CALM-A Untertitel: Improving the self-management of migraine

CALM-A ist eine mobile thermische Lösung zur akuten Linderung von Migränesymptomen. Das tragbare Gerät kombiniert eine aktive Temperaturregelung durch ein integriertes Peltier-Element mit passiven, austauschbaren Gelpads. Dadurch ermöglicht es eine gezielte Anwendung an Stirn und Schläfen – Regionen, die bei Migräne häufig entlang sensibler Nervenbahnen betroffen sind. Je nach individuellem Bedarf können in diesen Bereichen Kühl- oder Wärmereize eingesetzt werden, um während einer akuten Migräneepisode gezielt Unterstützung zu bieten – unabhängig vom jeweiligen Aufenthaltsort.

Das kompakte, flache Gehäuse wird über ein elastisches Textilband sicher in Position gehalten und lässt sich flexibel an unterschiedliche Kopfformen anpassen.

Das Gerät ist mit der CALM-A-App gekoppelt, über die Nutzer ihre persönliche Wohlfühltemperatur einstellen sowie Kühl- und Wärmezyklen individuell steuern können.

Bioreaktoren: Modulare, zellbasierte Landwirtschaft im urbanen Raum

Gestaltet wurde ein Bioreaktor mit größerem Volumen zur Produktion von Pflanzenzellen als Nahrungsmittel. Integriert in einen 40‑Fuß‑ISO‑Container, bietet er ein maximales Produktionsvolumen und bleibt leicht transportierbar. Vor Ort kann er platzsparend gestapelt werden, sodass sich das Produktionsvolumen durch zusätzliche Module erweitern lässt. Um die Kosten niedrig zu halten, wird er zentral in Serie gefertigt. Dadurch ist die Vorbereitung des Produktionsortes weniger komplex und kann auch in alten Industriehallen erfolgen.

Der Vorteil liegt darin, dass nur die gewünschten Pflanzenzellen erzeugt werden, was Ressourcen schont und Abfälle reduziert. Zudem ist der Prozess klimaunabhängig, ermöglicht häufigere Ernten und funktioniert auch ohne fruchtbares Ackerland. Gesteuert wird der Bioreaktor über einen digitalen Zwilling, überwacht von bioprozesstechnisch geschultem Personal. Die Wartung übernehmen technische Fachkräfte. Der Einsatz erfolgt am Rand urbaner Bereiche.

DOTS

„Ordnung in Bewegung – Ein modularer Rollwagen für wandelnde Bedürfnisse“

Dieser Rollwagen ist kein Möbel für einen bestimmten Raum oder eine festgelegte Nutzung. Stattdessen wurde er als offenes System entwickelt, das sich an unterschiedliche Situationen und Bedürfnisse anpassen kann. Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass sich Arbeits- und Lebensumstände ständig verändern, während viele Produkte starr bleiben. Der Rollwagen reagiert darauf mit einem modularen Aufbau: Ein durchgängiges Lochraster bildet die Grundlage für flexibel positionierbare Elemente im Innen- und Außenbereich. Böden und Schubladen lassen sich beliebig anordnen und kombinieren. Auch Add-ons können erweitert oder selbst entwickelt werden. So entsteht ein Objekt, das nicht vorgibt, wie es genutzt werden soll, sondern Raum für individuelle Nutzung lässt.

Multipack – Transportieren mit dem Fahrrad

Multipack ist eine universelle Erweiterung für Fahrradgepäckträger, die die Transportmöglichkeiten herkömmlicher Fahrräder erheblich vergrößert. Fahrräder leisten als umweltfreundliche, gesundheitsfördernde und effiziente Verkehrsmittel für Jung und Alt einen wichtigen Beitrag zu nachhaltiger Mobilität. Der Lastentransport stößt im Alltag jedoch oft an Grenzen. Einkäufe, Rucksäcke oder größere Gegenstände erfordern häufig Vorausplanung oder sogar ein zusätzliches Lastenrad.

Multipack schafft hier Abhilfe: Durch drei variable Klappeinstellungen erweitert das System den Gepäckträger flexibel für unterschiedliche Transportbedürfnisse. Fahrradtaschen können weiterhin genutzt werden, während sich zugleich Rucksäcke, Taschen oder größere Pakete sicher transportieren lassen. Lediglich Spanngurte müssen dafür mitgenommen werden. Die Erweiterung ist universell montierbar, bleibt platzsparend am Fahrrad und macht dieses so als alltagstaugliches Verkehrsmittel noch vielseitiger und attraktiver.

Thanx – Der positiv kommunizierende Abstandhalter für Radfahrer*innen

Thanx ist ein innovatives Fahrradlicht mit integriertem Abstandhalter, das Sicherheit und positive Kommunikation im Straßenverkehr verbindet. Beim Ausklappen nach links erscheint eine beleuchtete, austauschbare Grafik wie Herz, Peace-Zeichen oder „Danke“. So können Radfahrende ihren benötigten Sicherheitsabstand signalisieren und Autofahrenden Wertschätzung zeigen, wenn diese respektvoll überholen.

Das Produkt kombiniert weiches TPU und hartes PETG für Flexibilität und Stabilität. Zwei Lichtquellen beleuchten Rücklicht sowie Abstandhalter und Grafik. Ein 1500-mAh-Akku ermöglicht eine helle, per USB aufladbare Beleuchtung. Der Prototyp wurde vollständig im 3D-Druck gefertigt und ist für zukünftige Spritzgussproduktion optimiert.

ThanX fördert Sichtbarkeit, Sicherheit und gegenseitigen Respekt im Straßenverkehr.

