SEEK – Das Magazin über das Ich

SEEK ist ein konzeptionell und gestalterisch entwickeltes Magazin, das sich dem Thema Identität und der Suche nach dem eigenen Ich widmet.

Die erste Ausgabe richtet sich an junge Menschen, die sich vielleicht gerade in einer Lebensphase befinden, in der sie noch nicht genau wissen, wohin sie wollen oder was sie eigentlich wollen. In einer Zeit voller Optionen, Unsicherheiten und Umbrüche bietet SEEK Raum für Reflexion, Orientierung und das Gefühl: Du bist mit deiner Suche nicht allein.

Neben journalistischen und gestalterischen Inhalten lebt SEEK vom Austausch zwischen Generationen, von offenen Fragen zur partizipativen Auseinandersetzung mit Identität und von einer Bildsprache, die sowohl Nähe als auch Irritation zulässt.

Lustobjekt

Das Buch zeigt einen Querschnitt surrealistisch-erotischer Literatur und Kunst. Objektifizierende Strategien der surrealistischen Bildsprache werden in sechs Typologien kategorisiert: Leblos, Dekonstruiert, Von hinten, Gesichtsverhüllt, Kopflos und Hybrid. Zu jeder Bild-Typologie gibt es ein typografisches System, das auf zufällig zugeordnete surrealistische Texte angewendet wird.

So wie in den Bildern die Identität der Frau unkenntlich gemacht wird, mache ich die surrealistischen Texte im „Lustobjekt“ unleserlich. Gleichzeitig werden objektifizierende Begriffe hervorgehoben, was eine Analogie zu den betonten Körpern der dargestellten Frauen ist. Das Buch ist ein ktitischer Kommentar zur selten hinterfragten Darstellung von Frauen im Surrealismus.

EVERYCHAIR

EVERYCHAIR ist ein inklusives Stuhlkonzept für öffentliche Erwachsenenbildungseinrichtungen wie Universitäten oder Berufsschulen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Sitzmöbeln orientiert sich EVERYCHAIR nicht strikt an bestehenden Normmaßen, sondern interpretiert diese bewusst neu. Ziel ist es, ergonomischen Sitzkomfort für Menschen unterschiedlichster Körpergrößen zu schaffen und dabei auch Nutzer einzubeziehen, die außerhalb der üblichen 5.–95. Perzentile liegen.

Um den Stuhl einfach bedienbar, kosteneffizient und nachhaltig zu konstruieren, wurde auf unlösbare Verbindungen zwischen verschiedenen Materialien sowie komplexe Mechanismen verzichtet. Verstellbare Sitz- und Rückenlehnenhöhen ermöglichen eine individuelle Anpassung an die Körpermaße des Nutzers. Für Menschen mit kürzeren Beinen gibt es zudem eine ausklappbare Fußstütze. Die wichtigsten Bedienelemente sind orange hervorgehoben, damit sie auf den ersten Blick erkennbar sind.

Blütezeit – Erinnerungen wachsen lassen

„Blütezeit“ ist ein kooperatives Kommunikationsspiel für ältere Menschen, das Erinnerungen aktiviert und den sozialen Austausch stärkt. Durch Fragen, Erzählimpulse, einfache Bewegungsaufgaben und kleine Rätsel entstehen auf spielerische Weise Gesprächsanlässe, bei denen persönliche Lebensgeschichten geteilt und wertgeschätzt werden. Die zentrale Blütenmetapher symbolisiert das Sichtbarmachen besonderer Lebensmomente. Im Mittelpunkt steht nicht das Gewinnen, sondern das gemeinsame Erleben und Zuhören.

Das barrierearme, seniorengerechte Design mit klarer Gestaltung und gut greifbaren Materialien ermöglicht einen einfachen Zugang – sowohl in Pflegeeinrichtungen als auch im familiären Umfeld.

„Blütezeit“ unterstützt das geistige Wohlbefinden, stärkt das Selbstvertrauen und schafft verbindende, generationsübergreifende Begegnungen.

KILL YOUR DARLINGS

„KILL YOUR DARLINGS“ ist ein hybrides Buch- und Ausstellungskonzept, das die Frage stellt, wie wir mit Menschen umgehen, die als Vorbilder gelten, deren Handlungen jedoch nicht mit unseren persönlichen oder gesellschaftlichen Werten vereinbar sind. Das Projekt fordert dazu auf, Bewunderung kritisch zu hinterfragen und die eigene Haltung gegenüber Personenkult, parasozialen Beziehungen und Machtstrukturen zu reflektieren.

In Essays, Interviews, Fallanalysen und visuellen Beiträgen werden unterschiedliche Perspektiven auf Verantwortung, Kritikfähigkeit und gesellschaftliche Reifung eröffnet.

Die ausklappbaren Buchseiten können als Ausstellungselemente genutzt werden und ermöglichen eine flexible, einfach umsetzbare Ausstellung an verschiedensten Orten. Inspiriert von der Bildsprache klassischer Märchen verbindet KILL YOUR DARLINGS vertraute Motive mit zeitgenössischer Gestaltung und schafft einen zugänglichen Einstieg in komplexe gesellschaftliche Fragestellungen.

