Hochschule

Kunsthochschule Kassel

Die Kunsthochschule Kassel mit ihren Studiengängen Bildende Kunst, Visuelle Kommunikation (beide künstlerische Abschlussprüfun), Produktdesign (Diplom),
Kunstpädagogik (Lehramt) und Kunstwissenschaft ist eine teilautonome Hochschule der Universität Kassel. An ihr werden wissenschaftliche, künstlerische und kunstpädagogische Studiengänge vereint angeboten. Dieser interdisziplinäre Ansatz wird bereits seit über 30 Jahren an der Kunsthochschule verfolgt und ständig weiterentwickelt.

Die Kunsthochschule besitzt 13 disziplinübergreifende Werkstätten, z. B. in den Bereichen Keramik, Kunststoff, Holz, Textil oder Fotografie und setzt damit Traditionen wie etwa die des Bauhauses fort, nämlich handwerkliche und künstlerische Kompetenzen konstruktiv miteinander zu verbinden.

Studiengang Produktdesign

Design durchzieht unseren Alltag. Egal, was Menschen tun, immer sind es Produkte, die sie
dabei begleiten: Ob als technische Geräte, als Industrieprodukte, in Form von Möbeln, Kleidungen, Accessoires bis hin zu analogen und digitalen Räumen sowie ganzen Systemen – Design ist allgegenwärtig und oftmals dafür verantwortlich, wie Menschen ihren Alltag strukturieren, wie sie soziale Beziehungen pflegen und Erlebnissen einen Wert zusprechen.

Vor diesem Hintergrund hat sich das Berufsbild von Designerinnen und Designern zu einem komplexen Tätigkeitsfeld professionalisiert. War zu früheren Zeiten die Gestaltung von
Alltagsdingen vor allem eine Sache der Tradition, gilt sie heute als Kulturtechnik, die
unterschiedlichste Fähigkeiten erfordert. Ideenreichtum und handwerkliches Können verbinden sich mit breitem Wissen über Materialien, Technologien, Fertigungsprozesse und ästhetische Entwicklungen – und nicht zuletzt bedarf es einer kritischen Kenntnis sozialer, gesellschaftlicher und politischer Bedingungen!

Das Studium Produktdesign an der Kunsthochschule Kassel integriert all diese Bereiche. Die Studierenden lernen in Projekten und Seminaren, wie Dinge gestalterisch entworfen, in Prototypen erprobt und schließlich zur Umsetzung gebracht werden. Sie arbeiten in enger Bindung zu den Professor*innen des Studiengangs, greifen auf eine Vielfalt an Werkstätten und digitalen Tools der Kunsthochschule zurück und erhalten damit Gelegenheit, schrittweise ihre eigenen Vorstellungen zu entfalten. Eine Stiftungsprofessur zum Werk
Lucius Burckhardts sowie eine jährlich an eine international herausragende
Designpersönlichkeit vergebene Projektprofessur komplettieren das Lehrangebot.

GDG – Einreichungen
Mehr zu den Projekten auf der Graduates Plattform

2020
Maximilian Müller
Arne Dohrmann
Maximilian Müller
Lisa Wübbeler & Friederike Wübbeler
Martin Tony Häußler
Darius Zalzadeh
Nicolai Bauchrowitz
Nathalie Indra
Florian Müller
Sandra Spoo
Rosa Heinz
Ruth Firsching
Lea Lüdtke
Thomas Buda

2019
Verena Hutter
Maurice Eric Zacher
Simon Frambach
Nils Oertel
Stephanie Hobmeier
Saskia Drebes
Johannes Trautmann
Anna Holzapfel

School Profile Projects

Lea Schücking / Shards

Shards sind Fliesen aus Bauschutt. Sie zeigen das Potenzial und die Schönheit des zirkulären Wirtschaftens.

Die Bandbreite der Farben reicht von Creme, Ocker und Schwarz bis zu einer reichen Palette an Grün- und Türkistönen. Die Oberflächen können glänzend oder rau sein. Da jede Fliese ein Unikat ist, erzeugen die Variationen in der Fläche eine lebendige Ästhetik.

Diese Vielfalt wird ohne Zugabe von Farb- oder Bindemittel erzeugt und basiert ausschließlich auf den Eigenschaften der recycelten Baumaterialien. Mit jeder Charge Bauschutt entstehen neue und einzigartige Shards. Die Galerie zeigt einige Highlights der aktuellen Shards Kollektion.

Martin Hass / Ensemble

Ensemble ist eine mobile und modulare Küche, welche aus drei Grundmodulen besteht. Die Module sind in Anzahl und Anordnung frei kombinierbar, wodurch man die Küche an jede Situation, Räumlichkeit und Personenzahl anpassen kann. Ensemble ist konzipiert für das gemeinsame Kochen. Egal ob in öffentlichen Einrichtungen, Büros, Kochschulen, Showküchen, im Catering oder dem privaten Wohnumfeld.

Olga Schigurski / Oralite

Oralite ist eine Hilfe für Menschen, die aufgrund funktioneller Einschränkungen Schwierigkeiten bei der Zahnpflege haben. Basierend auf fortschrittlichen Technologien, bietet es eine komfortable und effektive Pflege, ohne die Arme oder Hände des Nutzers zu belasten.

Während andere Zahnpflegegeräte einen unmäßigen Hand-Einsatz erfordern, ist Oralite für Personen gestaltet, die weniger Kontrolle über ihre Arme und / oder Hände haben und bietet ihnen die beste Mundpflege, ohne Ermüdung durch langes Anheben der Arme, Ankämpfen gegen Vibrationen (durch Geräte oder Tremor) und ohne das Risiko versehentlich Wasser zu verschütten. Oralites Benutzung ist leicht erlernbar, hohe Kontraste und eine Kombination aus visueller und auditiver Informationsdarstellung unterstützen den Umgang mit dem Gerät. Auch „Multitasker“ profitieren, indem sie ihre nun freien Hände für andere Aufgaben, beispielsweise zum Frisieren, nutzen können.