Inclusive Perspectives – spielerisch in eine inklusive Zukunft

Ende 2023 leben in Deutschland etwa 9,3 % der Bevölkerung mit schwerer Behinderung. Dennoch sind Behinderungen weiterhin stark stigmatisiert und Barrieren oft nicht nur physischer, sondern sozialer Natur. Inklusion zielt daher auf eine Gesellschaft, in der alle willkommen sind und gleiche Chancen bestehen. Die vorliegende Arbeit, ein Brettspiel, rückt Inklusion spielerisch und subtil in den Fokus der Gesellschaft.

Im Fokus stehen Sehbehinderungen. Unsere Wahrnehmung ist stark visuell geprägt. Wie verändert sie sich, sobald wir uns auf andere Sinne verlassen müssen?
Interviews halfen dabei, reale Bedürfnisse und Probleme zu verstehen. Häufig wurde der Wunsch nach einem Spiel geäußert, das einen Perspektivwechsel ermöglicht: So entstand das kooperative Teamspiel „Blackbox“.

Kommunikation und Vorstellungskraft sind gefragt, um die Geheimnisse der Blackbox zu lüften. Das Spiel lädt dazu ein, sich aktiv mit Inklusion auseinanderzusetzen und Barrieren kritisch zu hinterfragen.

The Algorithm Times

„The Algorithm Times“ ist eine experimentelle Zeitungsausgabe, deren Inhalte vollständig von Künstlicher Intelligenz erstellt wurden. Ziel des Projekts ist es, das Potenzial, aber auch die Risiken KI-gestützter Medienproduktion sichtbar zu machen. Das Projekt lädt dazu ein, über Authentizität, Manipulation und Verantwortung in der digitalen Informationsgesellschaft zu reflektieren. Leser*innen werden ermutigt, Medieninhalte kritisch zu hinterfragen und ein besseres Verständnis für die zugrundeliegenden Technologien zu entwickeln. Im Zentrum steht die Frage, wie KI in der Medienproduktion so integriert werden kann, dass sie demokratische Werte stärkt – statt sie zu gefährden.

Der vertikale Stadtkern

Der ehemalige Sudhausturm ist ein Denkmal der Moderne, der trotz seiner prägenden Wirkung auf das Stadtbild St. Ingberts größtenteils leer steht und unzugänglich ist. Der Entwurf „Der vertikale Stadtkern“ zeigt, welches Potenzial im Bauen im Bestand liegt und wie durch zukunftsorientierte Konzepte eine ganze Stadt nachhaltig aufgewertet werden kann. Unweit der Fußgängerzone entwickelt sich ein neuer, weitgehend barrierefreier Altstadtkern, der den Beckerturm und sein Umfeld mit Gastronomie, Ausstellungsflächen zum Thema Bier, Co-Working-Spaces, Gewerbe, Pop-up-Stores und begrünten Erholungsflächen neu belebt. Ein durchdachtes, adaptives Grundangebot soll somit eine dauerhafte Nutzung sichern und den Tourismus fördern. Ein neuer Fluchttreppenanbau ermöglicht zudem die Nutzung des gesamten Baus. Die Gestaltung greift auf bauzeitliche Elemente und Maschinen zurück, um Historie und Moderne zu verbinden. Die vermehrte Materialwahl Holz bildet einen positiven Kontrast zur Betonarchitektur.

Carrie, Liv + co.

Viele junge Menschen führen unfreiwillig ein nomadisches Leben – bedingt durch Mieterhöhungen, Wohnungsknappheit oder persönliche Gründe. Häufige Umzüge erschweren ein richtiges Ankommen. Möbel sind oft unpraktisch: sperrig, schwer, aufwendig im Auf- und Abbau.

Ich wollte ein Möbelsystem gestalten, das leicht transportierbar ist, Platz spart, dem neuen Raum eine bekannte Struktur gibt und schnelles Einleben ermöglicht. So entstand „Carrie, Liv + Co.“, ein Möbelsystem aus vier Bausteinen.

„Carrie“ ist ein modulares Regal aus stapelbaren Würfeln. Sie dienen gleichzeitig als Transportboxen.
„Liv“ ist ein Tisch mit integriertem Griff und zerlegbaren Beinen, fixierbar per Spanngurt.
„Sid“ sind vier Stühle mit Stofflehne – zerlegbar und tragbar im Paket.
„Abed“ ist ein Bettgestell, aus zwei Hälften, das „Liv“ und „Sid“ in sich verstauen kann.

Alle Objekte sind ineinander verschachtelbar, die Gesamthöhe des Pakets beträgt 11 cm und passt inklusive 6 „Carrie“-Boxen in einen Kombi-Pkw.

