MENSCH UND DING. Gestaltung im Dazwischen

Name/n Absolvent*innen:

Antonia Hinderegger

2026

Kurzbeschreibung

Warum behalten wir Dinge, die keinen messbaren Nutzen haben? Weil Sinn oft jenseits von Funktion und Materialwert entsteht. Objekte, die uns langfristig begleiten, werden zu materiellen Speichern für Beziehungen, Erinnerungen und wiederkehrende Handlungen.

Auf Basis eines offenen Archivs unterschiedlicher Objektbiografien untersucht die Arbeit diese alltägliche Form der Sinnproduktion. In einem Prozess der schrittweisen Dekonstruktion werden die Ursprungsformen systematisch zerlegt und ihren funktionalen wie symbolischen Typologien entzogen. Diese gestalterische Transformation übersetzt unbewusste Alltagsgesten in neue, abstrakte Formangebote.

Das Ergebnis umfasst physische Objekte. Als liminale Artefakte entziehen sie sich jeder eindeutigen Zuschreibung – ihre Bedeutung erschließt sich erst im Dazwischen der Interaktion. Gestaltung wird hier zur Praxis des Sichtbarmachens: Sinn entsteht im Vollzug der Beziehung zwischen Mensch und Ding.