Granitsystemmöbel 1

Arne Soltau und Stefan Knauf

April / April - 2018

Universität der Künste Berlin

Was ist es?

Eine Sitzgruppe aus Granit und Bronze, zusammengefügt durch ein innovatives Designsystem, das die schweren, grob gebrochene Krustenplatten von Granitblöcken erfahrbar und verwendbar macht und auf einem Stecksystem massiver Bronzeelemente schwebend inszeniert.

Was ist das Thema?

Thema ist vor allem die Redundanz künstlicher Probleme in Designfragen. Künstliche Lösungen für künstliche Probleme bestimmen den Konsumindex. Durch unser Objekt wird diese Problematik sichtbar und ad absurd geführt. Eine Reflexion wird so möglich.

Warum sieht es so aus?

Das hohe Gewicht wird durch die außengelagerten Vertikalen unsichtbar, die Installation wird so sichtbar leichter. Die natürlich gebrochene Oberfläche steht im Kontrast zur technisch systematischen Unterkonstruktion.

Was ist das Besondere?

Es ist ein Möbelsystem und endlos rekombinierbar und erweiterbar. Durch das hohe Gewicht und die damit verbundenen Umstände wird der Begriff System kritisch beleuchtet und ad absurdum geführt. Die grobe Oberfläche des Steins wird erst durch den gestalterischen Eingriff benutzbar, Bronzetabletts so zu platzieren, dass punktuell gerade Flächen entstehen. Diese sind starr und nicht beweglich, sie passen nur jeweils an eine bestimmte Stelle in der Topografie.

Was ist neu?

Bei den grob gebrochenen Krustenplatten handelt es sich um ein Abfallprodukt, dass keine Nutzung ermöglicht. Durch das Anerkennen der Natur des Materials und dem Umgang damit, wird der Gegensatz erfahrbar. Die nutzlose Oberfläche wird somit als Tisch nutzbar.