„Tränen“ ist eine fotografische Arbeit, die die Bedeutung und den Grund von Tränen behandelt. Dieses Werk sensibilisiert den Blick auf das Thema.
Neben verschiedenen Ursachen für Tränen wird vor allem der Ausdruck weinender Menschen gezeigt. Jeder Porträtierte hatte die Möglichkeit, über Situationen zu sprechen, die ihn emotional berührten oder belasteten. Ihre Tränen teilten sie in dieser intimen Sitzung, unabhängig davon, ob sie künstlich oder durch die eigene emotionale Last erzeugt wurden. Dabei gab es einige, denen das Weinen leichtfiel, und anderen gelang es nur schwer.
Der Grund des Weinens ist in den Bildern jedoch nicht ersichtlich – vielmehr erzählen die abgebildeten Tränen und die Mimik ihre Geschichten.
Der typografische Teil des Buches zeigt Antworten weinender Menschen, nicht aber deren Gesichter. Zu diesem Zweck wurde eine Umfrage durchgeführt. Einige Antworten sind in dem Buch enthalten und liefern eine kleine Differenzierung des Themas: Wie und warum Menschen weinen.
Author: Jean Claude Granval
Becoming Beings. From Object to Beings. From Accessoires to Beings.
Untersucht wurde, wie Accessoires gestaltet werden können, sodass sie als lebendig und emotional ansprechend wahrgenommen werden. Im Zentrum steht die Gestaltung charismatischer Taschen, die als interaktive Begleiter*innen auftreten und die Grenze zwischen Objekt und Wesen überschreiten. Durch Materialität, Formgebung und narrative Elemente entwickeln sie eine überfunktionale Präsenz, die emotionale Reaktionen hervorruft, Beziehungen ermöglicht und ihre Umgebung beeinflusst. Die Arbeit stützt sich auf interdisziplinäre Ansätze aus Design, Psychologie und Philosophie, um Prinzipien der Beseelung von Dingen sowie neue Strategien für sinnlich-emotionale Bindungen zu erforschen. Ziel ist es, die Rolle von Gestaltung bei der Zuschreibung von Identität an Objekte zu analysieren und neue Perspektiven auf Mensch-Objekt-Interaktionen zu eröffnen.
CLUTTA
Unordnung kann mehr als nur ein ästhetisches Problem sein – sie kann die psychische Gesundheit, kognitive Kapazität und unsere Lebensqualität stark beeinflussen. Meine Arbeit soll die Akzeptanz von Unordnung fördern und eine Alternative zum Minimalismustrend bieten, während auf die individuellen Bedürfnisse von Nutzer:Innen eingegangen wird. Durch das Schaffen eines harmonischen Wohnumfeldes soll die Lebensqualität, insbesondere auf begrenztem Wohnraum, verbessert werden.
CLUTTA verbindet transparente Latexstreifen mit einer schwarzen MDF-Platte zu einem schlichten und funktionalen Design. Darin wird Unordnung vorübergehend gesammelt und der Raum strukturiert. Die Gestaltung fördert eine Auseinandersetzung von Nutzer:Innen mit ihren Besitztümern, ohne eine radikale Reduktion von Gegenständen zu fordern.
Analoge Konfigurationen des Rohstoffes Keratin
Hair as a material. It is flexible, elastic, a carrier of human information, personal data, and emotions. H. Zhou uses hair as a material in her jewellery. It is hair from herself, from friends, and from strangers ordered on the World Wide Web. Inspired by Chinese traditions of different dynasties, she creates connections through the artisanal techniques of weaving. The hair is processed into fabrics with the finest precision. Her jewellery stores both objective data and the embodiment of the romantic relationship between two people.
Fungaria
Fungaria ist ein illustriertes Pop-up-Buch, das die Geschichte eines jungen Mädchens namens Nan erzählt, das nach dem Verzehr eines sporenhaltigen Brotes in eine fantastische Welt aus Pilzkulturen gelangt. In Fungaria stößt sie auf ein Gesellschaftssystem, das stark von Vorurteilen und starren Rollenbildern geprägt ist.
Durch Freundschaften, Herausforderungen und kleine Veränderungen versucht Nan, bestehende Grenzen zu hinterfragen und gemeinsam mit anderen Bewohnern neue Wege zu finden. Das Buch thematisiert soziale Ungleichheit und lädt Kinder und Erwachsene dazu ein, über Vorurteile nachzudenken.
Durch die Verbindung von fantasievoller Erzählung, detailreichen Illustrationen und interaktiver Pop-up-Technik bietet Fungaria einen Zugang zu komplexen gesellschaftlichen Themen – spielerisch, visuell und berührend.
