CAPTin Kiel

Simeon Ortmüller, Vincent Steinhart-Besser, Yigang Shen, Jingyue Chen, Tobias Gehrke (bei Prof. Detlef Rhein)

Februar / February - 2019

Muthesius Kunsthochschule Kiel

Was ist es?

„CAPTin Kiel“ steht für Clean Autonomous Public Transport in Kiel. Das Projekt beschäftigt sich mit der Entwicklung einer autonomen Mobilitätskette durch die Kombination sauberer Bus- und Fährverkehre. Gleichzeitig wurden Leitmotive für intelligente Mobilität und ein neues Wahrzeichen in Kiel entwickelt.

Was ist das Thema?

Wie sieht die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs auf der Kieler Förde aus? Kiel wächst und die Mobilität in der Stadt braucht attraktive Angebote, um den Verzicht auf das Auto zu erleichtern und die ambitionierten Klimaziele zu erreichen. Dass der Fährverkehr in diesem Zusammenhang das West- und Ostufer über einen längeren Zeitraum am Tag und in engerer Taktung verbindet und dass dabei die Anschlüsse an den Busverkehr eine zentrale Rolle spielen, liegt auf der Hand. Innerhalb des Projektrahmens sind zwei unterschiedliche Konzepte mit den Namen "Floating Platform" und "Passage" gestaltet worden.

Warum sieht es so aus?

Zielsetzung des Projektes „CAPTin Kiel“ ist es einen neuen Typus einer Fähre zu entwickeln. Dabei wird nicht einfach nur die bisherige Dieselfähre auf der Kieler Förde durch eine elektrische Version ersetzt, sondern das gänzliche Potential der neuen Technologien ausgeschöpft. Das Ziel der Fahrgasträume zudem einen großen Überblick über die Förde zu ermöglichen wird durch großzügige Fensterbereiche erreicht.

Was ist das Besondere?

Sauberer Fährverkehr auf dem Wasser ist ein wesentlicher Schritt für die Energiebilanz der Stadt Kiel. Die Erschöpfung dieser neuen Technologien kann eine positive Auswirkung auf den zukünftigen Schiffbau haben. Die Fähren bilden ein neues Wahrzeichen und sind ein Demonstrator für die ambitionierten Klimaziele der Stadt. Die bessere Anbindung von Ost- und Westufer zueinander beeinflussen das Stadtbild langfristig. Das Ostufer, derzeit geprägt durch ansässige Unternehmen und die Fachhochschule Kiel, kann auf eine ganz neue Art und Weise erschlossen werden. Die gute Anbindung an den vorhandenen ÖPNV ermutigt zudem auf das Auto zu verzichten oder gleich das Fahrrad zu benutzen.

Was ist neu?

Das autonome Fahren ermöglicht neue Denkweisen, wie zum Beispiel eine deutlich höhere Taktung und einen 24/7 Betrieb, gesteuert nach Bedarf. Bei solchen neuen Technologien ist es notwendig die unbekannten Funktionsweisen zu erläutern, um Verständnis, Vertrauen als auch ein Sicherheitsgefühl zu erzeugen und zu vermitteln. Die „Floating Platform“ vermittelt dies live, über eine Kartenansicht der Kieler Förde mit allen Beförderungsmitteln auf dem Wasser und den zu fahrenden Wegen. Das Konzept „Passage“ wiederum gibt einen Einblick in das autonome Fahren über eine „Augmented Reality“ Ansicht auf der Frontscheibe, über die der Weg und alle Teilnehmer dargestellt werden.