Bell Booth

In der aktuellen Situation suchen viele Menschen nach Möglichkeiten, ihre Leidenschaften von zu Hause aus zu verfolgen und sich selbst mehr Zeit zu widmen. Das betrifft auch Sprecher, die ihre Aufnahmen für Film und Fernsehen normalerweise im Studio absolvieren. Während der Corona-Pandemie war dies nicht möglich, auch konnten sich Anfänger oft keine Studiosessions leisten. 

Eine Lösung bietet der Aufbau einer schalldichten Kabine zu Hause, die es ermöglicht, sich akustisch gegenüber der Außenwelt zu isolieren. 

Die Kabine bietet einen anpassbaren Raum, um sich selbst ausdrücken zu können, während die Nachbarn ihre eigenen Träume verfolgen können. In der heutigen digitalen Welt sind ein Heimstudio und Plattformen wie YouTube und Spotify fast unverzichtbar. 

Die Kabine minimiert Außengeräusche, akustischer Schaumstoff optimiert den Klang, Tageslicht dringt durch ein Gitter in der Decke – und eine Belüftung sorgt für Komfort. Integrierte Beleuchtung schafft die passende Atmosphäre. Also, worauf wartest du?

CuCo

„CuCo“ ist ein interaktives Gerät, das Besucher*innen von Ausstellungen dabei hilft, die künstlerischen Konzepte von Kunstwerken jeglicher Art zu verstehen, indem es ihnen personalisierte Einblicke in die Exponate bietet und optimale Wege zwischen ihnen kartiert. Die maßgeschneiderten Informationen für Besucher*innenwerden durch die Anwendung von Personalisierungsprinzipien und die Analyse von Benutzerverhalten und Interessen mithilfe eines KI-basierten Algorithmus erstellt. CuCo übermittelt seine Informationen über die Kunstwerke akustisch – mittels gesprochenen Erzählungen – und führt die Besucher*innen mit Hilfe von Vibrationen (haptisches Feedback) durch die Ausstellung. Das Gerät benachrichtigt einen Benutzer, indem es intensiv vibriert, wenn ein Kunstobjekt, zu dem zusätzliche Informationen bereit stehen, sich in unmittelbarer Nähe befindet.

Agrineo

Die Effizienz von Mähdreschern lässt sich heutzutage aufgrund von ausgeschöpften Größenbeschränkungen nur geringfügig steigern. Die Abschlussarbeit antwortet hierauf mit dem Entwurf eines kompakten und kooperativen Schwarm-Mähdreschers. Jedes Fahrzeug ist mit einem Schneidwerk ausgestattet und kann das geerntete Getreide an das benachbarte Fahrzeug kettenartig weitergeben. Dies ermöglicht eine Effizienzsteigerung von 400% gegenüber herkömmlichen Mähdreschern. Jede Einheit kann ihr Schneidwerk kompakt auf das Fahrzeugdach klappen, was den Transport und die Lagerung des Schwarm-Mähdreschers sehr einfach und kosteneffizient macht. Die Verkleidung wurde mit beidseitig vier gleichen Verkleidungsteilen aus trapezartig gekanteten Aluminiumteilen gestaltet, um den Anspruch an einen ökologisch sinnvollen Materialeinsatz und zugleich eine gute Fertigbarkeit zu erfüllen.

From Filament to Product

Wie können Produkte aussehen, die in Teilen zuhause oder im FabLab 3D-gedruckt werden? Für welche Produkte ist diese Technik überhaupt sinnvoll? Das Masterprojekt „From Filament to Product – Entwurf eines hybriden 3D-Druck-Produkts“ geht diesen Fragen nach und überprüft grundlegende Gestaltungsregeln. Außerdem wird eine Technik etabliert, bei der die 3D-gedruckten Komponenten im Nachhinein gebogen werden, wodurch sie eine besser angepasste statische Beschaffenheit erlangen. 

