Hochschule

© Paula Hildebrandt

Folkwang Universität der Künste
Sekretariat: Maike Sahlmann
Campus Welterbe Zollverein | Quartier Nord
Martin-Kremmer-Straße 21
D-45327 Essen
industrialdesign@folkwang-uni.de

id.folkwang-uni.de 
folkwang-un
i.de 

Prof. Anke Bernotat
Professorin für 
Gestaltung & Innovation

Marion Digel
Professorin für 
Fachspezifische Gestaltungs- 
und Entwurfsgrundlagen

Dr. Christa Liedtke
Professorin für
Nachhaltiges Konsumieren & Produzieren

Kurt Mehnert
Professor für
Strategie & Vision

Stefan Neudecker
Professor für
Design by Technology

Christian Schreckenberger
Professor für
Experimentelle Gestaltung

Carolin Schreiber 
Gastprofessorin für Social Design
Design & Partizipation

Folkwang Universität der Künste Essen

Schon vor Gründung der Folkwangschule 1927 gab es die GestalterInnen (als Kunstgewerbeschule) und von Anfang an waren sie in großer Nähe zu den anderen Folkwang Künsten; seit 1928 auch unter dem Namen „Folkwangschule für Gestaltung“. Von 1948 bis 1972 lernten und schufen FotografInnen, BildhauerInnen, GrafikerInnen, WerkkünstlerInnen etc. sogar unter einem Dach mit MusikerInnen, TänzerInnen und SchauspielerInnen.  2007 wurden sie offizieller Teil der Folkwang Universität der Künste und kamen mit den drei Studiengängen Fotografie, Kommunikationsdesign und Industrial Design.

Seit Januar 2010 wird das SANAA-Gebäude von der Folkwang Universität der Künste genutzt. Damit hat sich Folkwang verbindlich auf dem Gelände des Welterbes Zollverein angesiedelt. In Sichtweite des SANAA-Gebäudes steht der Neubau für den Fachbereich Gestaltung, der seit dem Wintersemester 2017 dort den Lehrbetrieb für alle Folkwang GestalterInnen startete.

Was ist Folkwang Design?

Gut ausgebildete GestalterInnen leisten durch ganzheitliches praktisches und kritisches Denken, durch die Sensibilität und Fähigkeit vorauszudenken, durch Kenntnisse von Kultur, Kunst, Technologie, Ergonomie, Wissenschaft und Markt einen wesentlichen Beitrag für die Gestaltung unserer Umwelt. GestalterInnen auszubilden, ihnen innerhalb einer einzigartigen transdisziplinären Studienstruktur, durch die Verbindung von Theorie und Praxis, die Grundlagen für neue Sicht- und Vorgehensweisen zu geben und sie bei der Bildung ihrer eigenen gestalterischen Haltung und Herangehensweise zu fördern, ist Ziel der Folkwang Ausbildung.

GDG – Einreichungen
Mehr zu den Projekten auf der Graduates Plattform

2020
Imke Drees
Maximilian Ewert
Paul Klapper
Sophia Feulner
Mara Vöcking & Jelena Maschke
Florian Neubacher
Elena Blazquez
Svenja Peper
Adem Kilic

2019
Sabrina Großkopp
Lukas Lütten
Daniel Rauch
Lisa Effertz
Wolfgang Wischmann
Christoph Tochtrop

School Profile Projects

Elena Blasquez / 2064

In ihrem Masterstudium an der Folkwang Universität der Künste hat sich Elena Blazquez von Anfang an auf das Thema des BHs konzentriert. Sie untersucht dabei wieso ebendieses Kleidungsstück Teil einer patriarchalen Gesellschaft und der damit einhergehenden Ungleichbehandlung und Diskriminierung der Geschlechter ist. Mit kleinen gestalterischen Interventionen experimentiert Elena, wie das Ungleichgewicht zwischen weiblicher und männlicher Oberkörperfreiheit aufgebrochen werden kann. Angelehnt an die Vision des Designers Rudi Gernreich, der 1971 die Utopie aufstellte, dass in Zukunft Frauen Hosen tragen und Männer Röcke, deutet Elena den BH um. Aus einem der weiblichsten Kleidungsstücke wird so der Unisex-BH. Jeder Mensch kann frei entscheiden, ob die Brust verdeckt oder offen gezeigt werden soll. Die BH-Kollektion 2064 ist nonbinär, sensibel, sportlich und doch verspielt. Damit bricht sie mit der üblichen doch stereotypen geschlechtsneutralen Gestaltung. Elenas Arbeit zeigt exemplarisch wie vielfältig und produktiv im Masterstudium Industrial Design an der Folkwang Theorie und Praxis zusammengebracht werden.

