Applikation von Fengshui im Produktdesign

Mit der Applikation der traditionellen chinesischen Harmonielehre Fengshui im Produktdesign wird auf innovative Weise Raumqualität verbessert und ein Produktmehrwert erschaffen. Durch die Gestaltung des gezeigten Haushalts-Luftfilters ist eine Personalisierung des Produkts möglich, und es kann an die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden – so werden im persönlichen Umfeld Harmonie und Ausgleich erzielt, was zu einer besseren Raum- und Lebensqualität führt. Diese Anpassungsfähigkeit wird durch eine reduzierte, jedoch modulare Gestaltung des Produkts ermöglicht. Dabei dient der Korpus als Leinwand, um die ausgewählten Materialien (Fünf-Elemente-Lehre) hervorzuheben, sodass sie sich in der Umgebung entfalten können. Die Anpassungsfähigkeit ist durch den Einsatz verschiedener Filtermaterialien auch im Inneren vorhanden. Das Ziel dieser Arbeit ist es, neue Wege in der Gestaltung von Alltagsprodukten aufzuzeigen – mit Fokus auf der Wirkung des Produkts auf den Menschen und dessen Umfeld.

Woven Self

In meiner Arbeit wird persönlicher Bruch zu einer Quelle von Stärke, Schönheit und Transformation. Inspiriert von Carl Jungs Konzept des Schattens und dem Weg der Individuation wende ich mich den verborgenen, verletzten und oft abgelehnten Teilen des Selbst zu. Meine Arbeiten werden zu einem Medium für diese innere Reise. Zerbrochene Steine und verflochtene Haarsträhnen dienen als Metaphern für Resilienz, Erinnerung und Heilung. Haare sind, obwohl zart, unglaublich stark – ein Symbol für den Widerspruch zwischen Verletzlichkeit und Stärke. In gebrochene Materialien eingeflochten, werden sie zu einem Kontinuitätsfaden, ähnlich der DNA, der Geschichten, Traumata und Identitäten miteinander verbindet. Jeder Knoten und jede Verbindung erzählt eine Geschichte, nicht nur von Heilung, sondern von Werden. Mein Schmuck spricht von Momenten der Zerbrechlichkeit und der stillen Wandlung und lädt die Träger:innen ein, Brüche nicht als Ende, sondern als Anfang zu begreifen. Wenn wir uns wieder zusammensetzen, kehren wir nicht zu dem zurück, was wir waren. Wir tragen die Schönheit des Bruchs in uns und werden zu etwas völlig Neuem.

wichtige triviale Fragen

Stehen die Wassergläser im Schrank mit der Öffnung nach oben oder unten? Geht man lieber bowlen oder kegeln? Solche zunächst trivial wirkenden Fragen entfalten bei näherer Betrachtung erstaunliches Gesprächspotenzial. Genau hier setzt das Kennenlernspiel „wtf – wichtige triviale Fragen“ an. Es stellt scheinbar unsinnige Fragen, die schnell zu unterhaltsamen Diskussionen führen. Denn oft zeigt sich, dass vermeintlich Selbstverständliches unterschiedlich wahrgenommen wird. Diese Unterschiede bringt wtf ans Licht und rückt sie ins Zentrum des Gesprächs.

Das Spiel schafft Raum für humorvolle, manchmal hitzige Gespräche über Alltägliches. Dabei lernt man sein Gegenüber auf eine neue, persönliche Weise kennen. Trotz kontroverser Meinungen steht der Spaß im Vordergrund, und man erkennt, dass verschiedene Sichtweisen bereichern können. Indem man seine Meinung begründet, versteht man andere besser – und überdenkt vielleicht selbst seine eigene Sicht.

Mut zur Ecke

Im Rahmen dieses Projekts entstand ein modulares Sideboard, das gezielt um ein innovatives Eckmodul erweitert wurde. Der Entwurf reagiert auf die Anforderungen moderner Wohnsituationen, in denen Raum oft knapp bemessen ist. Ziel war es, eine flexible und ästhetisch überzeugende Lösung für ungenutzte Ecken im Wohnbereich zu schaffen.

