support your local microbes homage to the microbiome

Lene Zech

Februar / February - 2020

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Was ist es?

Eine Gefäßerweiterung, die das Riechen als Sinneserfahrung in den Vordergrund stellt, um Mikroben auf neue Art und Weise zu zeige und die internationale Vielfalt der Mikroorganismen in der Fermentation zu verdeutlichen. Eigenschaften der fermentierten Lebensmittel werden neu erfahrbar gemacht und Mikroben präsent in Szene gesetzt.
Gefäße können dabei als mobile Präsentation, Erfahrung und Verkostung Anwendung finden und kommen zum Einsatz in Aperitif- und Ausstellungssituationen, Food Messen oder im Catering-Bereich.

Was ist das Thema?

Zusammenhang allen Lebens und Grund für Fermentation — um das untergegangene Potenzial des Mikrobioms und seine Notwendigkeit aufzuzeigen, wurde ein Konzept generiert, welche die Aussichten des Mikrobioms feiert, präsentiert und positiviert. Können Mikroorganismen, welche weltweit überall zur Verfügung stehen, ihren schlechten Ruf ablegen und ihr verdientes Ansehen erneut in Umlauf bringen? In einer antibiotischen Gesellschaft gilt die Entfremdung des Bakteriums. Unwissenheit wird zur Feindseligkeit zwischen Desinfektionskult. Dabei sind diese symbiotischen Beziehungen zwischen Mikroben und mehrzelligen Organismen Teil aller Zusammenhänge des Lebens und nur die Wenigsten von ihnen sind krankheitserregende Keime.

Warum sieht es so aus?

Funktional und formal zurückhaltend sollen Lebensmittel und deren Mikroben inszeniert und in den Vordergrund gestellt werden. Als Hauptelement steht ein haubenähnlicher, gläserner Kegelstumpf, der durch einen Volumenanteil an Glas Duftstoffe sammelt und später abgeben kann. Formal geht das transparente, farbige Glas, welches auf einem leeren Teller Platz findet, auf den Aspekt der Unsichtbarkeit von Mikroben ein. Die Glasfarbe unterstützt hierbei die Inszenierung der Lebensmittel, die innerhalb der Haube an einer besteckähnlichen Halterung geklemmt oder gespießt werden.

Was ist das Besondere?

Das Kulturgut der Fermentation und damit der Mirkroorganismen, welche nur unter Laborbedingungen visuell zu erkennen sind, sollen in dieser Szenerie als olfaktorisches Erlebnis wahrgenommen werden. Erfahrungen währen am längsten in Erinnerung bei Erstkontakt mit Gerüchen. Speziell entwickelte Gefäße sollen deshalb den Geruchssinn unterstützen und die internationale Vielfalt der Mikroorganismen in der Fermentation verdeutlichen.

Was ist neu?

Um informativ über das Thema des Mikrobioms zu berichten und über die Gefäßerweiterung hinaus ein Kommunikationskonzept zu gestalten, entstand unter dem Namen „support your local microbes — eine Hommage an das Mikrobiom“ eine unabhängige, unterstützende und aufklärende Zeitung. Diese vermittelt Grundwissen zum Thema des Mikrobioms, erläutert dessen Zusammenhänge zu Gesundheit und Ernährung und diskutiert Esskultur im Wandel.