Anton

Das anpassbare Möbelsystem „Anton“ wurde als flexible und nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Kindermöbeln entwickelt, um mit den ständig wechselnden Bedürfnissen von Kindern mithalten zu können.

Das Möbelsystem richtet sich an Kinder zwischen 2 und 8 Jahren und ermöglicht spontane Anpassungen. Es ermutigt Kinder, aktiv an der Gestaltung ihres Raumes mitzuwirken, und unterstützt Eltern dabei, mit wenig Aufwand auf neue Anforderungen zu reagieren.

Das Möbelsystem besteht aus hölzernen Gewindestangen und gelochten Grundplatten, die ohne weitere Verbinder stabil miteinander verschraubt werden. Es lässt sich flexibel in Höhe und Funktion anpassen und kann z. B. als Regal, Schreibtisch oder Garderobe genutzt werden – ideal für kleine Räume.

Anton ist langlebig, nachhaltig und wächst mit. Dank seines schlichten Designs bleibt es über Jahre hinweg nutzbar. Eltern kaufen nur, was sie aktuell benötigen, und können das System später erweitern oder weitergeben.

„Wie viel Osten steckt in uns?“

„Wie viel Osten steckt in uns?“ – diese Frage bildet den Ausgangspunkt einer sehr persönlichen Spurensuche. Eine einfache Antwort gibt es nicht, denn mit jeder Erinnerung, jedem Gespräch öffneten sich neue Perspektiven: Warum trennen wir Deutschland heute überhaupt noch? Warum wirkt das Thema oft belastet? Und was sagt das über uns aus?

Dieses Buch verbindet persönliche Geschichten, Interviews und liebevoll gestaltete Illustrationen zu einer Reise in die Vergangenheit und Gegenwart des Ostens. Es lebt von Erinnerungen – und von Begegnungen. Im Dialog mit anderen und mit sich selbst entsteht ein vielschichtiges Bild, das bewegt und zum Nachdenken anregt.

Am Ende stellt sich vielleicht eine ganz andere Frage: Nicht „Wie viel Osten steckt in uns?“, sondern „Wie viel steckt in uns?“ Denn wir alle tragen Erfahrungen, Werte und Träume in uns – unabhängig davon, wo wir aufgewachsen sind.

心生 Xin Sheng

In Deutschland leiden über vier Millionen Menschen an Herzinsuffizienz – Tendenz steigend. Laut medizinischem Fachpersonal des Herz- und Diabeteszentrums NRW scheitert eine wirksame Behandlung oft daran, dass Patientinnen ihre Therapiepläne nicht konsequent einhalten. Auf Basis von Interviews mit Betroffenen und in enger Zusammenarbeit mit Fachärztinnen entstand XIN SHENG – ein System, das eine benutzerfreundliche App mit smarter Hardware kombiniert. Es unterstützt Patient*innen im Alltag durch einfachen Zugang zum Therapieplan, personalisierte Erinnerungen und motivierendes Feedback. XIN SHENG („neue Geburt“ oder „Herztöne“) steht symbolisch für einen Neuanfang mit der Krankheit: Es stärkt die Eigenverantwortung, hilft dabei, gesunde Routinen zu entwickeln und verbessert so nachhaltig die Lebensqualität von chronisch Herzkranken.

same streets, same sky

Das Projekt „same streets, same sky“ veranschaulicht visuell den Mechanismus des Eskapismus. Der Kurzfilm zeigt, wie Menschen aus monotonen Alltagsroutinen ausbrechen und dabei unbewusste Verhaltensweisen sichtbar werden. Die Protagonistin entwickelt im Laufe der Handlung eine zunehmende Neigung zum Eskapismus, um ihrem eintönigen Leben zu entfliehen. Durch den Einsatz der innovativen Technik Gaussian Splatting und statischen Elementen werden die Trägheit des Alltags und Wahrnehmungsverzerrungen dargestellt. Der Film regt zum Nachdenken über eigene Fluchtmechanismen und deren Einfluss auf die Realitätswahrnehmung an.

HaNeuFashion

Im Projekt „Make it Neu together (MiNt)“ hat Yang Ni mit KulturBühne Neustadt e.V. und Schulen in Halle-Neustadt das Format „HaNeuFashion“ entwickelt. Ziel ist es, durch kreative Workshops die digitalen Kompetenzen der Schüler*innen zu stärken. Unter dem Motto „Deine Story, Dein Style, Deine Tasche“ entwerfen die Teilnehmenden eigene Modetaschen. Dieser Prozess fördert Kreativität und den Umgang mit digitalen Werkzeugen. Die Taschen symbolisieren den persönlichen Ausdruck und bringen das Projekt in den öffentlichen Raum. Zusätzlich schaffen Workshops mit recycelten Materialien Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Das „MiNt“-Projekt erhielt kürzlich Vollförderung von SmartCity, wodurch Passage 13 und Schulen digitale Labore und Workshops einrichten können. „HaNeuFashion“ ist ein Versuch, Social Design in Halle-Neustadt umzusetzen und die Gemeinschaft positiv zu verändern.

