Mastering the Mold

Laureanne Kootstra

Oktober / October - 2018

Universität der Künste Berlin

Was ist es?

„Mastering the Mold“ besteht aus zwei Projekten, die den analogen und digitalen Formenbau verbinden. Das erste Projekt ist eine Serie von Vasen aus Porzellan, die mit 3D-gedruckten Masterformen hergestellt wurden und das zweite Projekt ist ein Stuhl oder stapelbarer Pflanzenbehälter, der aus CNC-gefrästen Masterformen hergestellt wurde.

Was ist das Thema?

"Mastering the Mould" erforscht die Kombination von analogem und digitalem Formenbau für kleine und mittelgrosse Keramikwerkstätte. Die Masterformen wurden mit einer CNC-Fräsmaschine und einem 3D-Drucker erstellt. Durch die Fokussierung auf die Masterformen und nicht auf die Positivform wird der Prozess zur Herstellung von Gipsformen verkürzt. Durch die Akzeptanz der Digitalisierung kann die Werkstatt weiterhin mit ihren Händen analog arbeiten und die digitale Hilfe bei Bedarf zu ihrem Vorteil nutzen.

Warum sieht es so aus?

Die Ästhetik der Vasen und des Stuhls/Pflanzerbehälters zeigt den Prozess eines digitalen und analogen Handwerkers. Die Nähte und Muster an den feinen Vasen zeigen die modularen 3D-gedruckten Masterformen die verwendet wurden. Die Größe und Ästhetik des Box spiegelt die Verwendung der CNC-Fräsmaschine wieder.

Was ist das Besondere?

In größeren Keramikwerkstätten und Fabriken benutzt man schon länger Maschinen zur Hilfe. Die Ankunft digitaler Technologien in der kleinen und mittelgroßen Werkstätten ist eine relativ neue Entwicklung. Der Einsatz von Technologie gibt Ihnen die Möglichkeiten,exakt und zugänglich zu arbeiten, den Preis niedrig zu halten und wettbewerbsfähig zu bleiben. Indem sie analog und digital arbeiten, können sie Objekte erstellen, die das Beste aus beiden Welten anbieten. Sie können die Vorteile der Technologie mit der Wärme, Vielfalt und persönlichen Note und anderen Vorteilen der Handarbeit kombinieren.

Was ist neu?

Die in diesem Projekt erstellten Master-Formen können mit Gips gegossen werden. Dieses ermöglicht die Formen schnell zu reproduzieren. Durch die Verkürzung des Formenbaus können Zeit und Geld gespart werden. Durch Hinzufügen digitaler Schritte zum Formenbau wird die Produktion für Open-Source-Szenarien geöffnet. Das Auslagern wird auch einfacher, wenn man die CAD-Zeichnungen freigibt. Der Einsatz des 3D-Druckers und der CNC-Fräsmaschine wird in den beschriebenen zwei Keramikserien deutlich, die dem modernen Handwerker ähneln.