dreaimade – dreams are made to create

Während wir einschlafen, sind unsere Gedanken besonders kreativ und stellen oft eine kreative Verbindung zu dem her, was wir zuvor gedacht haben. Das Problem ist jedoch, dass wir diese Gedanken oft vergessen, sobald wir aufwachen. Dreaimade hilft dabei, sich an die Einschlafträume zu erinnern, sie zu visualisieren und als Inspiration für mögliche Ideen zu nutzen. Diese Ideen können anschließend ebenfalls mithilfe von Dreaimade entwickelt und eindrucksvoll visualisiert werden.

Dabei kommen Künstliche Intelligenz und Trauminkubation zum Einsatz. Schlafphasen werden erkannt und Nutzende gezielt in der sogenannten N1-Phase geweckt. Aus den berichteten Trauminhalten entstehen gemeinsam mit Dreaimade Bilder und Videos, die als kreative Grundlage für mögliche Ideen dienen.

So eröffnet Dreaimade eine neue Möglichkeit, wie generative KI als kreatives Werkzeug genutzt werden kann.

Leathercoding

Leathercoding bezeichnet eine neuartige Umgehensweise mit Leder. Mithilfe von modernen Technologien wie CAD, CNC und CAM bietet eine Testreihe den Vorreiter für künftige Lederprodukte und auch den zukünftigen Umgang mit Leder im industriellen Kontext.
Das Material, seine Wertschätzung, Verarbeitung und auch Geschichte sind Knotenpunkte für einen alternativen und moderneren Umgang in der Manufaktur, im Vertrieb oder auch für die Verbraucher*innen. Knotenpunkte wie Haptik, Patina und Nachhaltigkeit bestimmen ein geeignetes Verfahren für die gezielte Verarbeitung. Abschließend wird ein ausgewähltes Verfahren vorgestellt, ein Konzept für dieses entwickelt und das darauf entstehende Leathercode_Cushion exemplarisch als Botschafter vorgestellt. Leathercoding wird als geeignetes Mittel für die Lederverarbeitung nähergebracht. Es geht um die Verbreitung der Idee als solche und dem Umdenken von Produzent*innen, Käufer*innen und Nutzer*innen von Leder sowie Lederprodukten.

GrieZeil

Die Einkaufsmeile Zeil ist zu einer reinen Konsummeile verkommen – unattraktiv, versiegelt und ohne Aufenthaltsqualität. Der Mittelstreifen bleibt durch den Baumstand ungenutzt, während sich die Fußgängerströme nur an den Rändern der Geschäfte bewegen. Klassische Einkaufsstraßen sind nicht mehr zeitgemäß und erfüllen nicht mehr den Zweck eines Stadtzentrums.
Das Projekt GrieZeil will dies radikal ändern: Die Zeil soll zu einem lebendigen, inklusiven Stadtraum werden, der Natur, Begegnung und Entschleunigung in den Vordergrund stellt. Eine durchgehende Wiese mit individuell geführten Wegen ersetzt die Betonwüste. Erhöhte Sitz- und Liegeflächen, Wasser und Bepflanzung laden zum Verweilen ein.
Der Konsum tritt in den Hintergrund – stattdessen stehen Gemeinschaft, Interaktion und Vielfalt im Fokus. Die historische Idee der Zeil als Flaniermeile aus dem 17. Jahrhundert wird neu interpretiert: als grünes Herzstück Frankfurts, welches entschleunigt und die Vielfalt Frankfurts widerspiegelt.

KONSUM | GUT.

In meiner Bachelorarbeit „KONSUM | GUT.“ untersuche ich, wie Konsum im Designkontext neu gedacht und verantwortungsvoll gestaltet werden kann. Ausgangspunkt ist die Frage, wie ein Konsumgut – konkret die Tasche – zu einem sogenannten Impact-Produkt wird: funktional, ästhetisch und mit positiver, bewusster Wirkung. Theoretisch analysiere ich Konsumverhalten, Bedürfnisstrukturen und kapitalistische Wachstumslogiken. Modelle wie Maslows Bedürfnispyramide und Konzepte wie die Donut-Ökonomie bilden den Rahmen. Die Modebranche dient als Spiegel aktueller Konsummuster. Gestalterisch setze ich diese Erkenntnisse in eine Taschenkollektion um, die ökologische, funktionale und emotionale Nachhaltigkeit vereint – durch langlebige und natürliche Materialien, Modularität und die Möglichkeit zur Selbstgestaltung und Reparatur. Ein ergänzendes Workshopkonzept stärkt die Beziehung zwischen Konsument*in und Produkt. Mein Ziel ist ein Designansatz, der Freude am Konsum mit Verantwortung verbindet.

OASyS

Dieser Entwurf bietet eine innovative Lösung zur Bewältigung städtischer Hitzeinseln, indem er Regenwasser als Ressource für ein Kühlungssystem einsetzt. Im Kern des Systems steht eine unterirdische Zisterne, die Regenwasser speichert und gleichzeitig als Ausgangspunkt für die adiabate Kühlung dient.
Warme Umgebungsluft wird angesaugt, durch Kühlwaben im Zisterneninneren geleitet und abgekühlt wieder an die Oberfläche abgegeben. Ergänzend kommen Wassernebeldüsen zum Einsatz, die feinsten Wassernebel erzeugen, um die Umgebung durch Verdunstungskälte zu kühlen.
Die modularen Kühlobjekte sind flexibel einsetzbar und lassen sich in vielfältige städtische Kontexte integrieren. Die Nutzung von Regenwasser macht das Konzept ressourcenschonend und nachhaltig, da es Trinkwasser spart und auf natürliche Prozesse setzt.
Ziel des Entwurfs ist es, die Aufenthaltsqualität in urbanen Räumen zu verbessern und sowohl das Verweilen als auch das Passieren in heißen Sommermonaten angenehmer zu gestalten.