Exemplarisch aufgezeigt wird dies anhand von 3D-gedruckten Möbelverbindern, bei denen Standard-Holzelemente aus dem Baumarkt durch Keil- und Exzenterverbindungen zusammengefügt werden. Durch die lösbaren Verbindungen können sämtliche Teile wiederverwendet oder in neuen Konstellationen zusammengestellt werden. Dies eignet sich besonders für kurzfristige Nutzungsszenarien wie Messen oder Pop-Up-Stores, aber auch für Privatpersonen, die Wert auf Flexibilität legen.

Entwicklung einer Sämaschine für die Syntropische Landwirtschaft

Die konventionelle Landwirtschaft steht vor mannigfaltigen Herausforderungen. Die Folgen des Klimawandels zeigen deutlich, dass es an der Zeit ist, althergebrachte Handlungsweisen zu überdenken und umweltschonendere Alternativen zu entwickeln. 

Ein möglicher Lösungsansatz kann die Syntropische Landwirtschaft sein. Das regenerative System klima- und biodiversitätsfreundlicher, nachhaltiger Anbautechniken und ist wesentlich geprägt vom Vorreiter Ernst Götsch, der als Landwirt und Forscher seit den frühen 1980er-Jahren die Reaktion der Natur auf die Bewirtschaftung von Flächen untersucht hat.

Im Zuge meiner Bachelorarbeit habe ich in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Syntropic eine Sämaschine entwickelt, die auf die speziellen Anforderungen dieses innovativen Landwirtschaftskonzeptes zugeschnitten ist. 

Mit diesem Projekt möchte ich die Zukunft der Landwirtschaft mitgestalten und eine Perspektive schaffen, die die Art und Weise, wie wir Lebensmittel produzieren und mit unserer Umwelt interagieren, nachhaltig verändert.

Augmenting Glasses

Die Brille als historisches Objekt, das in unserer Kultur und Gesellschaft sowie im persönlichen Leben von Brillenträger*innen eine wichtige Rolle einnimmt, scheint vor radikalen Veränderungen zu stehen.

Es ist zu erwarten, dass Augmented Reality als Schlüsseltechnologie in naher Zukunft den Touchscreen in unseren Händen ablösen könnte. Dadurch wird die Brille – nach Dekaden, in denen sie kaum weiterentwickelt wurde – plötzlich wieder zu einem gestalterisch relevanten Objekt, mit dem entsprechend vorsichtig umgegangen werden muss. Zumal durch den permanenten Einsatz digitaler Technologie und datenerfassender Sensorik im Alltag, der durch den Einsatz von AR-Geräten unweigerlich ausgelöst werden wird, weitere Herausforderungen entstehen.

Der Entwurf versucht, durch Design Lösungen für die entstehenden Herausforderungen zu finden. Vorgestellt wird ein visueller Prototyp, der dank seiner Gestaltung ein positiveres Bild der AR-Technologie zeichnen kann, und Anstöße für die künftige Auseinandersetzung mit diesem speziellen Objektfeld gibt.

Design einer Boje & Anker für Spearfishing

Die Hauptaspekte der Gestaltungsaufgabe dieser Arbeit sind Sicherheit und Modularität einer Boje und eines Ankers für Spearfishing. In der Umsetzung der Boje wurde der Aspekt der Sicherheit durch die Möglichkeiten, GPS Module zu integrieren, eine Notfallpfeife sowie eine verbesserte Sichtbarkeit durch die Farbe „floureszierendes Grün“ verbessert. Große Griffe bieten zudem mehr Komfort beim Schwimmen und Tragen, sowie einen sicheren Halt bei Erschöpfung. 

Was die Modularität der Boje betrifft, so wird diese durch einen flexiblen Aufbau der Boje thematisiert. Durch ein System aus Griffmodulen und Mittelstück, können verschiedene Formen, Größen und Funktionen der Boje realisiert werden. 

