass es sich bei bestimmten Straßen um Schulwege handelt. Hierfür werden an bestehenden Pollern und Straßenschildern Objekte montiert, die eine kurze Interaktion ermöglichen und sich als Treffpunkte für Laufgemeinschaften eignen. Zudem erhöhen sie die Wahrnehmbarkeit der Schüler:innen, indem sie mit einem akustischen Signal Aufmerksamkeit auf sich lenken oder eine erhöhte Position einnehmen können, in der sie nicht nur mehr sehen, sondern auch besser gesehen werden können.
Der Zielgruppe Kinder wird dies spielerisch durch die Geschichte von Pippo, dem Pollerpiloten, nähergebracht. Pippo ist ein Pirol, ein heimischer gelber Vogel, der mit Unterrichtsmaterial kindgerechte Verkehrserziehung leistet. Erwachsene Verkehrsteilnehmer:innen werden zusätzlich durch gelb reflektierende Vogelsilhouetten an Laternen oder Schildermasten auf Kinder im Straßenverkehr aufmerksam gemacht. Diese haben dieselbe Symbolik wie Reflektortiere an Schulranzen.

TimeEgg

TimeEgg ist eine innovative Hilfe für das Eierkochen mit einem Topf und vereint Funktionalität mit modernem Design. Die integrierte Funktion zur Messung von Temperatur und Gewicht der Eier ist entscheidend für das Gelingen eines perfekt gekochten Eies. Durch die präzise Bestimmung der Kochdauer kann ein wiederholbares Garergebnis erzeugt werden. Der integrierte Timer bietet ein akustisches Signal, welches zusätzlich dazu beiträgt, dass die Eier zum optimalen Zeitpunkt aus dem Topf genommen werden können. Die beiden kapazitiven Tasten und das Grafikdisplay mit Klartextanzeige sorgen für eine einfache Bedienbarkeit. Durch die interne Stromversorgung ist eine sofortige Inbetriebnahme möglich. Das Gerät ist einfach reparabel, da alle Bauteile durch lösbare Verschraubungen ersetzbar sind.

Balance von Ornament und Körper

Die Arbeit Balance von Ornament und Körper sucht Wege, ein Erscheinungsbild für Bekleidung zu erschaffen, welches den skulpturalen Aspekt des Körpers aufgreift und mit den Prinzipien der Ornamentik experimentiert.

Durch das Spiel mit der Darstellung von Abstraktion und Körperbezug entstehen Formensprachen und Ausdrucksformen, welche die Balance und Akzentuierung der ausgewogenen Verteilung am Körper untersuchen.

Der Fokus liegt dabei auf einer in sich schlüssigen Komposition des Erscheinungsbilds.
Anhand der technischen Umsetzung der textilen Flächengestaltung in der Strickerei wird nach Möglichkeiten gesucht, den entworfenen Ornamenten eine weitere Facette ihres Ausdrucks zu verleihen und die Entwürfe im Gesamtbild ihrer Erscheinung im Textil zu veranschaulichen.

Packaging Futures

Plastikverpackungen tragen erheblich zur Umweltverschmutzung und zu Treibhausgasemissionen bei, und ihre erheblichen Auswirkungen werden voraussichtlich in Zukunft weiter zunehmen. Derzeit sind die Abfallströme und Recyclingprozesse der EU unzureichend, um die von ihren Bürger*innen produzierten großen Mengen zu recyceln, was zu Abfallexporten in Länder mit niedrigeren Nachhaltigkeitsstandards führt.

Ich habe eine Lebensmittelverpackungslösung entwickelt, die nachhaltiger ist und dennoch Transporteffizienz, Langlebigkeit, Funktionalität und Verbraucherfreundlichkeit bietet. Der Prozess umfasste Literaturrecherche, Expert*inneninterviews, Marktanalysen und zahlreiche Experimente.

Das Design folgte einem experimentellen Ansatz, der zu einer Serie von Edelstahlbehältern führte, die sich für die Massenproduktion und Integration in bestehende Rückgabesysteme in Deutschland eignen.

Die vorgeschlagenen Verpackungslösungen balancieren die wichtigsten Nachhaltigkeitskriterien der Untersuchung, darunter Wiederverwendbarkeit, Effizienz, Stabilität und Inertheit.

Systemreise

Das Leben im Kleinen wie im Großen hat Folgen. Die jüngsten Beobachtungen des menschlichen Wirkens auf diesem Planeten, vor allem westlicher Industrienationen, drängen zu einem Umdenken im Umgang mit den Dingen des alltäglichen Lebens. Verpackungen gelangen direkt oder über Umwege in die Natur, Produkte gehen kaputt, weil sie minderwertig hergestellt werden oder schon mit einer geplanten Obsoleszenz auf den Markt kommen. Modische Normen machen funktionstüchtige Produkte obsolet.
Ziel des Projekts war es, Zusammenhänge und den Weg von systemischen Paradigmen zu konkreten und wirkungsvollen Designlösungen zu untersuchen. Mögliche Hebel für umweltbewusstes Produktdesign wurden erarbeitet, das gegenwärtig sowohl ökologisch sinnvoll ist als auch Nutzerakzeptanz findet. Die Erkenntnisse finden dann in einem praktischen Entwurf eines Koffers Anwendung, um zu erproben, wie sich umweltbewusste Designprinzipien auf die Gestaltung eines Produktes auswirken, wenn man sie konsequent anwendet.

