Hyperculture – Cultural practices across East and West

Im Alltag wird immer deutlicher, dass sich kulturelle Grenzen auflösen und nicht mehr klar als „östlich“ oder „westlich“ einzuordnen sind. Hyperculture beschreibt dieses Verschwimmen kultureller Grenzen und ermöglicht das Nebeneinander unterschiedlicher Kulturen in einer globalisierten Welt. Das Thema “Hyperculture – Cultural practices across East and West” wird anhand von 3 Arbeiten umgesetzt:1. Publikation: Die Wendepublikation setzt sich mit kulturellen Praktiken im Osten und Westen auseinander und kann aus beiden jeweiligen Perspektiven gelesen werden. Verdeutlicht wird dies durch Interviews, Zitate, Artikel, Bilder und eigene visuelle Darstellungen.

2. Plakat: Das Lentikularplakat mit Morphing-Effekt basiert sich auf die zwei Cover der Wendepublikation.

3. Vase: Die Vase verkörpert eine hybride Identität in Objektform, da sie blaue Porzellanmalerei mit östlichen und westlichen Motiven verbindet.

motte – tragbarer Mixer mit integrierter Passierfunktion, für mehr Freiheit und Lebensqualität im Alltag mit Dysphagie

Weltweit sind etwa 590 Millionen Menschen von einer Dysphagie (Schluckstörung) betroffen. Auch wenn der Großteil der Betroffenen auf stationäre oder ambulante Pflege angewiesen ist, gibt es dennoch einige Menschen, die trotz der Dysphagie mitten im Leben stehen.

Eine der größten Herausforderungen für Menschen mit Dysphagie ist, dass sie ausschließlich Speisen mit bestimmten, zum Beispiel sehr feinen Konsistenzen, zu sich nehmen können. Ein spontaner Besuch beim Imbiss, im Restaurant oder beim Bäcker wird dadurch erschwert. Viele müssen ihren Tag so planen, dass sie zu Hause essen oder ihr eigenes Essen mitbringen.

Mit „motte“ ist das anders: Mit wenigen Handgriffen lassen sich unterwegs verschiedenste Speisen dank der Mix- und Passierfunktion zu feinen, homogenen Pürees verarbeiten. Der doppelwandige Edelstahlbecher hält die Nahrung länger warm, sodass die Speisen auch bei langsamer oder erschwerter Nahrungsaufnahme, angenehm temperiert bleiben.

RTW 25

Die Kollektion „RTW 25“ definiert das Kleidungsstück als architektonisches Objekt neu: präzise, volumetrisch und radikal, aber dennoch im alltäglichen Tragen verankert. Inspiriert von Le Corbusiers Atelierwohnung in Paris und der Unité d’Habitation in Marseille übersetzt die Kollektion architektonische Prinzipien wie Modularität, Proportion und klare Linienführung in Kleidung. Anstatt die Tragbarkeit infrage zu stellen, verhandelt RTW sie neu. Kleidungsstücke werden hierbei nicht als statische Formen verstanden, sondern als Räume, die durch Bewegung und Nutzung bewohnt werden.

Durch experimentelle Handwerkskunst entstehen Silhouetten, die zwischen Weichheit und Struktur changieren, nah am Körper bleiben und gleichzeitig eine eigene räumliche Präsenz behaupten.

So verbindet das Projekt Handwerk, Schlichtheit sowie kühne Eleganz und eröffnet neue Perspektiven auf Mode, Raum und Tragbarkeit.

Change is_

Städte breiten sich aus, Gletscher schmelzen, die biologische Vielfalt verändert sich und die Weltbevölkerung wächst stetig weiter. Diese Veränderungen sind sichtbar, messbar und unbestreitbar. Doch hinter diesen großflächigen Transformationen verbergen sich persönliche Geschichten von Verlust, Resilienz, Anpassung und Hoffnung, die oft unbemerkt bleiben. Wir messen Wandel in Zahlen. Aber wir haben die Menschen dahinter vergessen.

Dieses Projekt untersucht, wie Design komplexe Transformationen in zugängliche visuelle Narrative übersetzen kann. Es erforscht zwölf verschiedene Formen des Wandels, eine für jeden Monat des Jahres, und stellt dabei zwei Fragen: Was zeigen die Fakten? Und wie erleben Menschen dies tatsächlich? Für jedes Thema präsentiert ein Buch messbare Fakten durch Informationsdesign, während eine Website persönliche Geschichten teilt. Zusammen bilden sie ein konzeptionelles System, das beide Dimensionen im Spannungsfeld hält. Wie Schwarz und Weiß. Wie Daten und Gefühle. Wandel ist beides.

Archiv für Erinnerungen

In einer Zeit, in der unser Alltag von Effizienz, Rationalisierung und digitalem Overload geprägt ist, möchte ich ein Zeichen für Entschleunigung, Sinnlichkeit und spielerischer Erfahrung setzen. Mein Objekt fordert uns auf, zu verweilen, zu berühren und zu entdecken. Ich habe mich mit der Frage beschäftigt was für ein Leben wir uns schaffen, wenn wir sämtliche Hürden aus ihm streichen und uns in die totale Komfortzone begeben. Ich habe versucht Prinzipien der Zugänglichkeit, Schnelligkeit und Benutzerfreundlichkeit im Design zu hinterfragen und einen Gegenvorschlag zu erarbeiten.

Dabei besteht meine Arbeit aus zwei Objekten: Ein Schubkastenschrank – Das Archiv – und einer Konsole. In der Konsole ist ein drehbarer Quader integriert, auf dem sich ein Steuermodul und drei Rätselmodule befinden. Die Schubkästen sind versperrt und lassen sich händisch nicht öffnen. Erst durch lösen der drei Rätsel gibt das Archiv seinen Inhalt frei.

