VENTO Plus – Atmen ohne Kompromiss

Schweißer sind bei der Arbeit gesundheitlichen Risiken durch giftige Schweißdämpfe und schlechte Luftqualität ausgesetzt. Bestehende Schutzsysteme schränken oft die Bewegungsfreiheit ein und sind unbequem. Aus diesem Grund wurde die Schutzausrüstung VENTO Plus entwickelt, die effektiven Atemschutz mit Komfort, Bewegungsfreiheit und hoher Arbeitsqualität verbindet.

Eine Filtereinheit reinigt die Umgebungsluft von Partikeln und Gasen. Über Schläuche gelangt die gefilterte Luft zu Düsen, die Frischluft in den Helm leiten und Schweißrauch wegführen. Der Helm besitzt ein hochklappbares Visier für den schnellen Wechsel zwischen Schweiß- und Schleifarbeiten. Eine Weste trägt die technischen Komponenten und sorgt für ausgewogene Gewichtsteilung und Tragekomfort.

VENTO Plus verbindet so wirksamen Atemschutz mit einfacher Handhabung und hohem Komfort – als intuitive Unterstützung statt zusätzliche Last im Arbeitsalltag.

Augenschutz im Arbeitsschutz als Helmmodul

In Kooperation mit der Schuberth GmbH entstand ein neuartiges Augenschutzkonzept für Industrie und Feuerwehr. Ausgangspunkt waren eigene Erfahrungen mit bestehenden Korbbrillen, deren Tragekomfort, Bedienung und Alltagstauglichkeit Optimierungspotenzial zeigten.

Das Ergebnis ist eine Korbbrille mit charakteristischer Doppelscheibe, die mehr Raum für Korrekturbrillen bietet und gleichzeitig Schutz vor Beschlag, Hitze und Partikeln gewährleistet. Eine besondere Innovation ist das ergonomisch geformte Polster aus gegossenem PU-Schaum – eine in diesem Produktsegment bislang einzigartige Lösung. Im Vergleich zu herkömmlichen Gummiabdichtungen passt es sich besser an das Gesicht an und erhöht Komfort sowie Dichtigkeit. Ein modularer Klick-Mechanismus ermöglicht die schnelle Befestigung an unterschiedlichen Helmsystemen.

Die Gestaltung verbindet sportliche Dynamik mit einer freundlichen Formsprache zu einem funktionalen „Hero Design“.

HD18/600 TRANSFORM

Der HD18/600 TRANSFORM ist ein modularer, batteriebetriebener Schwerlaststapler, der bemannt, kooperativ oder vollständig autonom betrieben werden kann. Er ist als langfristige Investition konzipiert und ermöglicht einen schrittweisen Übergang vom bemannten zum autonomen Transport schwerer Güter bis zu 18 Tonnen.

Das Konzept lässt sich in verschiedene betriebliche Infrastrukturen integrieren, ohne dass umfangreiche Umrüstungen oder weitere Anschaffungen erforderlich sind. Zielgruppe sind lagerlogistische Betriebe, die sich im Wandel hin zur Automation befinden oder die Automatisierung als späteres Ziel haben.

Vertikale Säulen mittig der Fahrzeugseite dienen als wichtige Bezugspunkte für die Mensch-Maschine-Interaktion. Für den dauerhaften autonomen Betrieb kann die Kabine entfernt werden. Ein elektrischer Antrieb, der Wechsel zwischen manuellem und autonomem Betrieb sowie die Interaktion zwischen Mensch und autonomer Maschine sind in einem Designkonzept vereint.

AMPHI-RUSH

Die Arbeit entwickelt mit „Amphi-Rush“ ein amphibisches Rettungs- und Evakuierungsfahrzeug für Hochwasser, sumpfige Gebiete, seichte Gewässer und schwer zugängliches Gelände. Ausgangspunkt ist die Lücke zwischen Radfahrzeugen, die in weichem Untergrund Traktion verlieren, und Booten, die eine Mindestwassertiefe benötigen.

Auf Basis einer Recherche zu Amphibienfahrzeugen, Einsatzszenarien, Zielgruppen und Extremwetterereignissen wird ein elektrisch betriebenes Fahrzeug mit verstellbarem Doppelschraubenantrieb konzipiert. Dieser soll den Übergang zwischen verschiedenen Untergründen ermöglichen. Ergänzend werden Rettungsfunktionen wie begehbares Dach, Heckeinstieg, Seilwinde, Beleuchtung, Wechselakkus und modulare Innenraumnutzung ausgearbeitet.

Das in Rhino erstellte CAD-Modell dient der visuellen Darstellung des Konzepts und ist nicht als fertigungsgerechte technische Konstruktion zu verstehen. Material- und Auftriebsberechnungen zeigen die theoretische Schwimmfähigkeit des Entwurfs.

Vom Ankerloch zum Ankerpunkt

Für meine Masterarbeit habe ich mir eine verborgene Produktwelt angeschaut: Prozesshelfer aus Kunststoff, die beim Betonieren helfen und danach unsichtbar im Beton schlummern. Auf der Suche nach Gestaltungsspielraum bin ich beim Ankerloch gelandet – der Spur, die Schalungssysteme im Sichtbeton hinterlassen und die sonst nur verschlossen wird.

Statt das charakteristische Ankerraster verschwinden zu lassen, verschließe ich die Löcher mit einem eigens entwickelten Dübel, der raumseitig zur Befestigung wird: dem Ankerpunkt. Ankern statt Bohren. So wird die Wand zum Steckbrett, zur Spielwiese für die Raumnutzung, an der sich Einrichtung reversibel und ohne extra Löcher anbringen lässt.