LUMIÈRE

Die Bachelorarbeit „Lumière“ untersucht, wie Stress und dessen Auswirkungen auf den menschlichen Körper effektiv reduziert werden können. Vor dem Hintergrund zunehmender beruflicher Belastungen wurde eine multifunktionale Tischlampe entwickelt, die Stress am Arbeitsplatz mindern und eine gesunde Work-Life-Balance fördern soll. Das Design vereint Erkenntnisse aus Chronobiologie, Lichttherapie und Arbeitspsychologie. Es kombiniert optimierte Beleuchtung mit einem Pausenkonzept, das durch Akkubetrieb und spezielle Ladestation umgesetzt wird. Der Wechsel zwischen Arbeits- und Ambientebeleuchtung unterstützt natürliche Rhythmen und fördert Erholungsphasen. Die Arbeit dokumentiert den Entwicklungsprozess von der Analyse bis zum Prototypen. Sie zeigt das Potenzial von Produktdesign zur Stressreduktion und hebt die Bedeutung interdisziplinärer Ansätze für Lösungen gesellschaftlicher Herausforderungen hervor.

Ima Summis

Ima Summis untersucht, wie sich religiöses Dogma in der asketischen Schlichtheit monastischer Architektur manifestiert und das Sakrale durch Rhythmus, Proportion, Materialität und Licht evoziert wird. Im Zentrum steht die Korrelation von Architektur und Gefäß – beide fungieren als Behältnis für Raum und Licht. Ihre gemeinsamen phänomenologischen Qualitäten – wie Taktilität und Tonalität, Maßstab und Proportion, Reihung und Rhythmus, Masse und Leere – werden aus dem architektonischen Kontext in die Gestaltung zeremonieller Gefäße übertragen. Ziel ist es, kontemplative Tiefe in säkularer Form erfahrbar zu machen und die immateriellen, symbolischen sowie rituellen Qualitäten von Designobjekten sichtbar zu machen.

HEK_01

HEK_01 ist ein Klappstuhl mit variabler Sitzhöhe, der für den Einsatz in unterschiedlichen räumlichen Kontexten konzipiert wurde. Ziel des Projekts war es, ein mobiles Sitzmöbel zu entwickeln, das sich an wechselnde Nutzungssituationen anpasst und dabei kompakt, funktional und ästhetisch reduziert bleibt. Der Stuhl kann in Bildungs- und Kultureinrichtungen, im öffentlichen Raum sowie im privaten Umfeld verwendet werden. Durch seine Klappbarkeit ist er leicht zu transportieren und platzsparend zu lagern. Die Möglichkeit, zwischen mehreren festen Sitzhöhen zu wählen, ermöglicht unterschiedliche Haltungen – vom bodennahen Sitzen bis zur aufrechten Position. HEK_01 fördert dadurch eine flexible und nutzerorientierte Raumnutzung jenseits starrer Möblierungskonzepte.

MO:CO Kitchen

Die MO:CO Kitchen ist ein modulares Küchensystem, das sich flexibel an veränderte Lebenssituationen anpasst. Es ist umziehbar, erweiterbar und individuell anpassbar in Arbeitshöhe, Layout und Unterfahrbarkeit. Robuste, austauschbare Module ermöglichen einfache Reparaturen und eine lange Nutzungsdauer. So wird MO:CO zum nachhaltigen, inklusiven Begleiter durch alle Lebensphasen im modernen urbanen Alltag.

høj

Mein Projektentwurf für einen höhenvariablen Kinder- und Jugendschreibtisch hat die Intention, für Kinder und Jugendliche einen gefassten Rückzugs- und Konzentrationsort im Gefüge familiärer Wohnverhältnisse, sozusagen einen Freiraum im Raum, zu gestalten. Zunächst ermöglicht das Möbelstück sowohl ein problemloses „Mitwachsen“ des Schreibtischs als auch dem Wunsch nach wechselnden Nutzerpositionen, wie man es spontan für kreatives Arbeiten, Lernen, Lesen und Mediengebrauch benötigt – ein konträr zu den gängigen technischen Prinzipien der Höhenverstellung entwickelter Lösungsansatz ohne Strom und Pneumatik.

Der hier vorgestellte Entwurf „høj“ (hoch) hebt und senkt sich mittels eines zur Tischplatte ausgewogenen Gegengewichtes in den Zahnrädern. Die konzentrisch und linear geführten Hebeachsen können somit leicht den Tisch stufenlos in der Höhe anpassen und arretiert werden. Die Konstruktionsästhetik und das inszenierte mechanische Hebeprinzip wurden bewusst eingesetzt.

Frisbee Table Collection

The Frisbee Table Collection is designed for today’s agile work environments, rethinking the traditional office desk through a modular, flexible system. Power access is integrated from the start, with customizable options that support various tabletops and layouts. It provides reliable, versatile workpoints suited to evolving spatial needs.

As work grows less tied to fixed locations, offices must adapt. Modern spaces must meet both digital and physical demands, offering setups that support choice and change. Flexibility today means more than movability — it’s about responsiveness. With hybrid models on the rise, versatile solutions are key.

Frisbee is based on simple geometry — points, lines, and planes — with the Power Column at its core. The Table Leg and Trestle enable various surfaces and setups. On top, the elevated Frisbee Island acts as an interactive touchpoint, with removable elements that let users shape their environment — promoting participation and personalization.