Performer

1 – Find potential space – 2 – Find potential performer – 3 – Roll in, Pop up, Plug in – 4 – Perform, perform, perform – 5 – Repeat from 1

Der Performer ist Transportwagen, Einrichtungssystem und Handlungspartner. Er ermöglicht temporäre Raum(zwischen)nutzungen mit dem Ziel, performative Situationen des Commons als Orte des Für- und Miteinanders in bestehenden (Leerstands-)Räumen herzustellen.
Die Performer agieren als Vermittler und Netzwerker. Aus Vierkant-Stahlrohr gefertigt, bieten die Module verschiedene sichtbare Verbindungsoptionen an. In Partner-/ Teamarbeit können z.B. Bank, Tisch, Tresen, Bogen, Podest gefügt werden. So richten die Performer Situationen ein, die zu Präsentations- und Interaktionsflächen für menschliche Performer:innen werden können.
Die Wandelbarkeit der Performer soll das gemeinschaftliche, räumliche Experimentieren ermöglichen und zu weiteren, neuen performativen Verbindungen motivieren – welche im besten Fall über Ort und Zeit der Nutzung hinausweisen.

Time To Clean

Auf meinem Weg, das Putzen als eine sinnstiftende und facettenreiche Tätigkeit des Alltags zu begreifen, gestalte ich in meiner Diplomarbeit „Time To Clean“ einen putzfreundlichen Putzwagen für zuhause, der ein überschaubares und essentielles Maß an Putzutensilien aus der dunklen Kammer, in die Gegenwart rückt.

Dimora

Es gibt Gegenstände, die schnell zu Lieblingsobjekten werden und solche, zu denen wir eher eine negative Bindung haben. Der Wäscheständer ist ein Objekt, welches selten wertgeschätzt wird. Dabei steht er durchschnittlich drei Tage die Woche in der Wohnung. Durch gezielte emotionale Gestaltung wurde ein Wäscheständer konstruiert, welcher als Möbelstück nun Teil der Wohnung wird und so aus der Verbannung zum Vorschein tritt. Mit einer Kleiderstange und Ablagemöglichkeiten für getragene Kleidung, erlangt er seine dauerhafte Daseinsberechtigung.

Ausgangspunkt meiner Thesis war die Frage, ob und wie man mittels Emotionen einen nachhaltigeren Handel erzielen kann. Wir entsorgen Objekte weit vor ihrer tatsächlichen Obsoleszenz. Als entscheidender Faktor wird die fehlende oder bestehende positive emotionale Bindung zum Objekt gesehen und untersucht. Mit dem dafür exemplarischen Entwurf von “Dimora”, soll eine emotionale Beständigkeit erlangt werden, damit er viele Jahre in Gebrauch bleibt.

SIYA / TUYA

SIYA / TUYA (Stuhl/Dein auf Spanisch) ist eine zweiteilige Möbelintervention in öffentlichen und privaten Räumen, die darauf abzielt, partizipative Designprozesse zu schaffen und dabei die historische Beziehung (physisch und symbolisch) zwischen Menschen und Kunststoffmöbeln zu berücksichtigen.

SIYA ist ein Stuhl für den ÖFFENTLICHEN Raum, der gedacht ist, frei in der Stadt bewegt und benutzt zu werden. Das Ziel ist es, seine Bewegung und sein Verhalten mittels UWB-Tracking-Gerät zu studieren, um neue Ansätze für Urbanismus und öffentliches Design zu schaffen.

TUYA ist ein Stuhlgestell, das von Personen die Möbel benötigen fertiggestellt werden soll. Der Benutzer hat 6 Monate Zeit um den Stuhl mit den Materialien und Werkzeugen seiner Wahl zu vervollständigen und so eine einzigartige Version des Produkts zu schaffen, was zu einer effektiven und demokratischen Art und Weise führt, soziale Möbel für die breite Masse bereitzustellen.

Odoro

Odoro ist ein Zukunftskonzept für einen Duftdrucker, der Umgebungsgerüche nutzt, um Konzentrationsatmosphären zu schaffen.
Im Jahr 2050 werden neue Arbeitsformen und diverse Lebensentwürfe dazu führen, dass Räume zur Konzentration neu gedacht werden müssen. Durch die Verbindung des Geruchssinns mit dem limbischen System im Gehirn werden Düfte unmittelbar mit Emotionen versehen und deshalb Einfluss auf unser Verhalten nehmen können. Dafür scannt Odoro Umgebungsgerüche und setzt diese am Arbeitsplatz frei, um eine individuelle Atmosphäre zu schaffen. Im Inneren des Duftdruckers befinden sich acht Kapseln, deren Moleküle den zugehörigen Duftklassen angehören. Analog zu einem Farbdrucker können dadurch Gerüche gemischt werden. Durch drei Optionen lässt sich auf dem Scannerteil zwischen Laden, Duft aufnehmen und Duft abgeben wählen.
Das Drucken von Stimmungen durch Gerüche erweitert die Vorstellung von materiellen Druckverfahren, um eine unsichtbare, emotionale Dimension.

