Das Leben der Dinge

David Gebka

Februar / February - 2018

Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

Was ist es?

Das Leben der Dinge ist eine Kollektion, die sich der Wechselwirkung zwischen Nutzung und Ding auseinandersetzt.

Was ist das Thema?

"Das Leben der Dinge" beschäftigt sich mit der Veränderung, die ein Ding durch seine Nutzung erfährt. Diese kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden. Anhand von drei Entwürfen wird exemplarisch ein Spektrum aufgespannt. Eine fliessend übergehende Gefäßserie, die den Nutzer auffordert, Bedeutung zuzuschreiben. Ein Sitzmöbel, welches keinem Archetyp entspricht und damit Erforschen einlädt. Ein Flächenerhöher, der anbietet Flächen in verschiedenen Höhen anzuordnen, um sich individuell und spontan Arbeits- und/oder Lagermöglichkeiten einzurichten.

Warum sieht es so aus?

Die Objekte bedienen sich jeweils bekannter Materialität und Farbe. Lediglich ihre Form weicht vom erwarteten ab und eröffnet dadurch neue Möglichkeitsräume. Die Gefäße sind aus weiss glasiertem Porzellan. Jedes ähnelt seinen Nachbarn, ist in der selben Kategorie. Im Ganzen betrachtet wandelt sich die Form evolutionär von einem Flachen Tablett über Teller, Schalen, Tassen, Gläsern, Vasen. Das Sitzmöbel hat eine geometrisch einfache aber doch komplexe Form. Er ist vollständig gepolstert. Jede Lage ist gültig und nützlich, bietet unterschiedliche Interaktionsmöglichkeiten an. Der Flächenerhöher ist aus Buchenholz. Er entspricht in seinen Maßen gängigen Breiten und Höhen des Wohnraums und lässt sich flexibel einrichten.

Was ist das Besondere?

Wo andere Gestalter versuchen, die Nutzung ihrer Dinge vorherzusagen/vorzugeben, sind diese Dinge explizit darauf gestaltet, Angebote zu schaffen. Diese Angebote sind bewusst frei und laden zur kreativen Nutzung/Umnutzung ein. Eben diese Freiheit ist das Besondere, denn sie erlaubt/erfordert zwischen Nutzer und Ding einen Dialog.

Was ist neu?

Durch die gestalterische Betonung der Nutzungsfreiheit und der Bedeutungszuweisung durch den Nutzer steckt in jedem der Objekte das Potenzial zum Neuen.