Tapp

Im schnelllebigen Alltag geraten viele Menschen beim Verlassen des Hauses in Eile, wenn sie nach Schlüsseln oder anderen wichtigen Gegenständen suchen. Tapp ist die Antwort auf dieses alltägliche Problem – eine wandmontierte Leuchte, die nicht nur Licht spendet, sondern durch eine einfache, intuitive Geste – das Ablegen oder sanfte Antippen – aktiviert wird. Das Licht signalisiert dem Nutzer dabei den Ort seiner Gegenstände. Die schalenförmige Leuchte dient gleichzeitig als natürliche Ablagefläche. So entsteht Ordnung nicht durch Zwang, sondern durch eine Gestaltung, die zur unbewussten Selbstorganisation anregt.

Die Gestaltung von Tapp basiert auf der Theorie des „Design without Thought“. Tapp macht sich genau dieses Verhalten zunutze: das beiläufige Ablegen von Schlüsseln oder kleinen Gegenständen wird durch das Design unterstützt. Es entsteht eine Art visueller Gedächtnisraum – ein Ort, an dem wichtige Dinge nicht nur abgelegt, sondern auch erinnert werden.

RECYCLING DESIGN: Drehstühle neu gedacht

Auch zwei Jahre nach der Pandemie ist das Homeoffice nicht mehr wegzudenken – die Nachfrage nach Büromöbeln steigt weiter. Gleichzeitig erfordert ihre Herstellung große Mengen an Material und Energie. Ein Großteil davon bleibt nach kurzer Nutzungsdauer ungenutzt. Dieses Projekt widmet sich dem Recycling von Drehstühlen und hinterfragt bestehende Entsorgungs- und Wiederverwendungsprozesse. Ziel ist es, nutzerzentrierte Alternativen zu entwickeln, die durch partizipative Gestaltung den Recyclingprozess verständlicher und zugänglicher machen. Nutzer:innen werden aktiv eingebunden, erhalten Wissen über Materialkreisläufe und entwickeln ein neues Bewusstsein für den Wert beschädigter Möbel. So kann die emotionale Bindung zu Produkten gestärkt und dem Trend zu „Fast Furniture“ entgegengewirkt werden. Das Projekt untersucht das Potenzial dieses Ansatzes für eine zukunftsfähige Möbelgestaltung im Sinne der Kreislaufwirtschaft.

Masken des Alltags

Das Projekt „Edging Fashion“ untersucht die Schnittstelle von Mode und Kostümdesign. Zunächst wurde ein Kostümdesign für das Theaterstück Edging Faust am UNI.T Theater Berlin (2024) entwickelt. Diese Erfahrung diente als Feldstudie und Grundlage für eine anschließende Modekollektion. Im Projekt wird hinterfragt, wie sich der Kontext auf die Bedeutung von Kleidung auswirkt: Ein Kleidungsstück wird auf der Bühne zum Kostüm, und Mode wird auf dem Laufsteg zur Inszenierung.
Die enge Zusammenarbeit mit den Nachwuchsschauspieler:innen und ihre individuellen Rolleninterpretationen prägten maßgeblich die Entwürfe. Mode wird als Form der Persona verstanden, die es ermöglicht, Identität in verschiedenen sozialen Kontexten zu gestalten und zu kommunizieren – ähnlich wie ein Kostüm auf der Bühne.

DRIP_colors and concrete

„drip-colors and concrete“ ist ein Dokumentarfilm, der eine persönliche und authentische Reise zeigt, die aus der Ich-Perspektive erzählt wird. Tom nimmt die Zuschauenden mit auf eine aufregende und unerwartete Route durch den Mittleren Osten, über den Balkan zurück nach Hause.
Dabei dokumentiert er nicht nur seine Erlebnisse, sondern hinterlässt auch in jedem Land seine künstlerischen Spuren. Der Film ist rau und spontan und fängt die Energie und Vielfalt der Street Art in einer Weise ein, die selten zu sehen ist.
„drip-colors and concrete“ zeigt die Herausforderungen und Freuden des künstlerischen Schaffens unter wechselnden politischen und sozialen Bedingungen und bietet eine ungefilterte Sicht auf die Länder und Menschen, denen Tom auf seiner Reise begegnet ist.

eTransportschein

Der aktuelle, papierbasierte Ablauf des Krankentransports in Deutschland führt zu einem ineffizienten und fehleranfälligen Prozess. eTransportschein bietet eine digitale Lösung, welche alle Beteiligten miteinander vernetzt. Über einen zentralen Datenspeicher werden die Transportscheine digital erfasst und ein reibungsloser Informationsaustausch zwischen Ärzt:innen, Transportdiensten, Krankenkassen und Patient:innen ermöglicht.

Intelligente Formulare unterstützen Ärzt:innen dabei, Transportscheine schneller und fehlerfrei zu erstellen. Der zentrale Datenspeicher vereinfacht die Zusammenarbeit und steigert die Effizienz im Gesundheitswesen – davon profitieren alle Beteiligten.

Alle Benutzeroberflächen sind barrierefrei nach WCAG-Standard gestaltet und basieren auf einem modularen Designsystem. Zudem erfüllt eTransportschein die rechtlichen Vorgaben und bietet somit eine praxistaugliche, zukunftsfähige Lösung zur Digitalisierung und Optimierung der Abwicklung von Krankentransporten.