Elephant Cargo Fork

Grundlage des Entwurfs sind die zähe Entwicklung der städtischen Fahrrad-Infrastruktur, der Platzmangel – Mangel an Abstellflächen im öffentlichen Raum aber auch in privaten Wohnverhältnissen, wie sie in Altbauten oder Mehrparteienhäuser grundlegend herrschen – und die erhöhten Anschaffungskosten eines modernen Transportrads. Daraus ist die Elephant Cargo Fork entstanden. Ein Umbausatz mit Hilfe dessen sich Fahrräder mit 1 und 1 1/8 Zoll Rahmen, vorrangig MTB- oder Trekkingräder aus Stahl, zu einem kompakten Transportfahrrad umfunktionieren lassen. Das Abstellen in begrenztem Raum ist erleichtert worden, da sich die Ladefläche zusätzlich zur sowieso kleinen Bauweise einklappen lässt. Verschiedenste Boxen lassen sich zudem durch ein Klicksystem zügig und komfortabel montieren, im eingeklappten Zustand können zwei gängige Fahrrad-Gepäcktaschen eingehakt werden. Das Fahrrad mit der Elephant Cargo Fork lässt sich somit für unterschiedlichste Einsatzzwecke nutzen!

Lambdaläufer

Der Lambdaläufer schließt als sportliches Laufgerät die Lücke zwischen Fahrrad und Rollator. Als unterstützendes Fortbewegungsmittel, das für die alltäglichen Wege genutzt werden kann, bietet er die Möglichkeit die Muskulatur des Gehens gestützt und dennoch aktiv zu trainieren und den eigenen Bewegungsradius trotz körperlicher Einschränkung wieder zu erweitern. Durch die Mischung aus Rollen und Laufen entsteht hierbei eine ganz eigene dynamische Art der Fortbewegung.

FRUGAL M.F.S / modular furniture system

FRUGAL wurde mit dem Ziel entworfen, zeitgenössische Möbel zu schaffen, die den modernen Lebensstil mit hochwertiger Handwerkskunst und industrieller Produktion widerspiegeln. FRUGAL versucht, neue Lebensweisen zu verstehen und darüber nachzudenken, was moderne Bedürfnisse in Wohn- und Arbeitssituationen sind. Entwerfen eines Produkts, das diese Bedürfnisse erfüllt.
Das Design zeichnet sich durch eine moderne Palette klassischer und zeitgenössischer Farben aus, die die Fähigkeit des Systems unterstreichen, ein einzigartiges und individuelles Erlebnis zu bieten. Graphitschwarz, Hellgrau und Tannengrün sind die traditionellen Farbcodes, während tiefes Orange, leuchtendes Orange und Ultramarinblau die charakteristischen Farben sind, die das Design unsere traditionellen Erwartungen an Regalsysteme übertreffen lassen.

Pella „besser verbrennen“ / Pella „burn better“

Fazit der theoretischen Auseinandersetzung ist im Grunde der Schluss, dass ein Produkt von der Zeit in sofern abhängt, wie der Nutzen für das es gedacht ist. Dieser Nutzen ist wiederum von der Aktualität des damit verbundenden Ziels abhängig. Wenn also ein Produkt als zeitlos empfunden werden soll, ist es somit unabdinglich, dass das damit verbundene Ziel für den Menschen unabkömmlich ist. Und schon immer für ihn aktuell ist und sein wird. Fakt ist nur der Mensch hat Grundbedürfnisse, die so alt sind wie die Menschheit selbst. Der Mensch hat je Region andere Bräuche/ Riten entwickelt, um diese Bedürfnisse zu stillen. Was allerdings global überall gleich ist, dass der Mensch Nahrung braucht und diese, seit dem frühen Entwicklungsschritt durch das Feuer, mit Kochen bekömmlicher macht. Somit ist klar für mich, dass ich für das Thema Zeitlos ein Produktthema wähle, was für alle Menschen dieser Welt relevant ist.

WATERepublic – Public Water

Das Konzept WATERepublic verwandelt unser bestehendes Hydrantennetz in Wasserstellen für das öffentliche Leben. Menschen und Tiere haben jederzeit Zugang zu frischem Trinkwasser und für Veranstaltungen wie Wochenmärkte und Straßenfeste können, mit Hilfe einer App, Wasseranschlüsse gemietet werden. Das steigert die Lebensqualität in unseren Städten und macht leere Plätze zu Versammlungsorten. Grünflächenämter und Bürger*innen, die sich an der Pflege des Stadtgrüns beteiligen wollen, haben ebenfalls immer Zugang zu Wasser. Das schützt unser Stadtklima, fördert die Partizipation und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Das Grauwasser wird gesammelt und zu nahe gelegenen Grünflächen geleitet. Das aufwändige Installieren von Standrohren bzw. der Plastik- und CO2-intensive Transport von Flaschenwasser dagegen entfällt.