Fluid Landscape Conditions

Das Projekt »Fluid Landscape Conditions« beschäftigt sich mit der Dekonstruktion, dem Unlearning und der Dekolonisierung traditioneller Designnormen, insbesondere im Web. Es reflektiert, wer Zugang zur Gestaltung und zum Coding hat und welche visuellen Konventionen im Web reproduziert werden. Ziel ist es, Perspektiven zu eröffnen, die Subjektivität in der Gestaltung betonen und den konservativ etablierten Regeln des Grafikdesigns und der digitalen Ästhetik einen differenzierten Vorschlag entgegensetzen.

Es gibt zwei Designs für eine Website.

Darauf aufbauend verbindet das Projekt geopolitische Fragestellungen mit der Reflexion über sich verändernde Landschaften und Designkonventionen. Es stellt Fragen nach der Bewahrung und dem Umgang mit Vergänglichkeit sowie der Akzeptanz von Veränderung und Nicht-Wissen.

Anthroporosities

Das Projekt „Anthroporosities“ beschäftigt sich mit der Rückkehr zu archaischen Materialien und Herstellungsprozessen, mit Nachhaltigkeit und der Verbindung zur Natur. Die Fliesen für dieses Projekt werden aus wild gewonnenem Ton gefertigt, in einem holzbefeuerten Ofen gebrannt und ausschließlich mit lokalen und natürlichen Ressourcen hergestellt.

Die porösen Fliesen tragen nicht nur durch die Ästhetik der lokalen Böden zur optischen Aufwertung des Raumes bei, sondern wirken sich auch aktiv auf das Raumklima aus. Dank ihrer Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben, helfen sie, die Luftfeuchtigkeit im Innenraum zu regulieren. Zusätzlich erhöhen integrierte Pflanztöpfe den Sauerstoffgehalt der Luft und schaffen Lebensräume für nützliche Mikroorganismen.

„Anthroporosities“ hat zum Ziel, den Kontakt mit der Natur und natürlichen Materialien wieder in unsere modernen, oft sterilen Wohnräume zurückzubringen. Der Einsatz von Fliesen aus poröser Keramik ermöglicht es, die Vorteile natürlicher Materialien einfach und modular in den urbanen Alltag zu integrieren.

Product Development of a Biodegradable Slope Tile

Das Forschungsprojekt bei Omlab entwickelt ein nachhaltiges, erosionverhinderndes Produkt aus einem innovativen, 3D-druckbaren Material. Es kombiniert ökologische Verantwortung mit gestalterischer Freiheit und erforscht wirtschaftlich tragfähige Produktionsmethoden. Parametrisches Design optimiert Materialeinsatz und Anpassungsfähigkeit. Die Biomerge Tiles verbessern Bodenqualität und Biodiversität, sind ästhetisch anspruchsvoll und marktfähig in Nischenbereichen wie der Landschaftsarchitektur.

HEK_01

HEK_01 ist ein Klappstuhl mit variabler Sitzhöhe, der für den Einsatz in unterschiedlichen räumlichen Kontexten konzipiert wurde. Ziel des Projekts war es, ein mobiles Sitzmöbel zu entwickeln, das sich an wechselnde Nutzungssituationen anpasst und dabei kompakt, funktional und ästhetisch reduziert bleibt. Der Stuhl kann in Bildungs- und Kultureinrichtungen, im öffentlichen Raum sowie im privaten Umfeld verwendet werden. Durch seine Klappbarkeit ist er leicht zu transportieren und platzsparend zu lagern. Die Möglichkeit, zwischen mehreren festen Sitzhöhen zu wählen, ermöglicht unterschiedliche Haltungen – vom bodennahen Sitzen bis zur aufrechten Position. HEK_01 fördert dadurch eine flexible und nutzerorientierte Raumnutzung jenseits starrer Möblierungskonzepte.

KIO – Ein Kistenordnungssystem

KIO ist ein Projekt, welches auf die negativen Auswirkungen von Unordnung am Arbeitsplatz reagiert. Mein Lösungsvorschlag ist ein modulares Ordnungssystem.
Es besteht aus Kisten in unterschiedlichen Höhen. Diese lassen sich umwandeln in Schubladen. Besonders ist die Möglichkeit, die Kisten flexibel transportieren zu können, sowohl innerhalb des Raumes als auch über weitere Strecken hinweg. Funktionieren tut dies mit Hilfe eines Rollbrettes oder eines Tragegurts, der an den Griffen der Kisten befestigt werden kann.
Durch verschiedene Farben entsteht die Möglichkeit, seine Sachen nach außen hin sichtbar zu unterteilen.
Um den Innenraum der Kisten ebenfalls flexibel zu organisieren, gibt es verschiedene Einlegeböden und Trennwände. Diese geben jedem Gegenstand einen festen Platz und garantieren einen guten Überblick, wodurch das Aufräumen schneller geht und Doppelkäufe vermieden werden können.
KIO passt sich den Bedürfnissen des Nutzers und der individuellen Vorstellung von Ordnung an.

