Performer

1 – Find potential space – 2 – Find potential performer – 3 – Roll in, Pop up, Plug in – 4 – Perform, perform, perform – 5 – Repeat from 1

Der Performer ist Transportwagen, Einrichtungssystem und Handlungspartner. Er ermöglicht temporäre Raum(zwischen)nutzungen mit dem Ziel, performative Situationen des Commons als Orte des Für- und Miteinanders in bestehenden (Leerstands-)Räumen herzustellen.
Die Performer agieren als Vermittler und Netzwerker. Aus Vierkant-Stahlrohr gefertigt, bieten die Module verschiedene sichtbare Verbindungsoptionen an. In Partner-/ Teamarbeit können z.B. Bank, Tisch, Tresen, Bogen, Podest gefügt werden. So richten die Performer Situationen ein, die zu Präsentations- und Interaktionsflächen für menschliche Performer:innen werden können.
Die Wandelbarkeit der Performer soll das gemeinschaftliche, räumliche Experimentieren ermöglichen und zu weiteren, neuen performativen Verbindungen motivieren – welche im besten Fall über Ort und Zeit der Nutzung hinausweisen.

PAUSE

Bei PAUSE geht es in erster Linie um die Förderung von sozialer Interaktion im öffentlichen Raum. Ziel war es, mithilfe der Gestaltung von Außenmobiliar einen Mehrwert zu schaffen, der die Aufenthaltsqualität für eine möglichst breite Zielgruppe verbessert und gemeinsame Bedürfnisse als Schnittstelle aufzugreifen. Der Entwurf geht auf Bedürfnisse ein, die mit dem Verbringen von Kaffeepausen und Verabredungen am öffentlichen Platz einhergehen und fördert dabei insbesondere den kommunikativen und sozialen Aspekt. Beobachtungen am Frauenplan in Weimar dienten als Grundlage für die Gestaltung und führten zu der Entstehung eines modularen Möblierungssystems, mit welchem dann auch eine Anwendung durchgespielt wurde.

Tenderly

Das Cocoon_bed vereint zwei Techniken, deren Ursprung aus einem therapeutischen Kontext stammt – Lagerungstechniken und den Tiefendruck.
In diesem Entwurf wurde damit experimentiert, diese Praktiken auf ein Möbelstück zu übertragen.
Inspiriert ist das lange Schlauchkissen des Cocoon_beds an der Lagerungstechnik aus dem Pflegebereich.
Die Berührungen bei verschiedensten Lagerungen werden von unserem Tastsinnessystem wahrgenommen und erinnern an die Lage im Mutterleib. Es entsteht ein Gefühl von Geborgenheit.
Cocoon_bed greift dieses Thema auf und setzt es in einen neuen Kontext.
Die einzelnen Deckenteile des Daybeds sind mit feinen Glaskugeln gefüllt und wirken mit ihrem Gewicht auf das vegetative Nervensystem. Dieser Druck hat eine entspannende und beruhigende Wirkung und regt die Produktion des Glückshormons Serotonin an.
Cocoon_bed ist ein Ruhepol in unserm schnelllebigen und stressigen Alltag, es biete ein Rückzugsort, Entspannung und Geborgenheit.

Time To Clean

Auf meinem Weg, das Putzen als eine sinnstiftende und facettenreiche Tätigkeit des Alltags zu begreifen, gestalte ich in meiner Diplomarbeit „Time To Clean“ einen putzfreundlichen Putzwagen für zuhause, der ein überschaubares und essentielles Maß an Putzutensilien aus der dunklen Kammer, in die Gegenwart rückt.

Topomoss Modul

Themen – Gesundheit und Sport, Entspannung, menschliche Verbindung zur Natur, biophiles Design und Integration der Natur in einer städtischen Umgebung
Idee – vorteilhaften Eigenschaften von Moos in Innenräumen zu nutzen und es gleichzeitig vor dem möglichen Aussterben in felsigen Gebieten zu schützen (einen Umweltbewusstsein zu schaffen)
Schwerpunkt – Umweltprobleme aufgrund der Popularisierung des Felskletterns zu vermeiden
Die Hauptschwierigkeit – der Gesellschaft zu beweisen, dass die Natur einfach und bequem in den Alltag integriert werden kann und dass der Kontakt zu ihr gefördert werden soll
“Topomoss” ist ein selbstbewässerndes Modul mit Moos, dessen Form von topographischen Karten inspiriert is. Es kann vertikal oder horizontal positioniert werden und wird hauptsächlich in Kletterhallen eingesetzt, wo es als Landschaftsgestaltung an der Kletterwand dient oder als Yogateppich.