From Taylorism to Trello

In einer zunehmend digitalisierten und dezentralisierten Arbeitswelt verändert Projektmanagement-Software sowohl die Art und Weise, wie Arbeit organisiert wird, als auch die Arbeit selbst. Und obwohl sie unsere cloudbasierte Gegenwart in leuchtenden RGB-Farben repräsentiert, finden sich in ihren Interfaces zahlreiche Reminiszenzen an Kontrolltechniken vergangener Jahrhunderte.

In einer dokumentarischen Webanwendung wird diese Transformation der Arbeitsorganisation durch einen rekonstruierten Workflow erfahrbar, der das Interface und die Logik moderner Softwareanwendungen imitiert.
Nutzer*innen werden durch einen realistischen Ablauf aus Onboarding, Bearbeitung und anschließender Review von den Fabrikhallen der Industrialisierung bis hin zu modernen agilen Praktiken geführt. Visuelle Features wie Timelines, Kanban- und Retrospektiven-Boards veranschaulichen, wie historische Methoden die Koordination unserer Arbeit bis heute prägen.

Museen im digitalen Zeitalter

In meiner Bachelorarbeit beschäftigte ich mich mit Museen im digitalen Zeitalter. Inspiriert durch meine Tätigkeit als Konzeptdesignerin bei einer Agentur für mediale Szenografie wollte ich meine Erfahrungen reflektieren, eigenständig anwenden und meine Fähigkeiten weiterentwickeln. Dabei stellte ich mir die Frage: Wie können Museen digitale Technologien effektiv nutzen, um Inhalte interaktiv und zugänglich zu gestalten und dadurch das Besucher*innenerlebnis zu verbessern? Zur Beantwortung dieser Frage führte ich Interviews mit zwei erfahrenen Konzeptdesignerinnen und analysierte zwei Museen hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen. Auf Basis dieser Erkenntnisse entwickelte ich konkrete Leitlinien, auf denen dann der praktische Teil dieser Arbeit basierte. Dazu konzipierte ich ein Konzept für das Ägyptische Museum in Berlin. Zur Veranschaulichung erstellte ich ein Pitch-Video und fertigte 3D-gedruckte Objekte an, um die Idee besser greifbar zu machen.

Dream Base

DREAM BASE stellt eine Alternative zu handelsüblichen Matratzen dar. Die gängigen Matratzen sind mit vielen Problemen behaftet, besonders das Recycling und die Hygiene spielen dabei eine große Rolle. DREAM BASE besteht aus einer Stahlkonstruktion, über die Stoff gespannt wird, ähnlich wie bei einer Hängematte oder einem Feldbett. Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass die Härte des Untergrunds individuell eingestellt werden kann, was eine noch bessere Anpassung an die persönlichen Bedürfnisse der Nutzer*innen ermöglicht. Das Produkt hat die gängige Matratzengröße von 140 x 200 Zentimetern, sodass es in handelsübliche Bettgestelle problemlos eingesetzt werden kann. DREAM BASE ist im Gegensatz zu handelsüblichen Matratzen komplett trennbar und vollständig recycelbar.

Lukomorye

„LUKOMORYE“ untersucht, wie sich Mythologie durch Mode manifestieren kann – wie uralte Ängste, Archetypen und Übergangszustände in Textil, Silhouette und Oberfläche Gestalt annehmen. Verwurzelt in slawischer Folklore und Dämonologie präsentiert das Projekt eine Serie expressiver Kleidungsstücke, die als Gefäße mythischer Präsenz fungieren. Anstatt Geschichten zu illustrieren, übersetzt die Arbeit emotionale und symbolische Archetypen in skulpturale Formen, handgefertigte Texturen und experimentelle Materialprozesse. Figuren wie der zerstörerische Chort oder die traurige Rusalka treten durch Spannung, Schichtung und unmittelbare Haptik hervor.
„LUKOMORYE“ versteht Mode als rituelle Praxis – als einen Weg, das Unfassbare in etwas Verkörpertes zu verwandeln, bei dem Mythos nicht nur getragen, sondern durch den Körper gelebt wird.

„gut verpackt ist halb verkauft“

In meiner Diplomarbeit entwickelte ich eine nachhaltige, bruchsichere und markenstärkende Verpackung für eines meiner früheren keramischen Projekte aus dem Studium. Ziel war es, ein Design zu schaffen, das sowohl funktional als auch ästhetisch überzeugt. Die Verpackung besteht ausschließlich aus recycelbarem Papier und Karton in drei verschiedenen Ausführungen: Kraftkarton, Wellpappe und Seidenpapier.
Die Gestaltung setzt auf kontrastreiche Blautöne, die sich von den erdigen Brauntönen der Produkte abheben. Tuschezeichnungen der Kaffeepflanze und blumenförmige Details greifen die organische Designsprache der Marke auf. Ein innovativer Verschlussmechanismus gewährleistet Sicherheit und ein hochwertiges Unboxing-Erlebnis. Die nach oben verjüngende Form bietet nicht nur einen platzsparenden und stabilisierenden Effekt im Inneren, sondern verleiht der Verpackung ein unverwechselbares Alleinstellungsmerkmal.