Texterra

Die wachsende Modeindustrie führt zu einer massiven Umweltverschmutzung durch Textilmüll, von dem nur etwa 1 % für das Textil-zu-Textil-Recycling genutzt wird. Innovative Ansätze zur Wiederverwendung von Textilfasern sind dringend erforderlich, um die Ressourcen zu schonen und die Umweltbelastung zu reduzieren. In diesem Projekt wurde daher Texterra entwickelt: ein innovatives Material aus alten Textilfasern und einem natürlichen Bindemittel auf Maisstärkebasis.
Texterra erinnert in einer dünnen Materialstärke an Kunstleder und in einer dickeren Materialstärke an Kunststoff. Das Fasermaterial kann durch verschiedene Produktionsverfahren verarbeitet werden – etwa durch Formpressen, Lasern oder Extrudieren – und bietet daher vielseitige Einsatzmöglichkeiten im Designbereich. Das entwickelte Material wird in einem einfachen, energieeffizienten Verfahren hergestellt und ist vollständig recycelbar. Ein wichtiger Beitrag für die Kreislaufwirtschaft.

Versatile Droplet

Wasser ist ein natürliches Element, das stark mit dem Menschen verbunden ist. In meiner Masterarbeit untersuche ich das Potenzial von „Wassertropfen“ als Designmaterial und visuelles Werkzeug. Durch die Integration von Wasser in Innenräume erforsche ich textile Methoden, um Wassertropfen visuell hervorzuheben und so den psychologischen Komfort des Menschen zu fördern. Diese konzeptionelle Membran könnte das Innenklima natürlich regulieren, indem Wassertropfen erscheinen und verdunsten.

Dieses Projekt steht im Kontext des zunehmenden Interesses an natürlichen Materialien, die als nachhaltige Lösungen für ökologische Probleme dienen. Besonders Lyocell wurde als Monomaterial eingesetzt, das durch pflanzliche Öle partiell hydrophob gemacht wurde. Dadurch wird die Reaktion des Materials auf Wasser optimiert. Diese innovative Kombination aus grünem Denken und nachhaltigem Design eröffnet neue Möglichkeiten für die Materialgestaltung in zukunftsorientierten, umweltbewussten Bereichen.

MO:CO Kitchen

Die MO:CO Kitchen ist ein modulares Küchensystem, das sich flexibel an veränderte Lebenssituationen anpasst. Es ist umziehbar, erweiterbar und individuell anpassbar in Arbeitshöhe, Layout und Unterfahrbarkeit. Robuste, austauschbare Module ermöglichen einfache Reparaturen und eine lange Nutzungsdauer. So wird MO:CO zum nachhaltigen, inklusiven Begleiter durch alle Lebensphasen im modernen urbanen Alltag.

Queering Bathrooms

Gemeinschaftstoiletten gelten oft als neutrale Infrastrukturen, sind jedoch umkämpfte Räume und Sinnbild aktueller Debatten um queere Inklusion. Standardisierte, binäre Gestaltungsnormen erscheinen unveränderlich und privilegieren bestimmte Geschlechterrollen, während andere Identitäten ausgeschlossen werden. Sowohl Gegner*innen als auch Befürworter*innen genderneutraler Toiletten argumentieren mit dem Wunsch nach mehr Sicherheit – was Umgestaltungen erschwert und häufig zu emotionalen Auseinandersetzungen führt.

Das Projekt Queering Bathrooms thematisiert die marginalisierte Position queeren Lebens, besonders angesichts wachsender Anfeindungen von rechts, und beleuchtet die Toilettenfrage gestalterisch und theoretisch. Die pinke Toilette mit ausgestreckter Zunge reagiert mit Selbstironie und ästhetischem Bruch auf den erhitzten Diskurs und signalisiert einen Perspektivwechsel zugunsten queerer Individuen.

A slight glitch.

Irgendwann tauchen sie in jedem System auf: kleine Bruchstellen, Einschnitte, Lücken. Der Zwischenraum, der das Fortlaufende aussetzen lässt. Durchweg sind wir damit beschäftigt, diese Risse zu flicken, damit kein Chaos ausbricht. Doch warum vernichten wir eine Kraft, die so groß ist, dass sie uns (zer)stört? Was passiert, wenn wir anfangen, Risse aufzureißen? Wenn wir aufbrechen, Muster durchbrechen, ent-decken und erkennen, dass der Moment des Nichts der aktivste ist, die Stille am lautesten schreit und Weiß am buntesten knallt?

Ein Widerstand gegen die Kontinuität. Ein Moment der Reflexion. Eine Chance für Veränderung. Eine Unterbrechung.