Visual Relations

„Visual Relations“ untersucht die Rolle digitaler Bilder bei der Wahrnehmung, Konstituierung und Verarbeitung unserer Welt. Bilder sind die Grundlage unserer Seherfahrung geworden. Sie nehmen eine unwahrscheinlich wirkmächtige Funktion ein, denn sie sind das Medium durch welches wir unsere und andere Welten wahrnehmen. Bilder sind wesentlicher Bestandteil unseres Alltags, ob wir wollen oder nicht. Fremde Bilder prägen sich ein, werden Teil unserer eigenen Erinnerung und Vorstellungen und damit zu Instanzen, die unsere Perspektive, Identität und Handlungen steuern. Die digitalen Inhalte werden in innere Bilderwelten integriert, auf die unsere Imagination unbewusst zugreift. „Visual Relations – Die Bilder in meinem Kopf“ betrachtet die Migration visueller Informationen in die Vorstellungen und deren Einflussnahme auf kreative Prozesse. Dabei zeichnet die Arbeit das Wirken eines gestalterischen Unbewussten nach, das die visuellen Provokationen produktiv verarbeitet.

der Fixateur / the Fixateur

Das Projekt untersucht Arbeit, Ressourcenfragen und den Wert von unbrauchbarem Zeug prozesshaft in Form eines fiktiven Berufsbildes.
Mit standardisierten Arbeitsabläufen und Einheitslösungen stellt der Fixateur den Gebrauchswert kaputter Möbel wieder her. Dafür verwendet er Fixaturen, die wie bei Knochenbrüchen beschädigte Stellen stabilisieren.
Das Verfassen von Anamnese- und Operationsberichten fordert eine individuelle Auseinandersetzung mit beschädigten Möbeln aller Art trotz professioneller Gleichgültigkeit ein.
Der Fixateur ist ein Experiment – der Versuch, berufliche Autorität und Selbstverständnis sowie empfundene Verantwortung zu erfinden.

Dimora

Es gibt Gegenstände, die schnell zu Lieblingsobjekten werden und solche, zu denen wir eher eine negative Bindung haben. Der Wäscheständer ist ein Objekt, welches selten wertgeschätzt wird. Dabei steht er durchschnittlich drei Tage die Woche in der Wohnung. Durch gezielte emotionale Gestaltung wurde ein Wäscheständer konstruiert, welcher als Möbelstück nun Teil der Wohnung wird und so aus der Verbannung zum Vorschein tritt. Mit einer Kleiderstange und Ablagemöglichkeiten für getragene Kleidung, erlangt er seine dauerhafte Daseinsberechtigung.

Ausgangspunkt meiner Thesis war die Frage, ob und wie man mittels Emotionen einen nachhaltigeren Handel erzielen kann. Wir entsorgen Objekte weit vor ihrer tatsächlichen Obsoleszenz. Als entscheidender Faktor wird die fehlende oder bestehende positive emotionale Bindung zum Objekt gesehen und untersucht. Mit dem dafür exemplarischen Entwurf von “Dimora”, soll eine emotionale Beständigkeit erlangt werden, damit er viele Jahre in Gebrauch bleibt.

BEERTERIAL

Der Fokus der Arbeit liegt auf Materialexperimenten mit Biertreber in Kombination mit natürlichen Bindemitteln, im Hinblick auf Anwendungsmöglichkeiten im Möbel- und Interiorbereich. Biertreber fällt beim Brauen von Bier als Prozessabfall an. Am Ende der Benutzung kann das Material entweder recycelt – oder biologisch abgebaut werden. Somit wird im Rahmen des Circular Design Prinzips gearbeitet.
Entstanden ist hierbei ein konzeptionelles Möbelstück welches das Zusammenspiel aus Material und Formensprache zum Ausdruck bringt.

SIYA / TUYA

SIYA / TUYA (Stuhl/Dein auf Spanisch) ist eine zweiteilige Möbelintervention in öffentlichen und privaten Räumen, die darauf abzielt, partizipative Designprozesse zu schaffen und dabei die historische Beziehung (physisch und symbolisch) zwischen Menschen und Kunststoffmöbeln zu berücksichtigen.

SIYA ist ein Stuhl für den ÖFFENTLICHEN Raum, der gedacht ist, frei in der Stadt bewegt und benutzt zu werden. Das Ziel ist es, seine Bewegung und sein Verhalten mittels UWB-Tracking-Gerät zu studieren, um neue Ansätze für Urbanismus und öffentliches Design zu schaffen.

TUYA ist ein Stuhlgestell, das von Personen die Möbel benötigen fertiggestellt werden soll. Der Benutzer hat 6 Monate Zeit um den Stuhl mit den Materialien und Werkzeugen seiner Wahl zu vervollständigen und so eine einzigartige Version des Produkts zu schaffen, was zu einer effektiven und demokratischen Art und Weise führt, soziale Möbel für die breite Masse bereitzustellen.