MaterialSpace
„MaterialSpace“ ist eine digitale Lösung für Produkt- und 3D-Design und ersetzt klassische bzw. physische Materialproben durch eine digitale Version, welche sich in den jeweiligen 3D-Tools verhält wie das Original. Ich möchte damit unnötigen Materialeinsatz, welcher über die verschiedenen Iterationen der Produktentwicklung entsteht, vorbeugen und ein Bewusstsein dafür schaffen, ab wann es notwendig ist, eine physische Probe in Anspruch zu nehmen und wann nicht. Um die Materialien im digitalen Raum besser darzustellen, habe ich mich für ein starkes Storytelling mit interaktiven Elementen entschieden. Der User betritt den „MaterialSpace“, eine Galaxie voller Materialproben, mit denen interagiert werden kann. Die einzelnen Materialien werden als Planet oder Asteroid dargestellt, um Oberfläche, Reflektion und weitere Materialeigenschaften anwendungsbezogen abzubilden. Die Seite lässt sich über Filter oder vorgeschlagene Gruppen navigieren.
Das Dörflein
Das Thema Demenz betrifft in Deutschland bereits ca. 1,8 Millionen Menschen. Es ist wahrscheinlich, dass sich diese Zahl bis 2050 verdreifachen könnte.
In meiner Bachelorarbeit beschäftigte ich mich mit dem Thema „Demenzdorf“, einer Pflegeform für Menschen mit Demenz, die im Vergleich zu konventionellen Pflegeheimen eine höhere Lebensqualität für Betroffene bieten kann. Mein Ziel war es, im Branding diese Vorteile ansprechend zu kommunizieren, dabei als Marke nahbar und wiedererkennbar zu bleiben und auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Betroffenen und deren Angehörigen zu achten. Ergebnis ist ein lebendiges Corporate Design für das „Dörflein“ mit liebevollen Illustrationen, einer freundlichen Typografie und einer authentischen Bildwelt.
Durch die Broschüre, die animierte Website oder auf dem jährlichen „Dörflein-Fest“ lernen Angehörige und Betroffene die Vorteile der „Demenzdorf“-Pflegeform kennen. Das Credo der Marke: Lebensfreude trotz Demenz!
Green Facades
Green Facades ist ein modulares Fassadensystem zur urbanen Begrünung, das aus einer Mischung von recyceltem Ziegelmehl und natürlichem Ton im keramischen 3D-Druck gefertigt wird. Ziel ist es, ökologische, funktionale und gestalterische Qualitäten in einem System zu vereinen. Die poröse Struktur der Module speichert Regenwasser und verteilt es passiv, wodurch keine externe Technik benötigt wird. Die Fassadenelemente fördern Biodiversität, kühlen das Stadtklima, binden Feinstaub und verbessern das Mikroklima. Ihr parametrisches Design erzeugt ein lebendiges Erscheinungsbild und ermöglicht eine flexible Kombination. Durch die modulare Bauweise können einzelne Teile leicht ausgetauscht oder wiederverwendet werden. Das System ist sowohl für Neubauten als auch für die Nachrüstung im Bestand geeignet. Green Facades schafft einen nachhaltigen Mehrwert für Architektur und Stadt und leistet einen Beitrag zur klimafreundlichen Transformation urbaner Räume.
Wurzelbrunft
Warum fällt es uns so schwer, vom Fleisch zu lassen?
Obwohl der Fleischkonsum in Deutschland seit einigen Jahren rückläufig ist, essen wir nach wie vor zu viel davon – und das, obwohl die ökologischen und ethischen Konsequenzen in der Öffentlichkeit häufig diskutiert werden.
Ziel dieser Arbeit ist es, den Menschen in den ländlichen Regionen Bayerns fleischlose Gerichte schmackhaft zu machen, ohne ihr bisheriges Verhalten zu verurteilen. Durch diesen Ansatz werden pflanzliche Lebensmittel stärker in die Ernährung und die kulturelle Wahrnehmung der Region integriert, wodurch der Fleischverbrauch abnehmen kann.
Bei der „Wurzelbrunft“ steht ein gemeinschaftliches Ritual rund um einen Knödel im Mittelpunkt. Die Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit, den Ablauf der Feier aktiv mitzugestalten und so zusammen einen neuen Brauch zu erschaffen. Die genussvolle und gesellige Festivität zeigt so, dass eine vegane Küche viel mehr zu bieten hat als nur „Verzicht“.
Genießbar
Lebensmittelverschwendung stellt eine große Herausforderung dar und ist in unserer heutigen Gesellschaft eher negativ konnotiert. Vor allem Privathaushalte tragen einen wesentlichen Teil zu dem Problem bei.
„Genießbar“ soll die Nutzer auf motivierende Weise für einen bewussteren Lebensmittelumgang im Alltag sensibilisieren und aktivieren. Die App vereint Informationsvermittlung wie Lagerungstipps und Rezeptvorschläge mit sozialem Austausch. Durch gemeinsame Kochevents und den Tausch nicht mehr benötigter Lebensmittel untereinander lernt man neue Menschen kennen und kann Freundschaften schließen.
Die Verwendung einer App bietet sich im Kontext junger Erwachsener, die bisher wenig Erfahrung mit Kochen und Haushaltsführung haben, an, da das Smartphone bei dieser Altersgruppe als beliebtes Medium zur Informationsgewinnung genutzt wird. Gleichzeitig bedeutet es wenig Aufwand. Eine App ist bequem von zuhause aus jederzeit nutzbar und von finanziellen und räumlichen Faktoren unabhängig.