Prana

Elena Thalia Scholz

Februar / February - 2020

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Was ist es?

Prana ist ein Leuchtobjekt aus Porzellan, welches durch ein warmes pulsierendes Licht zu einer Atemübung anleitet.

Was ist das Thema?

Das abendliche Ritual und seine Auswirkung auf die Schlafqualität und somit Lebensqualität des Menschen ist hier das Thema. Wir leben in einer schnellen und atemlosen Gesellschaft. Bei all der Geschäftigkeit vergessen wir häufig, uns auf das Wesentliche unserer Existenz zu besinnen. Wie ein Spiegel verdeutlicht das atmende Objekt „Ich atme, also bin ich.“ Vorzugsweise als Abendritual angewendet, soll Prana zu einem verbesserten Schlaf und dadurch zu mehr Ausgeglichenheit am Tag verhelfen. In dieser Arbeit war der inhaltliche Fokus einen Mehrwert zu schaffen, indem die Benutzerin/den Benutzer mit Hilfe eines Objektes durch ein Ritual geführt wird, welches es ermöglicht, zu sich selbst zu kommen. Es sollte dem Verlust des abendlichen Rituals (u.a. durch Nutzung elektronischer Geräte) entgegenwirken.

Warum sieht es so aus?

Das feine Relief im Porzellan ist manuell durch mein eigenes tiefes Ein- und Ausatmen während des Gipsdrehens entstanden. Sie wird das inhaltliche Konzept direkt in die Gestaltung übersetzt. Der Herstellung der Gipsform geht dem Guss des Porzellans voraus. Da die Kreisform die harmonischste und beruhigendste der Grundformen darstellt, wurde diese gewählt. Das warme Licht soll die beruhigende Wirkung verstärken; erwiesenermaßen haben orangene Farbtöne diese Wirkung auf den Menschen.

Was ist das Besondere?

Das Besondere ist zum einen das Porzellan mit seinem Relief. Die Poesie der Übersetzung (m)eines Atems in ein hartes Material. Zum Anderen inhaltlich der Aspekt des Rituals und die Förderung der Verbindung zu sich selbst.

Was ist neu?

Neu ist die Kombination von angewandter Kunst und einer technischen Lösung für ein aktuelles Problem.