Beyond the Map

Beyond the Map ist ein individualisiertes Wayfinding-System für Museen, das Navigation an persönlichen Interessen und verfügbarer Zeit ausrichtet, ohne zusätzliche Aufmerksamkeit zu beanspruchen. Die Leitfrage lautet: Was wäre, wenn sich ein Museumsbesuch wie eine individuell kuratierte Erfahrung anfühlen würde? Statt vorab zu planen, wählen Besucher*innen Kategorien und Besuchsdauer und werden direkt zu passenden Exponaten geführt.

Beyond the Map stellt dabei nicht Informationsvermittlung, sondern die unmittelbare Wahrnehmung vor Ort in den Mittelpunkt. Der Ansatz verbindet Individualisierung mit intuitiver Führung: Navigation wird zu einem begleitenden Prozess, der sich der Ausstellung anpasst, nicht umgekehrt.

Das System aus Charging Station, Web-App und Wearable erstellt individuelle Routen, führt diskret per Vibration und ergänzt Inhalte nach dem Besuch. So erleichtert die individuelle Routenzusammenstellung unterschiedlichen Besucher*innenprofilen den Zugang zu Ausstellungen.

CAVEO – Zwischen Alltag und Krise

CAVEO ist mehr als ein modulares Möbelkonzept – es ist ein multifunktionales Schutzsystem, das privaten Hochwasserschutz subtil in den Alltag integriert. CAVEO lässt sich flexibel erweitern und passt sich individuellen Wohnbedürfnissen ebenso an wie extremen Wettersituationen.

Im Alltag als stilvolles Sitzmöbel nutzbar, offenbaren die einzelnen Elemente im Ernstfall ihre verborgene Funktion: Die Polster beinhalten Sandsäcke, die über Reißverschlüsse schnell zugänglich sind. Die Siebdruckplatten des Gestells lassen sich zu schützenden Barrieren für Schwachstellen am Haus umfunktionieren.

Im Spannungsfeld zwischen Alltag und Krise soll so ein Konzept entstehen, das präventives Verhalten fördert und in akuten Situationen konkrete Hilfe leisten kann. Die Arbeit versteht sich als gestalterischer Impuls für eine designbasierte Resilienzstrategie: Sie soll aufzeigen, wie Design dazu beitragen kann, das alltägliche Leben mit klimabedingten Risiken aktiv und vorausschauend zu gestalten.

KINETIC AID; More than just a crutch.

Die entwickelte Mobilitätshilfe verfolgt das Ziel, klassische Krücken, die bislang kaum an den natürlichen menschlichen Bewegungsablauf angepasst sind, durch ein biomechanisch optimiertes System zu ersetzen, das sich funktional am menschlichen Fuß orientiert und den Nutzer aktiv bei der Fortbewegung unterstützt.

Durch eine mechanische Achse und frei gelagerte Carbon-Blattfedern kann die Krücke Energie beim Auftreten aufnehmen, speichern und gezielt wieder abgeben. Dadurch entsteht eine dynamische, vorwärtsunterstützende Bewegung, die den Energieaufwand reduziert und gleichzeitig Stoßbelastungen auf Hände, Schultern und Rücken abfedert.

Die progressive Federstruktur passt sich kontrolliert an unterschiedliche Belastungen an und ermöglicht ein natürlicheres und komfortableres Laufgefühl. Zusätzlich kann das modulare System individuell an verschiedene Nutzer, Körpergewichte und Rehabilitationsphasen angepasst werden.

Malía – Impulse. Wahrnehmen. Bewegen.

Bewegungsmangel und eine verringerte Körperwahrnehmung gehören inzwischen im Büro- und Homeoffice-Alltag zu den größten Gesundheitsrisiken unserer modernen, sitzenden Gesellschaft. Herkömmliche ergonomische Sitzmöbel fordern körperliche Aktivität jedoch meist nicht ausreichend ein.

“Malía” dient dazu, präventive gesundheitsfördernde Bewegung ohne bewusste Anstrengung oder technische Barrieren als intuitiven, permanenten Bestandteil direkt in den Arbeitsalltag zu integrieren.

Das Sitzmöbel nutzt hierfür ein innovatives, komplett stromloses Luftkissensystem mit einem mechanischen Drosselrückschlagventil. Beim Hinsetzen gleicht die Sitzfläche einem instabilen Gymnastikball und wirkt bewegungsfördernd. Über den Zeitraum von 20 bis 30 Minuten entweicht die Luft leise und lässt das Kissen spürbar fester werden. Dieser taktile Reiz fungiert als subtiler Impuls für einen Haltungswechsel oder eine kurze Pause. Beim Aufstehen füllt sich das Kissen automatisch wieder mit Luft.

To Brick or Not to Brick

To Brick or Not To Brick untersucht, wie Design demokratisiert und für alle zugänglich gemacht werden kann. Im Zentrum steht ein modulares Möbelsystem, das Nutzer ermöglicht, Möbel selbst zu gestalten, anzupassen und weiterzuentwickeln. Grundlage ist ein eigens entwickeltes Verbindungssystem, inspiriert vom LEGO-Technic. Vier Pins sorgen für stabile und zugleich flexible Verbindungen von sogenannten Bircks. Ergänzt wird das System durch zwei Werkzeuge, die den Auf- und Abbau ermöglichen.

Ein dreidimensionales Raster gewährleistet die Kompatibilität aller Möbelmodule. So können unterschiedliche Möbelstücke miteinander kombiniert und erweitert werden. Über einen webbasierten Konfigurator lassen sich Möbel intensiv entwerfen. Entwürfe werden automatisch in 3D-Daten übersetzt, gespeichert und mit anderen geteilt.

To Brick or Not To Brick versteht sich als offene Plattform für partizipatives Design und verbindet digitale Werkzeuge mit analoger Produktion.