PAPILIO

Zunehmende Lichtverschmutzung und der Energieverbrauch durch Straßenbeleuchtung haben gravierende Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen — besonders in dicht besiedelten Gebieten. Gleichzeitig werden Städte, je höher wir sie bauen, immer windiger.

Vor diesem Hintergrund entstand PAPILIO: Eine Straßenlaterne mit insektenfreundlichem Lichtspektrum, die das Licht nur dann aktiviert, wenn es tatsächlich benötigt wird. Darüber hinaus erzeugt die Leuchte den verbrauchten Strom klimaneutral selbst durch einen integrierten Windrotor.
Ein Akku speichert die generierte Energie und kann so auch windstille Phasen überbrücken, sodass PAPILIO komplett autonom betrieben werden kann, ohne die aufwendige Verlegung von Stromkabeln. Alternativ kann die Laterne mit einem Stromnetz verbunden werden, um bei starkem Wind überschüssige Energie einzuspeisen.

Mit PAPILIO wird die Energiegewinnung zu einem ästhetischen Spiel, das den öffentlichen Raum bereichert – sowohl am Tag, wie auch in der Nacht.

CHITOSAN X CELLULOSE

Chitosan und Cellulose bilden eine Materialkombination, die in einem etablierten Materialkreislauf recycelt werden kann. Die Löslichkeit des Chitosans in sauren Lösungen fügt sich in die vorhandenen Prozesse des Altpapierrecyclings ein.
Dieses Projekt stellt die in Experimenten erarbeiteten und dokumentierten Eigenschaften der Stoffkombination vor. Diese Eigenschaften versprechen neue, erweiternde und stützende Fähigkeiten, die das Portfolio der Papieranwendungen erweitern.
Vier eindrückliche Ergebnisse der Experimente wurden in A4 DIN Formaten atmosphärisch in Szene gesetzt. Diese lassen sich den vier Elementen Feuer, Erde, Wasser und Luft unseres Planeten zuordnen und stehen somit in besonderem Verhältnis zu der Projektausrichtung: einem ressourcenschonenden Umgang mit unserem Planeten.

Unpacked 2.0

Unpacked 2.0 ist eine konzeptionelle Arbeit, durch deren Umsetzungen es ermöglicht wird, Käse und Tofu ohne Verpackungen anzubieten, die fast ausschließlich in Verpackungen verkauft werden. Das Konzept ist in Form eines Automaten ausgearbeitet. Die Aufgabe des Geräts ist, die angebotenen Lebensmittel auszugeben, abzuwiegen und die Lebensmittel vor der Kontamination durch Kund*innen zu schützen. Als Kontext wurden Unverpacktläden gewählt.

Molo

Molo ist beides – ein mobiler Stauraum und ein Schließfach auf Rädern. Nicht nur für Co-Working Spaces, moderne Werkstätten oder Bibliotheken, auch zu Hause ist er individuell und flexibel nutzbar. Die schnittfeste und diebstahlsichere Tasche bietet genügend Platz, um jegliche Utensilien darin zu verschließen und ist gleichzeitig platzsparend, da sie zusammengerollt im Container verstaut werden kann. Das Fach darüber kann als Ablagefläche für Laptops, Tablets oder Zeitschriften genutzt werden. In der hinteren Box kann eine Steckdosenleiste angebracht werden und die Kabel können darin versteckt werden. Die beschichtete Oberfläche des Stahlblechs ist nicht nur kratz- und stoßfest, sondern macht Molo auch witterungsbeständig und langlebig. Ein ebenso praktisches wie robustes Werkzeug für jede Situation.

Keyframe

Keyframe ist ein modulares Möbelbau-System. Es besteht aus Edelstahlverbindern, Eichenträgern und CDF-Platten, welche als Verbindung, Möbelstruktur und Korpusse dienen.

Für mein Abschlussprojekt dient das System als modulare Küche. Der Fokus lag dabei von Anfang an auf einer nachhaltigen Lösung. Da der Begriff der Nachhaltigkeit aktuell sehr inflationär genutzt wird, bestand ein großer Teil der Arbeit darin, herauszufinden: „Was ist nachhaltig?“.

Keyframe ist gestaltet, um ein langes Leben der Materialien und Teile zu begünstigen.
Bei der Materialwahl wurde auf Beständigkeit geachtet. Mit der Idee eines Mietsystems bleibt de Produzent im Besitz der Teile und damit auch in der Verantwortung. So kann der Produzent alle Teile wiederaufarbeiten, weiternutzen oder recyceln. Dadurch ist gesichert, dass das Material in Kreisläufen bestehen bleibt.