Christoph Tochtrop / Winson

„Produkte haben ein Recht auf Nutzung!“, proklamiert Christoph Tochtrop und untersucht wie man Produkten zu mehr Nutzung verhelfen kann. Statt der üblichen einzelnen hochspezialisierten Drehgeräte, entsteht so ein System aus Antriebs-, Griffs- und Steuereinheit, bei dem die einzelnen Komponenten mehrfach genutzt werden können. Christoph verhilft damit nicht nur einer ganzen Gruppe von Geräten zu einer ressourcenleichteren Konsum- und Produktkultur, er gestaltet mit VINSON auch ein demokratisch niederschwelliges Gerät, dass sich durch seine neutrale Ästhetik im gesamten Haushalt verortet. Christophs Arbeit VINSON zeigt exemplarisch den Diskurs um die Gestaltung der Nachhaltigkeit an der Folkwang Universität der Künste.

Sabrina Großkopp / Schlaraffenland 4040

Was wäre wenn organische Abfälle und Exkremente plötzlich als lebensnotwendige Rohstoffe wahrgenommen werden? Sabrina Großkopps Arbeit provoziert. Mit ihrer Vision Oberhausen – Schlaraffenstadt 2040 schafft sie ein Kreislaufsystem für Nährstoffe, um auch in Zukunft die Ernährung in der Stadt zu sichern. Dem Recyclingsystem zugeführte Abfälle und Ausscheidungen werden mit Bonuspunkten belohnt, die wiederum gegen Nahrungsmittel eingetauscht werden können. Sabrina zeigt wieso Industrial Design*innen heute nicht mehr nur Konsumgüter, sondern auch Stoffkreisläufe gestalten oder komplexe Themen darstellen. Die Arbeit steht damit exemplarisch für den Austausch zwischen der Folkwang und verschiedenen Forschungsinstituten. Sabrina gestaltet und forscht damit gleichermaßen am Beispiel der Bioökonomie. Mit ihrer Design Fiction macht sie die Frage greifbar, wie wir in Zukunft mit unseren Ressourcen umgehen.

Sophia Feulner / Ästhetik der Dunkelheit

Wie formt man Licht und Schatten? Neue flexible Wohnsituationen mit mehrfach genutzten Räumen verlangen nach einer anpassungsfähigen Leuchte. Sophia Feulners Entwurf BELT entstand aus unzähligen Beobachtungen, Experimenten und Prototypen, die sie immer wieder in den verschiedenen Werkstätten der Folkwang Universität der Künste umgesetzt und ausprobiert hat. Statt einer festen Lichtstimmung ist ein Lichtwerkzeug entstanden mit dem aktiv Licht und Dunkelheit an die Situation angepasst werden können. Sophia zeigt wie an der Folkwang aus freien Experimenten nach und nach Ideen keimen. Durch den von Anfang an praktizierten Umgang mit verschiedenen Materialien nehmen diese Ideen immer konkretere Formen an. Sophias Lichtwerkzeug BELT ist deshalb ein Vorzeigebeispiel für die gelebte Hands-on-Mentalität an der Folkwang Universität der Künste.

Wolfgang Wischmann / Chamäleon

Wolfgang Wischmanns Arbeit CHAMELEON befasst sich mit der Grenze zwischen analoger und digitaler Welt. Seine Neuinterpretation eines Pinsels, richtet sich an die jüngsten Nutzer und dehnt ihre ersten digitalen Erfahrungen vom Bildschirm in die reale Welt aus. Die sonst eher passive Beschäftigung mit dem Tablet wird durch eine aktive Tätigkeit mit komplexer Bewegung und erweiterten sensorischen Erfahrungen ergänzt. Wolfgang hat dazu funktionierende Hardwareprototypen gebaut und diese auch schrittweise mit Kindern im Co-Design entwickelt. CHAMELEON steht somit beispielhaft für viele Arbeiten und Projekte an der Folkwang Universität der Künste, die sich mit digitalen Fertigungs- und Interaktionstechnologien befassen.