The modular mold.

Theresa Voigt

Februar / February - 2020

Bauhaus Universität Weimar

Was ist es?

Innerhalb dieser Arbeit wird ein Service angeboten, die NutzerInnen können sich über eine Webseite ihre eigenen Porzellanobjekte zusammenstellen und diese aufgrund zuvor festgelegter Parameter verschieben. Sie werden im weiteren Verlauf konkret darüber informiert wie ihr Objekt hergestellt wird und wer genau an den jeweiligen Prozessschritten beteiligt ist

Was ist das Thema?

Diese Arbeit behandelt die Auseinandersetzung mit der industriellen Fertigung und dem damit einhergehenden Verlust der Wertschätzung die wir Produkten entgegen bringen. Dies liegt oftmals daran das wir weder wissen Wie, Wo oder Wer unsere Produkte hergestellt werden, da es zu einer Anonymisierung der Herstellung gekommen ist. Es geht zum einen darum die Personen hinter dem Produkt zu würdigen, als auch die NutzerInnen in den Gestaltungsprozess mit einzubeziehen. Dadurch soll die Herstellung transparenter werden und ein höheres Interesse für das Produkt selbst generiert werden.

Warum sieht es so aus?

Durch die Aufteilung der Form in verschiedene Gipssegmente ist es einfach möglich verschiedene Produkte zusammenzustellen. Diese Segmente können zudem verschoben werden. So entsteht zwar eine Produktfamilie die sich aus optisch ähnlichen Objekten zusammensetzt, jedoch ist jedes dieser Objekte ein Unikat vom Nutzer selbst nach seinen Bedürfnissen zusammengestellt. Es entstehen multiinterpretierbare Produkte die in ihrer Funktion divers sind.

Was ist das Besondere?

Das Besondere daran ist die Auseinandersetzung mit dem Herstellungsprozess von keramischen Produkten. Durch die Analyse dessen entsteht die Möglichkeit den Nutzer Teil dieses Prozesses werden zu lassen. Die Objekte heben sich von der klassischen Formsprache, die die Industrialisierung vorgegeben hat ab und regen dadurch wiederum ein Hinterfragen dessen an.

Was ist neu?

Es gibt kaum Möglichkeiten sich ein eigenen Porzellan Objekt zusammenzustellen, aufgrund des Modularen Formbaus ist dies aber umsetzbar. Dadurch entsteht eine viel stärkere Bindung zum Objekt. Zudem entsteht eine ganz neue Formsprache der Objekte. Diese zeigt das Material in einem ganz neuen Blickwinkel.