Urbane Baulücken gehören zum Stadtalltag, werden aber selten bewusst wahrgenommen. Sie liegen dort, wo Innenstädte unter Verdichtung, Hitze und dem Verlust frei zugänglichen Aufenthaltsorten leiden. Eine Untersuchung des Trierer Stadtkerns zeigt, die meisten Baulücken sind nicht leer, sondern funktional belegt. Öffentlicher Raum ist vorhanden, bleibt aber unbelebt.
Hier setzt Quartier Nr.12 an. Anstelle eines Lückenschlusses wird die Baulücke als sozialer, ökologischer Möglichkeitsraum gesehen: ein grüner, konsumzwangfreier Ort, an dem Menschen zusammenkommen. Drei Zonen unterteilen in offene, halboffene und geschlossen Bereiche und verbinden so Freiraum, Übergang und Nutzung in einer durchlässigen Sequenz. Ein reversibles, sortenrein trennbares Tragwerk, hält die Struktur wandelbar. Entsiegelung und Begrünung verbessern das Klima. Ein anpassbares Raster reagiert auf örtliche Gegebenheiten und zeigt, wie Restflächen zu Orten einer klimafreundlichen, gemeinwohlorientierten Stadt werden.
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