Dazu habe ich eine Familie an Einsätzen gestaltet – Haken, Stab, Regal, Steckdose, Leuchte –, die Schnittstelle bleibt aber systemoffen. So bringe ich Nutzen dorthin, wo sonst nur verschlossen wird, und mache Sichtbeton wandelbar.

Modulares Fahrzeugkonzept für die Mobilität der Zukunft

Das Projekt untersucht ein modulares Fahrzeugkonzept für die Mobilität der Zukunft im Zeithorizont 2035. Im Mittelpunkt steht der Personentransport mit besonderem Fokus auf die barrierefreie Nutzung durch mobilitätseingeschränkte Menschen. Ziel ist es, durch ein eigenständig nutzbares Mobilitätsangebot ein Stück Bewegungsfreiheit, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe zurückzugeben.

Das als teil- oder vollautonomes Fahrzeug der Klasse M1 konzipierte Konzept versteht sich als Alternative zum privaten Nahverkehr und zugleich als Ergänzung bestehender öffentlicher Verkehrsangebote. Durch seinen modularen Aufbau kann das Fahrzeug flexibel auf unterschiedliche Nutzeranforderungen und Einsatzszenarien reagieren. Der Entwurf verbindet die Potenziale autonomer Fahrtechnologien mit einem nutzerzentrierten Gestaltungsansatz und zeigt auf, wie inklusive, flexible und bedarfsgerechte Mobilität künftig gestaltet werden kann.

Synergy – Strength Training Shaft

Für den Einsatz im Kraftsport wurde ein konfigurierbarer, transradialer Prothesenschaft entwickelt. Die Konstruktion basiert auf 3D-Scans und das Design ist so ausgelegt, dass die Generierung per Grasshopper-Skript und die additive Fertigung vollautomatisiert ablaufen können.

Der Schaft bietet drei je nach Bedarf vom Nutzer frei wähl- oder abwählbare Konfigurationsoptionen:1. Für die Belüftung sorgen per Topologieoptimierung ermittelte Fensterungen im Außen- und Perforationen im Innenschaft, die Wärmestau verhindern. Integrierte Leichtbaumuster dienen dabei dem Schutz und einer optimalen Kraft-Lastverteilung auf den Stumpf.

2. Für den Volumenausgleich werden auf die Anatomie des Unterarms angepasste Einschnitte integriert, die sich Muskelbewegungen flexibel anpassen. Der Anpressdruck kann zusätzlich über einen Drehverschluss manuell dosiert werden.

3. Die Ellbogenumgreifung sichert maximalen Halt bei kurzen Stümpfen, während ihr Verzicht bei langen Stümpfen die Armrotation erhält.

Contextual Interactions with Smart Hub

Kontextuelle Interaktion ist ein Konzept im Bereich HCI, das ich speziell für Geräte wie Smart Hubs in Wohnumgebungen exploriert habe mit dem Ziel, Interaktionen zu entwickeln, die den Kontext der Nutzer berücksichtigen.

Durch einen multimodalen Ansatz können Interaktionen über Berührung, Gestik, Mimik, Stimme und Körperhaltung erfolgen, während das Gerät durch Haptik, Sound, Licht, Animationen und Projektionen oder andere vernetzte Geräte kommuniziert. Diese Vielzahl an Eingabe- und Ausgabemedien ermöglicht es einem Smart Hub, sich an verschiedene Nutzungsszenarien anzupassen und im Alltag nahtlose Interaktionserlebnisse zu bieten.

Ha An Su Um

„Ha An Su Um“ ist ein 3D-gedrucktes Kissen mit variabler Höhe. „Ha An Su Um“ kommt vom koreanischen Wort „한숨 (Hansum)“, das einen Seufzer nach einem langen Tag beschreibt. Das Projekt zielt darauf ab, Beschwerden durch schlechte Körperhaltung zu reduzieren und den Schlaf als Erholungszeit für den Körper zu nutzen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Kissen mit fester Höhe bietet Ha An Su Um unterschiedliche Höhen in einem einzigen Objekt. Durch einfaches Drehen kann der Nutzer die passende Position für seinen Kopf finden. Die Torus-Form verbindet diese Bereiche zu einer klaren und stabilen Struktur.

Das Objekt wird mittels 3D-Druck und einer von Fluorit inspirierten Gitterstruktur hergestellt. Dadurch wird Material eingespart, während Stabilität und gute Belüftung erhalten bleiben.

TPU als Material sorgt für Flexibilität, Langlebigkeit und einfache Reinigung. Ha An Su Um verbindet so technisches Design mit funktionaler Unterstützung.

Der Führerraum im Wandel

Der Führerraum wird heute meist als Einsparpotenzial betrachtet und oft nur unter normativen Anforderungen eines Arbeitsplatzes gestaltet. Dadurch wird der Innenraum nicht optimal ausgenutzt und wertvolle Kapazitäten im Zug gehen verloren.

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, den Führerraum nicht länger allein als Arbeitsplatz zu betrachten. Sie soll die Stakeholder der Eisenbahnbranche ermutigen, flexible und effiziente Lösungen in Ausschreibungen einzufordern, die auf die Steigerung der Fahrgastkapazitäten und die Entwicklung hin zum fahrerlosen Betrieb reagieren können.

Die Arbeit wurde detailliert in einem 3D-Modell ausformuliert und mithilfe von Renderings visualisiert. Das Ergebnis ist das Konzept eines Führerraums, das für den manuellen Fahrbetrieb nutzbar ist und sich gleichzeitig an die Entwicklungsstufen des automatisierten Betriebs anpassen lässt. Zudem können ungenutzte Führerräume in weiteren Fahrgastraum verwandelt werden, was die Innenraumkapazitäten enorm steigert.