Das Systemmöbel passt sich dank seines modularen Aufbaus verschiedensten Raumsituationen an – sowohl in seiner Form als auch in der Fläche erweiterbar. Besonderes Augenmerk lag auf der effizienten Nutzung von Zimmerecken, die durch das integrierte Eckmodul funktional erschlossen und gestalterisch aufgewertet werden.

Klarheit in der Formensprache, zeitgemäßes Design und eine hohe Alltagstauglichkeit zeichnen das Möbel aus. Es verbindet Gestaltungsanspruch mit Funktionalität und ermöglicht eine individuelle Anpassung an sich wandelnde Lebensumstände – langlebig, wandelbar und raumoptimierend.

Organische Eleganz und natürliche Opulenz

In meiner Masterarbeit spielt die Natur eine zentrale Rolle. Durch meinen Ausflug in die Natur ist mir noch einmal bewusst geworden, wie komplex die Formen in der Natur wirklich sind. Sie ist ein „genialer Gestalter“ – nichts wird dem Zufall überlassen. In meiner Masterarbeit habe ich durch die Recherche erkannt, dass die Wellenform eine große Rolle in der Natur spielt. Durch diese Erkenntnis habe ich „die Welle“ zu meiner „Form der Masterarbeit“ ernannt.

Das Arbeiten mit natürlichen Materialien hat mir viele neue Ideen eröffnet und mich von den traditionellen Techniken des Goldschmiedehandwerks gelöst. Ziel meiner Masterarbeit war es, eigene Formen zu entwickeln, die von der Natur inspiriert sind und die Wertschätzung für die Natur dadurch hervorzuheben. Die entstandenen Schmuckstücke schmiegen sich durch ihre fließende Formsprache an den Körper an.

ArtJourney

Sich im breiten Angebot an Kunstausstellungen und Institutionen zurechtzufinden, kann eine Herausforderung sein. Die Plattform ArtJourney begleitet Kunstneulinge bis -kenner deswegen ganzheitlich auf ihren individuellen Entdeckungsreisen durch die deutsche Kunstmuseumslandschaft: Vom Entdecken ihrer Interessensgebiete und dem gezielten Suchen dazu passender Ausstellungen, über das Merken ihrer Favoriten bis hin zum abschließenden Dokumentieren der tatsächlich besuchten Ausstellungen und dem Teilen ihrer Eindrücke mit der Community. Damit ist die Webseite ein innovativer Kanal für Kunstmuseen, um ihre Attraktivität zu steigern, einer breiten neuen Zielgruppe einen Überblick über ihre Ausstellungen zu verschaffen und ihnen Motivation zu liefern, einen Museumsbesuch in die Tat umzusetzen.
Das Abschlussprojekt erprobt, wie Design mit und für Kunst im Fokus gestaltet sein kann, ohne sie zu überlagern.

Intermezzo

Stell dir eine Bushaltestelle vor, an der Menschen gerne Zeit verbringen — ein „dritter Ort“, an dem sich Menschen treffen und aufhalten. Genau das ist die Idee hinter Intermezzo. Intermezzo verwandelt den zentralen Busbahnhof einer Kleinstadt in einen Freizeitort, der die Lebensqualität verbessert und gleichzeitig Mobilitätsbedürfnisse erfüllt. Mobilitäts- und Umsteigebereiche ermöglichen einen einfachen Wechsel zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln. Der parkähnliche Aufenthaltsbereich definiert die Wartezeit als freie Zeit, in der die Menschen selbst entscheiden können, wie sie diese verbringen. Dies wird vor allem durch das Mobiliar erreicht.