Kein Holzstück mehr

»Kein Holzstück mehr« ist ein Designobjekt aus 318 Fotografien und ausgewählten Zitaten, das sich mit Prothesen und verwandten Formen der Körpererweiterung auseinandersetzt. Ausgangspunkt ist die technische Entwicklung künstlicher Körperteile und deren Weiterentwicklung bis hin zu heutigen, technisch komplexen Systemen. Die Arbeit zeigt die Vielfalt unterschiedlicher Prothesenmodelle und macht sichtbar, wie eng Körper, Technik und gesellschaftliche Vorstellungen miteinander verwoben sind.

Basis dieses Projektes waren Interviews mit Personen, die selbst Prothesen tragen. Der Titel »Kein Holzstück mehr« ist ein Zitat aus einem dieser Gespräche und plays auf den Entwicklungsprozess von Prothesen an.

Topologien des Blicks

„Topologien des Blicks“ untersucht, wie KI-gestützte Videoüberwachung die Sichtbarkeit im Stadtraum neu organisiert. Am Beispiel des Kottbusser Tors werden Kameras im öffentlichen Raum und deren Blickfelder kartiert. Die Installation geht aus einer Recherche zu Videoüberwachung an den sogenannten kriminalitätsbelasteten Orten in Berlin hervor. Welche Folgen hat dies für die Menschen, die diesen Ort nutzen? Wie verändert sich Überwachung, wenn Bilder nicht nur aufgezeichnet, sondern algorithmisch bewertet werden?

Die Arbeit versteht sich als eine räumliche Untersuchung und im Sinne der Sousveillance als Gegenaufzeichnung jener Perspektiven, die Kameras vom Ort erfassen.

Format und Katastrophe

In der Logik digitaler Medien unterbricht die Katastrophe nicht den Fluss der Inhalte – sie wird selbst zum Inhalt (Content). Bilder von Zerstörung erscheinen als Teil eines fortlaufenden Updates. Was aber passiert, wenn dieser Fluss kippt?

Dieses Projekt untersucht digitale Bildkultur durch die Metapher der Baustelle – als Ort des Provisorischen und der permanenten Umstrukturierung. For-You-Feeds verweisen im Gegensatz dazu nicht auf etwas Fertiges, sondern auf ein Archiv in Bewegung, in dem Inhalte kontinuierlich reformatiert und neu gerahmt werden, während Struktur zunehmend Inhalt ersetzt und Formate selbst sichtbar werden.

Die Katastrophe des Formats verweist nicht allein auf den Bruch bestehender Strukturen, sondern stellt grundlegend infrage, ob sich in seiner entkörperlichten, standardisierten Logik bereits jene Störung andeutet, durch die Formatierung, Filterung und Wahrnehmung selbst zum Gegenstand gestalterischer Auseinandersetzung werden.

Collapsibles: Klappen, Knicken, Stecken, Falten, Rollen – anpassungsfähige Möbel als flexible und nachhaltige Lösung

Unter dem Titel „Collapsibles: Klappen, Knicken, Stecken, Falten, Rollen – anpassungsfähige Möbel als flexible und nachhaltige Lösung“ habe ich die Potenziale klappbarer Möbel untersucht. Ihre besondere Stärke liegt in ihrer Anpassungsfähigkeit: Sie reagieren flexibel auf unterschiedliche Anforderungen, ermöglichen Nutzenden eine aktive Mitgestaltung ihrer Umgebung und fördern eine spielerische Interaktion. Durch die Veränderung ihres Zustands können sie sich an verschiedene Nutzungssituationen anpassen und langfristig relevant bleiben.

Mit dem Entwurf entsteht eine Alternative zu modularen Systemen wie USM Haller oder dem FNP-Regalsystem. Das Möbel ist freistehend, bietet genormte Fächer für verschiedenste Objekte und lässt sich mit nur einem Innensechskantschlüssel montieren. Es kann von einer Person aufgebaut, erweitert, transportiert und individuell gestaltet werden. Dank langlebiger Materialien ist eine jahrzehntelange Nutzung möglich. So ist es ein stetiger Begleiter für die Zukunft.

Urban Komorebi

Mystery bietet eine neue Perspektive auf die Förderung von Kreativität und kann ein wertvolles Instrument bei der Gestaltung kreativer Arbeitsräume sein. Forschungsergebnisse zeigen, dass auf Mystery basierende Designstrategien Neugier wecken, zum Erkunden anregen und neue Denkweisen fördern können.

Urban Komorebi zeigt, wie Mystery in die Gestaltung von Arbeitsräumen integriert werden kann. Das Konzept basiert auf der „Verheißung neuer Informationen“: Ein visueller Hinweis suggeriert das Vorhandensein eines nahe gelegenen Fensters, obwohl tatsächlich kein Fenster existiert.

Das Produkt kombiniert eine Lichtinstallation mit Wanddekoration und besteht aus mehreren geschichteten Komponenten, darunter Faserplatten, ein LED-Streifen, opales Acrylglas, eine visuelle Ebene mit Schattenausschnitten, die während der Produktionsphase individuell angepasst werden können, sowie eine äußere Hülle aus Leinwand. Das dimmbare Licht bietet drei Farbtemperatureinstellungen, sodass Nutzer:innen die Atmosphäre an unterschiedliche Bedürfnisse und Vorlieben anpassen können. Mögliche Einsatzszenarien sind Übergangsräume, Bereiche in der Nähe individueller Arbeitsplätze sowie gemeinsam genutzte Gemeinschaftsbereiche.