/DA UNTEN

Ein großformatiges Forschungsarchiv zur Vielfältigkeit von Scham.

Scham ist ein Gefühl. Es ist still und individuell. Es ist das ungute Empfinden, falsch zu sein. Ein Blick in die Extreme zeigt: Scham baut Systeme, schreibt Gesetze, formt Worte, erfindet Produkte, zensiert Bilder und krümmt Körper.

Neben dem eigenen narrativen Zugang wurden weitere Gestalter*innen eingeladen, ihre persönlichen Assoziationen mit dem Thema visuell zu übersetzen. In einem Archiv werden diese Perspektiven gesammelt, eingeordnet und neu betrachtet. Entstanden ist ein vielstimmiger, fragmentarischer Raum über die Instrumentalisierung einer Emotion.

Interkultureller Kalender 2026

Der „Interkulturelle Kalender 2026“ umfasst die Feste der fünf Weltreligionen sowie Feier- und Gedenktage, die für Menschen und Communities unserer vielfältigen Gesellschaft bedeutsam sind. Die Gestaltung stellt kulturelle Gleichwertigkeit und inhaltliche Diversität an erster Stelle, anders als herkömmliche tabellarische Wandkalender.

Der Kalender wurde als Kreis konzipiert, der Form, die für Gleichheit steht und von Sonne und Mond vorgegeben ist. Seine Leporellofalz lässt sich beidseitig in diese zwei Ordnungssysteme auffächern. Die Faltstruktur folgt dem Tages- und Nachtrhythmus und ermöglicht die korrekte Darstellung der Feiertagsbeginne.

Er schafft täglich mehr Bewusstsein dafür, dass wir alle auf dem selben Planeten leben und gemeinsam Zeit teilen.

63,78cm Radius • ⌀ 127,56cm • 7,48m lang • 10cm hoch • 2cm breit • 606g • 374 Faltungen • 17 Offsetbögen

Sprachlandschaften – Ein Atlas süddeutscher Stimmen.

In Süddeutschland spricht man nicht einfach nur – man babbelt, schwätzt, grantelt. Dialekte tragen Erinnerungen, prägen die Kindheit und begleiten den Alltag. Dieses Buch erzählt persönliche Geschichten über das Aufwachsen mit Dialekt, Momente des Dazugehörens, des Sich-Anpassens oder bewussten Festhaltens am Dialekt. Zwischen Alb, Alpen und Altmühl entsteht ein Atlas individueller Sprachlandschaften, der Dialekt als emotionales und lebendiges Kulturgut zeigt.

Eine AR-Anwendung erweitert das Buch um Kurzvideos und Sprachaufnahmen. Sie werden auf die Seiten projiziert, machen die Dialekte hörbar und ermöglichen eine direkte Interaktion mit den persönlichen Geschichten.

ANGRY WOMEN

ANGRY WOMEN untersucht die gesellschaftliche Stigmatisierung und historische Pathologisierung weiblicher Wut und zeigt zugleich ihr emanzipatorisches Potenzial. Ihre Tabuisierung und Entwertung sind keine individuellen Probleme, sondern basieren auf patriarchalen Strukturen. Dabei wird die Vielschichtigkeit von Wut verkannt, die auf bestehende Machtverhältnisse und Ungleichheiten aufmerksam macht, selbstermächtigend wirkt und gesellschaftliche Veränderung initiiert.

Methodisch verbindet die Arbeit theoretische Perspektiven aus feministischer Forschung mit der Analyse visueller Mittel verschiedener künstlerischer Positionen und gesellschaftlichen Diskursen. Die gestalterische Haltung wird durch bewusste Regelbrüche und Spannungen erfahrbar.

DEMENZ RAUM GEBEN

Das Masterprojekt „DEMENZ RAUM GEBEN – Ein Handbuch für ein demenzgerechtes Zuhause“ klärt pflegende Angehörige über die Möglichkeiten einer demenzgerechten Raumgestaltung auf. Viele Angehörige wissen nicht, dass eine angepasste Raumgestaltung die Selbstständigkeit der Betroffenen fördern und so den Pflegealltag erleichtern kann. Allerdings stellt die Individualität der Erkrankung eine große Herausforderung dar, denn es gibt keine Musterlösungen, sondern es bedarf einer Lösung, die stark auf die Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Das Ziel des Handbuchs besteht nicht darin, Lösungen vorzugeben, sondern die Angehörigen zu lehren, wie sie eigenständig Probleme erkennen und selbst individuelle Lösungen entwickeln können. So leitet das Handbuch die Angehörigen von der Theorie über die Praxis bis hin zum Platz für eigene Anpassungen und Notizen. Dabei immer im Fokus, nicht ein trockenes Lehrbuch zu sein, sondern den Angehörigen mit charmanten Illustrationen die Welt der Betroffenen zu zeigen.