Bei dem Entwurf des Ankers wurden Modularität und Sicherheit durch eine anpassbare Gewichtslösung und die freie Wahl der Endstücke erreicht. so wird erreicht, sichergehen zu können, dass die Boje nicht vom Nutzer weg treibt und der Anker auf verschiedensten Untergründen sicheren Halt finden kann.

Ocean Plastics

Unter den acht Millionen Tonnen Plastikabfälle, die jährlich im Meer enden, finden sich auch Milliarden von Wasserflaschen. In vielen Ländern wie Deutschland ein eigentlich vermeidbares Aufkommen an Verpackungsmüll. Doch die beste Alternative, das einfache Leitungswasser, wird von vielen Menschen kritisch betrachtet. Immer wieder lassen Zweifel an seiner Qualität die Leute am Ende doch zur Mineralwasserflasche greifen. Um diesen Unsicherheiten zu begegnen, ist gutes Design gefragt, das als effektives Mittel die Wahrnehmung verändern kann. Denn die beste Art gegen Plastikmüll vorzugehen ist, ihn gar nicht erst zu produzieren. 

Die gestalterische Antwort auf dieses Problem ist eine neuartige Armatur. Schon durch die Anmutung und Bedienung wird Nutzer*innen intuitiv vermittelt, dass es sich hier um Trinkwasser handelt. Darüber hinaus wird die Qualität des Leitungswassers garantiert. Eine Messeinheit überprüft in regelmäßigen Abständen die wichtigsten Wasserwerte und zeigt das Ergebnis auf einen Blick an, wenn man den Wasserhahn öffnet.

“Wie politisch ist die Polizei?”

Das Projekt ist eine Protestaktion gegen die Polizeigewalt in meiner Heimatstadt Dresden. Innerhalb weniger Sekunden wird ein Telefon in auffälligen Polizeifarben an einem Regenrohr in der Stadt befestigt. Den vorbeilaufenden Menschen fällt dieser Parasit auf. Der Apparat erinnert an eine Art Polizeinotruftelefon, aber der Hörer hat ja gar keine Sprechmuschel? Ein Telefon mit dem man niemanden erreichen kann? Nimmt man den Hörer ab, ertönen am anderen Ende der Leitung einfach nur Stimmen. Sie lesen Kurznachrichten vor, die vom Fehlverhalten der Dresdener Polizei im Zusammenhang mit Rechtsextremismus erzählen, sachlich, aber bedrückend. Man hört sich diese Meldungen an und soll ins Hinter­fragen der Polizei kommen. Was kann man tun, um solche Vorfälle zu verhindern? Ist das eine Polizei, bei der man sich sicher fühlt? Für weitere Hintergrundinformationen zu den Nachrichten scannt man den QR-Code oberhalb des Telefons. Quellen und Erklärungen sind auf der Website zu finden: https://t.ly/EMNX

FRIDIs Methodenkoffer

„FRIDIs Methodenkoffer“ setzt sich mit verschiedenen Aspekten der Lebensmittelverschwendung sowie der kreativen Zusammenarbeit mit Kindern von der ersten bis zur fündten Klasse auseinander. Der Koffer enthält vier Elemente, die zum spielerischen, kommunikativen und kreativen Lernen einladen: Wissenskarten, ein Sinnesrad, das Spiel „Gemüseschäler gegen Gemüsebürste“ und die kreative Resteküche. Außerdem verbindet das Projekt Elemente der Bildung in Sachen nachhaltige Entwicklung mit Storytelling und Methoden des selbständigen Lernens, das Kinder ermutigen soll, ihr Verhalten und ihre Einstellung positiv zu verändern und informierte Entscheidungen zu treffen. 

Der Klimawandel und seine Folgen werden in der Zukunft eine immer größere Rolle in unserem Leben einnehmen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Kinder Informationen aufnehmen, Risiken kalkulieren und sich auf die Folgen der Klimakrise vorbereiten können.