Die Arbeit untersucht Brand Design als strategisches Instrument zur Generierung von Sichtbarkeit und Marktrelevanz im (Holz-)Handwerk. Ausgangspunkt ist das Paradoxon, dass Betriebe trotz hoher Fertigungsqualität in markenorientierter Konsumkultur an Prägnanz verlieren, was Anschlussfähigkeit und Nachfolgeperspektiven gefährdet.
Methodisch verknüpft die Forschung eine historische Literaturanalyse mit leitfadengestützten Expert:inneninterviews an der Schnittstelle: Handwerk, Design und Marketing. Die qualitative Interviewanalyse wird durch Zukunftsmatrizen und Heatmaps in ein prospektives Wirkungsgefüge überführt.
Aufbauend wird ein praxisnaher Leitfaden entwickelt und im Proof of Concept des fiktiven Betriebs „Wert.Stücke“ als Brand Manual, Produktserie und Webseite operationalisiert. Ergebnisse zeigen, dass Defizite in strategischer Inkohärenz statt handwerklicher Qualität gründen. Authentizität wird effektiv, wenn Materialnähe, Prozessqualität und Haltung narrativ vermittelt werden.
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