Das Intermezzo-Mobiliar wurde auf Grundlage von Beobachtungen des Warteverhaltens von Schüler:innen an einer Bushaltestelle entworfen. Die Möbelstücke spiegeln die kreisförmige Struktur von Gruppensituationen wider. Sie bestehen aus modularen Segmenten, die in verschiedenen Kombinationen aufgestellt werden können, um den Bedürfnissen sowohl großer interaktiver Gruppen als auch kleinerer Gruppen gerecht zu werden. Jedes Segment kann auf drei verschiedene Arten montiert werden — entweder als Bank, Stehsitz oder Tisch — und verfügt über Haken zum Aufhängen von Taschen.

Traces of places

Tags, die ursprünglichste Form des Graffiti. Sie sind ein Hinweis auf menschliche Anwesenheit mit einem Ausdruck von Identität, den jeder von uns heutzutage hinterlassen möchte – nicht nur analog, sondern auch virtuell.
Jeder von uns besitzt mittlerweile zwei Identitäten, ohne dass uns das bewusst ist. Man möchte einen Teil seiner Identität konservieren und für die Nachwelt festhalten. Die analoge Form des Taggens hingegen ist nur kontemporär, flüchtig und nicht für die Ewigkeit. Sie verblassen, verschwinden, werden entfernt oder „gecrosst“. Genau das war Grund und Anlass, sie festzuhalten.
Um eine Verortbarkeit und Unverwechselbarkeit herzustellen, ohne bloße Kopien der Kunstwerke durch Fotografie zu erzeugen, wollte ich dennoch, dass die Orte eine Rolle spielen. Hier kam meine zweite Faszination ins Spiel: Spiegelungen. Hinweise auf die Orte, wo ich die Tags gefunden habe. Orte, die belebt und nun verlassen sind.
Wäre die Welt ohne Tags eine ohne Seele? …

Konzept eines emissionsfreien Krabbenkutters

Das Krabbenfischen ist von der norddeutschen Küste nicht mehr wegzudenken, schon seit Jahrzehnten ist es ein Grundpfeiler der Wirtschaft und Nahrungsversorgung vieler Küstenstädte. Durch Faktoren wie die Großfischerei wurde jedoch die Krabbe zu einem reinen Konsumprodukt. Steigende Nachfrage und immer größere Fangschiffe hatten sinkende Bestände und ein stärker bedrohtes Ökosystem zur Folge. Des Weiteren verlor die private und familiäre Kleinfischerei an Bedeutung.

Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, gibt es das Eco-Kutter-Konzept. Dieser knapp 20 Meter lange Kutter setzt neue Technologien ein, um das Krabbenfischen nachhaltiger und zukunftssicherer zu machen. Durch eine Hybridlösung mit einem elektrischen Azi-Pod-Antrieb und einer modularen Energieversorgung, bestehend aus einem mit E-Fuels betriebenen Generator und Batterien, können verschiedene schädliche Umwelteinflüsse reduziert werden.

Die stille Bedrohung durch Plastik

Meine Masterarbeit ist eine reflektierende Zusammenfassung meiner Erfahrungen an der Hochschule der Bildungskunst Saarbrücken. Das zentrale Thema meiner Arbeit befasst sich mit dem weltweiten Plastikproblem und dem Konsumverhalten der Menschen, das diese Krise weiter verschärft. Im Fokus steht die Verantwortung, die durch alltägliche Gewohnheiten entsteht, sowie das fehlende Bewusstsein für die Konsequenzen unseres Handelns. Daher trägt meine Masterarbeit den Titel „Die stille Bedrohung durch Plastik“.
Dieses Projekt ist eine Weiterentwicklung meiner Bachelorarbeit im Studiengang Kommunikationsdesign, in der ich mich mit der Verbindung zwischen Mensch und Natur auseinandergesetzt habe. Aus dieser Auseinandersetzung heraus entstand mein Masterarbeitsthema.
Meine Arbeit wurde in Form einer Mapping-Projektion realisiert. Die Animation nutzt eindringliche Bilder, um die Problematik von Plastikverschmutzung darzustellen. Besonders prägnant ist eine Szene, in der ein Embryo – ein ungeborenes …