BUNKA

BUNKA ist eine fünfteilige Geschirr-Reihe, die anhand eines Menüs von fünf Gerichten der japanischen Küche gestaltet wurde. So wurde in Zusammenarbeit mit dem Restaurant Naniwa Sushi & More in Düsseldorf ein Menü mit dem Leitmotiv Miso, einer fermentierten Sojapaste, welche in verschiedenen Variationen präsentiert werden sollte erarbeitet. Das Design nimmt Bezug auf Restaurant, Speise, Gast und den interkulturellen Austausch zwischen der deutschen und japanischen Kultur. Der Fokus war insbesondere darauf gelegt, welche Einflüsse und Entwicklungen ein japanisches Restaurant nach mehreren Jahren in Deutschland macht und sich von der traditionellen Aufmachung unterscheidet. BUNKA soll diese Schnittstelle der beiden Kulturen aufnehmen und verkörpern.

Symbiotic Spaces

Symbiotic Spaces geht der Frage nach, was ein symbiotisches Zusammenleben mit nichtmenschlichen Lebewesen in der Stadt bedeuten könnte und wie sich experimentelle Gestaltung darin positioniert. Die Module aus Keramik „wachsen“ aus dem Wasser über die Uferkante in die Luft, um verschiedenen Lebewesen wie Amphibien, kleineren Säugetieren, Insekten und Vögeln Behausungen zu bieten. Die Formen sind inspiriert von nichtmenschlichen Architekturen im Wald, natürlichen Algorithmen und der Viskosität von wildem Ton. Jede Stadt besitzt eigene Erdtöne, daher entstand das erste Modell aus weißer Keramik, um ein neutrales Beispiel abzubilden. 3D Druck mit lokalem Ton wird als Medium genutzt, um über Stadtkultur, Materialien und die Natur von Technologie reflektieren. Außerdem steht die Frage im Raum, wer eigentlich eine Stadt bewohnt und wessen Bedürfnisse zukünftig in einer technologischen und gestalterischen Praxis berücksichtigt werden müssen.

Bürsten / brushes

BÜRSTEN
… sind Werkzeuge, die jeder benutzt, aber denen keine besondere Beachtung geschenkt wird. Schnell werden sie durch ein neues Modell ersetzt.
Porzellan ist wertig, rein und langlebig, genau das sind Bürsten leider nicht.
Den Bürsten soll zu neuem Glanz verholfen werden: Lässt sich der Besatz vom Bürstenkörper trennen, könnte nur dieser durch einen neuen ersetzt werden. Der Bürstenkörper aus Porzellan kann beim Wechsel problemlos gereinigt und immer wieder verwendet werden.

Mechanical Craft

Mechanical Craft ist ein Forschungsprojekt in den Bereichen Handwerk und Handmade, digitale Tools und Neue Technologien und den Vorstellungen, die wir mit diesen Begriffen verknüpfen. Die Gefässe sind der physische Output der praktischen und theoretischen Recherche. Sie wurden grösstenteils mit einer Maschine hergestellt – können wir sie trotzdem als handwerklich gefertigt wahrnehmen? Oder ihnen kulturellen Wert zuschreiben, wie wir es normalerweise nur bei traditionellen Handwerksgütern tun?
Die Objekte bestehen aus Porzellan, wurden erstellt mit einem generativen Tool und geformt mit einem 3D-Drucker und menschlichen Händen. Als Gefässe reihen sie sich ein in eine lange Tradition keramischer Objekte und können so in Verbindung gebracht werden. Das ungewöhnliche Äußere der Objekte entsteht durch Verdrängung von Masse, wodurch eine Oberfläche entsteht, die nur der Drucker so herstellen kann.