Furniture Collection “Super Office”

Die Kollektion »SuperOffice« repräsentiert mit seinen Entwürfen eine kontemporäre Sichtweise auf unsere heutige Bürowelt und setzt sich mit den damit verbundenen physischen Büro-Strukturen auseinander. Konzipiert für das Concept Office, welches gegründet wurde, um neue Formen der Zusammenarbeit zu etablieren und Büroflächen in ihrer Nutzung nachhaltig und anpassungsfähig zu gestalten. Die Objekte lassen sich beliebig miteinander kombinieren und schaffen damit alternative Nutzungsweisen, Räume und Arbeitssituationen. Zugleich ist die Kollektion geprägt von regionaler und ökologischer Fertigung, den damit zusammenhängenden kürzeren Transportwegen und einer transparenten Wertschöpfung.

Don’t Panic.

Durch unvorhersehbares Auftreten von lebensbedrohlichen Symptomen wie starkes Herzklopfen oder steigenden Puls, können Betroffene einer Panikstörung zu jeder Zeit von einem Gefühl der Todesangst überwältigt werden. Die daraus resultierende Vorsicht gegenüber vermeintlichen Panikauslösern wie Orten oder Situationen schränkt das Leben der Personen immer weiter ein.
Anhand der Anleitungen für das Vorgehen bei einer Panikattacke – abhängig von deren Intensivgrad – sowie eine Beschreibung von Akupressurpunkten – bieten eine Möglichkeit zur Selbsthilfe. Die daraus resultierende Aufklärung und Auseinandersetzung mit der Krankheit kann die Unsicherheit und Angst vor aufkommenden Attacken mindern. Der dazugehörige Podcast soll sowohl für Betroffene als auch für Außenstehende eine Möglichkeit sein, die Krankheit besser verstehen zu können und das Themengebiet der psychischen Krankheiten weiter sensibilisieren.

DAS TUN AN SICH

Die sechs Objekte bieten Anlass zu einer kritischen Auseinandersetzung mit leistungsorientiertem Handeln und hinterfragen übliche Annahmen über die Funktionalität und Effizienz von Abläufen. So steht bei der Benutzung nicht das schnelle Erreichen des Ergebnisses im Vordergrund, sondern vor allem der Weg dahin. Sie sind bewusst weniger effektiv als übliche Ausführungen, dafür ermöglichen sie sinnlich meditative Erfahrungen im Alltag. Auf spielerische Weise animieren sie somit zu einem entschleunigten und bewussteren Tun.

Bei der Benutzung der Besen stehen der Mensch und seine eigene Bewegung im Vordergrund. Jeder der vier Besen ermöglicht eine andere Bewegung – mal groß, mal klein, schwungvoll oder leicht. Spielerisch kann dabei der Prozess des Fegens erforscht werden.

Die Gießkannen sind aus Glas und betonen in der Handhabung ein konzentriertes und achtsames Tun. Das Wasser muss sich seinen Weg durch den Ausguss der Kannen bahnen, wobei Schlangenlinien und Luftblasen entstehen.

Coulisses

Unsere Besitztümer spiegeln unsere Persönlichkeit und unsere Geschichte wider. Coulisses ist ein modulares Regalsystem und gestaltet sich als ein zentrales Element der Wohnung. Es hilft uns dabei, unsere schönsten und wertvollsten Besitztümer hervorzuheben oder zu verstecken, mal temporär abzulegen oder lange und sicher zu verstauen.

Coulisses besteht aus gekanteten Stahlmodulen, die durch ein einfaches Klemmsystem in Bretter gesteckt werden. Das Produkt ist in der Herstellung flexibel und überall und mit vielen verschiedenen Herstellungsmöglichkeiten reproduzierbar. Es kann sich in unterschiedlichen Wohnsituationen anpassen und dank der unterschiedlichen Größen, die es annehmen kann, passt es auch in den kleinsten Wohnungen. Durch seine breite Vielfalt an Farb- und Materialkombinationen wird es entweder zum stillen Wegbegleiter, oder bereichert durch Farbakzente mit seiner beruhigenden Anwesenheit das Leben.

Letzter Abschied

„Letzter Abschied” ist ein Konzept für eine pietätvolle Abschiednahme von Verstobenen in Katastrophenszenarien wie Naturkatastrophen und Epidemien. Um für Hinterbliebene das Trauma des Verlusts zu mindern ist die kultursensibel gestaltete Leichnamschutzhusse auf alle Körpergrößen und -formen anpassbar, kann durch Angehörige – wenn es die Umstände zulassen – individualisiert und Grabbeigaben beigefügt werden. Damit eine Aufarbeitung eines jedes Schicksales zu jedem Zeitpunkt möglich ist, wird die Rückverfolgbarkeit der Verstorbenen durch die Anwendung von QR-Codes und Erkennungsmarken, der Speicherung von mitunter temporären Bestattungsorten sowie einem automatischen Abgleich mit Vermisstendatenbanken gewährleistet.
Auch ökologisch werden neue Maßstäbe gesetzt: ausschließlich nachwachsende Rohstoffe wie Nutzhanf und Baumwolle kommen zur Anwendung, Pilzsporen fördern die natürliche Zersetzung der Körper und Hussen und können durch Mykorestauration die Böden nachhaltig verbessern.