Netzwerk „Moderne am Main“

Nadine Auth

Oktober / October - 2018

Hochschule für Gestaltung Offenbach

Was ist es?

Es handelt sich um eine Virtual Reality Installation für die Ausstellung „Moderne am Main 1919–1933“ (Laufzeit: 19. Januar – 14. April 2019) im Museum Angewandte Kunst Frankfurt.
Die VR-Installation diente als Prolog der Ausstellung und lies die Besucher_innen virtuell in das Netzwerk des „Neuen Frankfurts“ eintauchen.

Was ist das Thema?

In den Jahren 1919–1933 entwickelt sich Frankfurt am Main zu einem Zentrum der modernen Gestaltung. Ein großes Netzwerk an Akteuren und Akteurinnen der Bereiche Architektur, Design, Kunst, Wirtschaft und Politik entwickelte neue Formen für sämtliche Lebensbereiche. Sie alle arbeiteten zusammen an einer zeitgemäßen Kultur, um mit Hilfe der Industrialisierung eine moderne urbane Gesellschaft zu formen.

Warum sieht es so aus?

Die praktische Diplomarbeit setzt sich mit der Schnittstelle analoger und digitaler Erlebniswelten in der Ausstellungsgestaltung auseinander. Das Museum Angewandte Kunst Frankfurt stellte für die Erarbeitung eines Ausstellungskonzeptes die Inhalte für die Ausstellung „Moderne am Main 1919–1933“ zur Verfügung. Ziel war es, einen Einblick in die komplexen Zusammenhänge des Netzwerks der Moderne am Main zu geben. Während der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Netzwerk entstand eine zweidimensionale Mindmap. Aus der Unübersichtlichkeit und der Menge an Daten wurde das Konzept für die Begehung des Netzwerks im virtuellen Raum mittels Virtual Reality Brille entwickelt.

Was ist das Besondere?

Mittels Virtual Reality Brille können die Besucher_innen in die virtuelle Welt eintauchen und werden selber zum Teil des Netzwerks. Der virtuelle Raum wird zu einem Spielfeld und eröffnet die Möglichkeit zu einer selbstgeführten Entdeckungsreise durch die Geschichte und das Netzwerk des Neuen Frankfurt. Dabei können die Besucher_innen auf Spurensuche gehen und sich individuell entscheiden zu welchen Knotenpunkten des Netzwerks sie weitere Informationen abrufen möchten. Die Besucher_innen erhalten spielerisch Informationen zu geschichtlichen Hintergründen, Architektur, Design und den Akteur_innen des Neuen Frankfurt. Durch die visuelle und akustische Unterstützung bleiben die vermittelten Informationen bei den Besucher_innen nachhaltig verankert und werden zu einem erfahrbaren Erlebnis. So werden die Teilnehmer_innen selbst Teil der Spurensuche – der virtuelle Raum wird zur gelebten Geschichte.

Was ist neu?

Die Wahl der passenden Technologie für die Umsetzung der Diplomarbeit entstand durch die Auseinandersetzung mit der inhaltlichen Thematik. Für mich als Designerin ist es wichtig keine Angst vor neuen Technologien zu haben und die Schnittstellen zwischen Technologie, Kontext und Design zu erkunden, denn nur so können meiner Meinung nach innovative, neue Konzepte und Produkte entstehen.