smal

Ein Hocker für nachbarschaftliche Begegnungen.
Städtische Räume sind zunehmend von Anonymität geprägt – Smal setzt dem ein Möbelstück entgegen, das zu spontanen Interaktionen unter Nachbar*innen einlädt.
Im Flur hängend, ist der klappbare Hocker stets griffbereit und kann leicht nach draußen getragen werden, um Schwellenräume zu beleben und Momente des Zusammenseins zu schaffen.
Dank seiner leichten Bauweise ist er vielseitig einsetzbar – als Sitzgelegenheit oder kleine Ablagefläche. Er ermutigt dazu, den öffentlichen Raum wieder als sozialen Treffpunkt zu entdecken.

Science Fiction Kurzfilm “Schönheit und Bewusstsein”

„Schönheit und Bewusstsein: Eine Reise zur Selbstakzeptanz“ ist ein spekulativer Science-Fiction-Kurzfilm, der sich kritisch mit digitalen Schönheitsidealen, innerer Transformation und Selbstwahrnehmung auseinandersetzt. In einer futuristischen Gesellschaft, in der Selbstoptimierung zur Norm geworden ist, erlebt die Protagonistin einen emotionalen Wandel: Ein digitaler Mentor – inspiriert durch die Marte-Meo-Methode – begleitet sie dabei, ihr eigenes Selbstbild zu hinterfragen und sich von externalisierten Idealen zu lösen. Ziel des Projekts war es, psychologische Prozesse wie Körperwahrnehmung, Unsicherheit und Reflexion visuell nachvollziehbar zu machen. Der Film verbindet 3D-Animation, narrative Inszenierung und emotionale Gestaltung zu einer atmosphärischen, immersiven Erzählung. Gleichzeitig schafft er einen kritischen Zugang zu gesellschaftlich verankerten westlichen Schönheitsnormen und eröffnet einen Dialog über Identität, Digitalität und mentale Gesundheit.

Building Teenage Resilience

Psychische Gesundheit von Jugendlichen verschlechtert sich zunehmend – allein 2021 zeigte fast ein Drittel der Kinder in Deutschland Auffälligkeiten, 2022 äußerte die Hälfte der Jugendlichen Zukunftsängste. Präventive Maßnahmen fehlen oft im Alltag. Genau hier setzt Building Teenage Resilience an: Die digitale Plattform vermittelt in interaktiven Schulformaten Kompetenzen wie Emotionsregulation, Kommunikation und Problemlösung. Ergänzt wird dies durch Achtsamkeitsübungen, Pausenroutinen und kontinuierliches Emotionstracking. So wird mentales Wissen im Alltag verankert. Ein persönliches Schülerprofil sowie der Chatbot Ehm bieten niederschwelligen Zugang zu individuell passenden Ressourcen. Intelligente Monitoringfragen helfen, Belastungen frühzeitig zu erkennen und passende Unterstützung bereitzustellen – datenbasiert, wirksam und alltagsnah.

Birds and Boxes

Die Skinnerbox ist ein Experimentierkäfig aus der Verhaltenspsychologie, in welchem untersucht wird, wie Tiere durch das Drücken eines Knopfes und die darauffolgende Belohnung mit Futter gezielt zu bestimmten Verhaltensweisen konditioniert werden können. Die Mechanismen der Skinnerbox finden sich im Smartphone wieder, und wir werden zum Scrollen und Nutzen des Gerätes konditioniert. Statt mit Nahrung wird der Nutzer mit Verbindung belohnt. Durch Likes, Kommentare, News oder neue Posts wird ein tief verwurzeltes Bedürfnis nach Gemeinschaft, Interaktion und Anerkennung angesprochen.

Die App Birds and Boxes ermutigt den Nutzer, den radikalen Schritt zu gehen, das Smartphone auszuschalten und sich so aus der Skinnerbox des Smartphones zu befreien. Die Zeit, welche das Smartphone ausgeschaltet bleibt, trackt der Nutzer mit der App. Durch häufiges Ausschalten und damit zunehmender getrackter Gesamtzeit werden metaphorische Vögel aus der Skinnerbox befreit.

Auf halber Treppe

„Auf halber Treppe“ setzt dort an, wo Menschen nah beieinander wohnen, aber meist wenig miteinander teilen – außer dem Treppenhaus. Ziel ist es, Gestaltungselemente zu schaffen, die nachbarschaftliche Gemeinschaft in Mehrparteienhäusern fördern. Drei Objekte im Treppenhaus eröffnen subtil Raum für Austausch, Vertrauen und Begegnung: Ein „schwarzes Brett“ erleichtert die hausinterne Kommunikation, ein „Schuppen“ regt dazu an, Gegenstände in der Hausgemeinschaft zu teilen, und ein „Türkranz“ mit Garderobenfunktion macht vor der Tür sichtbar, wer hinter der Tür wohnt. So kann aus anonymer Nachbar*innenschaft eine solidarische Hausgemeinschaft entstehen. Das Projekt berücksichtigt Brandschutz sowie bauliche Vorgaben und zeigt exemplarisch, wie durch Gestaltung gesellschaftliche Themen wie Vereinsamung, Hyperindividualismus und andere Folgen der Urbanisierung im Kleinen behandelt und im Großen verändert werden können – als Beitrag zu mehr Miteinander und Solidarität im urbanen Zusammenleben.