Auseinandersetzungen mit dem Absurden

„Auseinandersetzungen mit dem Absurden“ ist ein experimentelles Buchprojekt, das Albert Camus’ Philosophie des Absurden aus heutiger, persönlicher Perspektive neu verhandelt. In einer Welt zwischen politischem Chaos, digitaler Überreizung und ökologischer Krise wird die Sinnfrage zugleich unausweichlich und verdrängt. Das 178-seitige, vollständig in Risographie umgesetzte Werk vereint Zeichnungen, Fotografien, Notationen und Textfragmente zu einer visuellen Reflexion über Existenz, Widerspruch und Widerstand. Die Gestaltung und Narration sind assoziativ, direkt und bewusst nicht-linear, ein Medium, das nicht nur dokumentiert, sondern eigenständige Auseinandersetzung fordert. Das Projekt versteht sich als persönliche Auseinandersetzung, ästhetisches Experiment und philosophischer Selbstversuch.

Flamory

lamory erzählt die inspirierenden Geschichten mutiger Frauen, die oft im Schatten der Geschichte standen oder in Vergessenheit gerieten. Jede Kerze steht für eine dieser Frauen. Über ein Booklet und eine barrierefreie Hörversion erfahren die Betrachter mehr über ihre Geschichten. Die Kerzenform ist von der Schach-Dame inspiriert – einer oft unterschätzten Figur, die zum Schutz des Königs dient und dennoch die größte Bewegungsfreiheit im Spiel besitzt. Durch emotionale Gestaltung und provokante Sprüche regt das Projekt zum Hingucken, Erinnern und Handeln an.

Supernaturalis

Warum ist magisches Denken trotz unserer scheinbar aufgeklärten Welt noch immer präsent?

Supernaturalis beleuchtet die faszinierende und oft irrationale Seite unseres Denkens, die uns alle prägt. Durch Rituale, Glücksbringer, Amulette aus verschiedenen Kulturen sowie ungewöhnlichen Archivfunden und Anekdoten wird diese menschliche Irrationalität inhaltlich als auch gestalterisch zum Ausdruck gebracht. Wie lassen sich diese irrationalen Denkweisen erklären? Ist magisches Denken sogar notwendig, und wie können wir es für uns nutzen?

Das kleine Kuriositätenbuch lädt dazu ein, sich von der Faszination des Unscheinbaren begeistern zu lassen. Begleitend zum Buch bietet das erweiterbare Archiv auf Instagram eine stetig wachsende Sammlung und Inszenierung von zeitgenössischen Glücksbringern, die es den Lesern ermöglicht, ihr eigenes magisches Denken zu hinterfragen und sich darüber auszutauschen.

Dear My Memories

Als multidisziplinäres Projekt besteht „Dear My Memories“ aus einer recherchebasierten Publikation sowie einer Reihe konzeptueller künstlerischer Arbeiten. Im thematischen Fokus des Projektes liegt die Untersuchung der unzuverlässigen Natur des menschlichen Gedächtnissystems im Kontext des post-digitalen Zeitalters, sowohl auf Grundlage der vielfältigen funktionalen Einschränkungen des Gehirns im Vergleich zu digitalen Datenspeichern als auch im Zusammenhang mit den Auswirkungen zeitgenössischer Einflüsse der virtuellen Welt auf unsere internen Erinnerungen.
Dieses grundlegende Motiv wurde hierbei nicht nur inhaltlich innerhalb der verschiedenen Arbeiten behandelt, sondern auch metaphorisch durch die stetige visuell-technische, auf dem konzeptuellen Ansatz der Transmedialität basierende Symbiose analoger und digitaler Materialien umgesetzt.

GANZ NORMAL ANDERS

»GANZ NORMAL ANDERS« ist ein selbstgestaltetes Printmagazin, das sich mit der Sichtbarkeit und Repräsentation von Menschen mit körperlicher Behinderung auseinandersetzt. Aus persönlicher Erfahrung und gesellschaftlichem Interesse heraus entstand ein Projekt, das individuelle Geschichten in den Mittelpunkt stellt – fernab von Klischees und Mitleid.

In acht Interviews geben Betroffene Einblicke in ihren Alltag, ihre Wahrnehmung und ihren Umgang mit Zuschreibungen. Gestaltung, Sprache und Perspektive greifen dabei bewusst ineinander, um neue Erzählräume zu schaffen und bestehende Stereotype aufzubrechen.

Das Magazin versteht sich als Beitrag zu einer differenzierten und empathischen Darstellung von Behinderung – für mehr Sichtbarkeit, Dialog und Verständnis.