Migration of Matter

Durch 3D Druck es ist möglich, den Wert von lokalem Lehm aus Berlin – Brandenburg und seine Beziehung zum Land aufwerten, um das Material in neue Formen migrieren zu können. Lokaler Ton wurde durch Zugabe von Biomaterial für den 3D-Druck geschmeidiger gemacht. Verschiedene Glasuren aus dem lokalen Boden und organische Rückstände wie Kartoffelschalen wurden für ein funktionales 3D-gedrucktes Essgeschirr entwickelt. Dieser Arbeit ist ein Verknüpfung zwischen moderner Technologie und Nachhaltigkeits-Philosophie. Durch die Kombination von Parametrischer Design und 3D Druck es ist möglich neue Ästhetik zu generieren, die sich sehr präzise an den Formen der Natur orientiert. Das ermöglich eine neue Interpretation der Natur. Insbesondere die Transformation von Formen von Nahrungsmittel, die durch parametrisches Design stark zu uns kommunizieren können und jedes Element des Essgeschirr als Unikate produzieren. Biodiversität kann ein einzigartiges Umfeld schaffen, in dem Design und Gastronomie zusammenkommen können.

TP COLLECTION 2020

Die TP COLLECTION 2020 ist eine Sammlung an Papier-Porzellan-Objekten, die eine Kritik an unserem enormen Verbrauch von Toilettenpapier darstellen. Durch die Verwendung von wiedergewonnener Zellulose aus gebrauchtem Toilettenpapier in Kombination mit Porzellan wurde ein neues Material geschaffen, um auf die Probleme hinter diesem versteckten Abfallstrom aufmerksam zu machen.

Innerhalb der Ausstellung kann der/die Betrachter*in über die Vorteile unserer körperlichen Abfälle, unsere heutige Wahrnehmung von Hygiene und die Produktion und den Verbrauch von Toilettenpapier aufgeklärt werden.

Im Porzellan wurden die recycelten Fasern integriert und gebrannt. Die Zellulose ist verschwunden, aber ihr Nachlass ist noch zu sehen. Die dunklen Flecken im Inneren der Objekte sind eingekapselte Mineralien aus Körperabfällen und anderen Substanzen aus der Kanalisation. Im Ofen sintern diese Mineralien bei 1250ºC und werden sichtbar. Toxische Rückstände werden während des Brennvorgangs eliminiert.

HOLD

Der moderne Mensch verbringt immer mehr Zeit vor dem Bildschirm. Wir sind immer eingeschaltet, immer erreichbar, immer up-to-date. HOLD gibt dir eine haptische Pause von der visuellen Reizüberflutung der digitalen Welt. Einen analogen Moment des Begreifens. Inspiration findet das Projekt in dem Gedanken der traditionellen Teezeremonie. HOLD soll motivieren, sich Zeit zu nehmen, anzuhalten und sich zu entspannen. Durch die Konzentration auf die Handhabung werden neue Erfahrungen geschaffen, die taktile Wahrnehmung wird geübt und die unbewusste, alltägliche Handlung des Trinkens fokussiert. In seiner skulpturalen Erscheinung findet das Porzellanset seinen Platz neben dem Computerbildschirm auf dem Arbeitstisch.

HOLD besteht aus einem Porzellanset aus Kanne, Tasse und Untertasse und einer textilen Unterlage aus Seide. Auf der digitalen Ebene fungiert die HOLD-App als Wecker, der nach einer selbstbestimmten Zeit an eine Pause erinnert.

Weisses Gold²

Weisses Gold²
Porzellan und Salz

ist eine Geschirrkollektion aus Porzellan zur Verwendung in der gehobenen Gastronomie, die den Fokus der Speisen auf eine sichtbare Anwendung von Salz legt. Auf den Tellern werden durch die Teilung oder die Größe des Spiegels mehrere Ebenen als Anrichte geschaffen. Parallel entstand in einer Kooperation mit einem Restaurant in Halle ein 5 Gänge Salzmenü. Durch das bewusste Zusammenspiel von speziell geformtem Porzellan und Salz wird beiden eine gesteigerte Wertigkeit und Aufmerksamkeit zuteil.

GRAVITATIONEN / GRAVITATIONS

In dem experimentellen Projekt „GRAVITATIONEN“ werden, mittels eines Pendels und einem dafür entwickelten „Pendel-Gieß-Verfahren“, komplexe Schwingungsgeometrien in Porzellan verwirklicht.

material driven, digitally produced

»material driven, digitally produced« ist eine Untersuchung digital gesteuerter Fertigungsprozesse. In einem experimentellen Verfahren habe ich die keramische Technik des Schlickergusses durch die Verwendung eines Roboters adaptiert und dabei eine Serie von Porzellangefäßen hergestellt.