Anamnese Plus

Anamnese Plus ermöglicht medizinischem Fachpersonal die intuitive Erfassung von Ultraschalldaten – unterstützt durch KI-basiertes Echtzeit-Feedback und visuelle Projektion auf den Körper. Die Datenerhebung erfolgt ohne umfangreiche Spezialausbildung; ärztliche Auswertung und Durchführung sind klar getrennt. So entsteht ein niedrigschwelliges Diagnostikangebot, das die Primärversorgung stärkt und insbesondere ländliche Regionen entlastet. Angesichts des bevorstehenden Ruhestands von rund 68 % der Hausärzt*innen in den nächsten zehn Jahren leistet Anamnese Plus einen Beitrag zur Sicherung der medizinischen Grundversorgung. Durch Integration in öffentliche Räume wie Apotheken oder Schulen wird der Zugang zur Diagnostik erleichtert, Versorgungslücken werden reduziert. Anamnese Plus ersetzt keine ärztliche Expertise, sondern ergänzt bestehende Strukturen durch technologische Innovation – effizient, alltagsnah und ressourcenschonend.

wichtige triviale Fragen

Stehen die Wassergläser im Schrank mit der Öffnung nach oben oder unten? Geht man lieber bowlen oder kegeln? Solche zunächst trivial wirkenden Fragen entfalten bei näherer Betrachtung erstaunliches Gesprächspotenzial. Genau hier setzt das Kennenlernspiel „wtf – wichtige triviale Fragen“ an. Es stellt scheinbar unsinnige Fragen, die schnell zu unterhaltsamen Diskussionen führen. Denn oft zeigt sich, dass vermeintlich Selbstverständliches unterschiedlich wahrgenommen wird. Diese Unterschiede bringt wtf ans Licht und rückt sie ins Zentrum des Gesprächs.

Das Spiel schafft Raum für humorvolle, manchmal hitzige Gespräche über Alltägliches. Dabei lernt man sein Gegenüber auf eine neue, persönliche Weise kennen. Trotz kontroverser Meinungen steht der Spaß im Vordergrund, und man erkennt, dass verschiedene Sichtweisen bereichern können. Indem man seine Meinung begründet, versteht man andere besser – und überdenkt vielleicht selbst seine eigene Sicht.

Mut zur Ecke

Im Rahmen dieses Projekts entstand ein modulares Sideboard, das gezielt um ein innovatives Eckmodul erweitert wurde. Der Entwurf reagiert auf die Anforderungen moderner Wohnsituationen, in denen Raum oft knapp bemessen ist. Ziel war es, eine flexible und ästhetisch überzeugende Lösung für ungenutzte Ecken im Wohnbereich zu schaffen.

Das Systemmöbel passt sich dank seines modularen Aufbaus verschiedensten Raumsituationen an – sowohl in seiner Form als auch in der Fläche erweiterbar. Besonderes Augenmerk lag auf der effizienten Nutzung von Zimmerecken, die durch das integrierte Eckmodul funktional erschlossen und gestalterisch aufgewertet werden.

Klarheit in der Formensprache, zeitgemäßes Design und eine hohe Alltagstauglichkeit zeichnen das Möbel aus. Es verbindet Gestaltungsanspruch mit Funktionalität und ermöglicht eine individuelle Anpassung an sich wandelnde Lebensumstände – langlebig, wandelbar und raumoptimierend.

Organische Eleganz und natürliche Opulenz

In meiner Masterarbeit spielt die Natur eine zentrale Rolle. Durch meinen Ausflug in die Natur ist mir noch einmal bewusst geworden, wie komplex die Formen in der Natur wirklich sind. Sie ist ein „genialer Gestalter“ – nichts wird dem Zufall überlassen. In meiner Masterarbeit habe ich durch die Recherche erkannt, dass die Wellenform eine große Rolle in der Natur spielt. Durch diese Erkenntnis habe ich „die Welle“ zu meiner „Form der Masterarbeit“ ernannt.

Das Arbeiten mit natürlichen Materialien hat mir viele neue Ideen eröffnet und mich von den traditionellen Techniken des Goldschmiedehandwerks gelöst. Ziel meiner Masterarbeit war es, eigene Formen zu entwickeln, die von der Natur inspiriert sind und die Wertschätzung für die Natur dadurch hervorzuheben. Die entstandenen Schmuckstücke schmiegen sich durch ihre fließende Formsprache an den Körper an.

ArtJourney

Sich im breiten Angebot an Kunstausstellungen und Institutionen zurechtzufinden, kann eine Herausforderung sein. Die Plattform ArtJourney begleitet Kunstneulinge bis -kenner deswegen ganzheitlich auf ihren individuellen Entdeckungsreisen durch die deutsche Kunstmuseumslandschaft: Vom Entdecken ihrer Interessensgebiete und dem gezielten Suchen dazu passender Ausstellungen, über das Merken ihrer Favoriten bis hin zum abschließenden Dokumentieren der tatsächlich besuchten Ausstellungen und dem Teilen ihrer Eindrücke mit der Community. Damit ist die Webseite ein innovativer Kanal für Kunstmuseen, um ihre Attraktivität zu steigern, einer breiten neuen Zielgruppe einen Überblick über ihre Ausstellungen zu verschaffen und ihnen Motivation zu liefern, einen Museumsbesuch in die Tat umzusetzen.
Das Abschlussprojekt erprobt, wie Design mit und für Kunst im Fokus gestaltet sein kann, ohne sie zu überlagern.