Pull-Out

Das „Pull-Out“-Konzept soll das Herausziehen des Steckers erleichtern.

Ein Beispiel: Wenn man ein Tablet auflädt und es dann bequem aus der Steckdose ziehen möchte, ist das mit nur einer Hand oft schwierig. Man muss das Tablet ablegen und mit beiden Händen am Stecker ziehen. Ziel war es, mobile Geräte bequem mit nur einer Hand von der Steckdose trennen zu können. Auch die Förderung der Barrierefreiheit war eine wesentliche Triebfeder für dieses Projekt. Um diese zu gewährleisten, kann der Stecker mit einem Hebel gelöst werden. Das innenliegende Getriebe ermöglicht es, den Stecker mit geringem Kraftaufwand zu lösen. Um das Konzept einladend und akzeptabel zu gestalten, wurde ein archetypisches Produkt gewählt,

Auch deshalb, weil die Glühbirne nicht nur Licht, sondern auch Strom in die Häuser brachte. Die Analogie ist interessant: Um ein Konzept zu entwerfen, muss man sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen.

Amnis

Amnis ist ein kompaktes All in One Audio und Video-Mixer und Rekorder für professionelle Multikamera-Live-Konferenzen und Podcasts mit der integrierten Funktion, mehrere Remote Gäste in Full HD einzuladen und zu handhaben, ohne dabei mehrere Laptops zu benötigen. Die flexiblen Displaytasten und Encodern können mit verschiedenen Makros und sonstige Funktionen programmiert werden, die bei Bedarf per Plug-and-Play von z.B. Stream Decks erweitert werden können für maximale Flexibilität und Individualisierbarkeit des Workflows ohne zusätzliche Hardware zu benötigen.Als Multitrack Recorder hat man zudem die Möglichkeit, zusätzlich zum Main Mix alle benutzten Audio- und Videokanäle einzeln aufzunehmen. Zusätzlich ist es möglich, für alle Audio Outputs individuelle Submixes zu erstellen. Drei Video-Outputs erlauben es neben dem Preview Output, zwei weitere Outputs für Projektoren oder Bildschirme zu benutzen, um eventuell Präsentationsfolien und Remote Gäste gleichzeitig anzeigen zu lassen.

How-to: Designing AI Design Tools

“How-to: Designing AI Design Tools” ermöglicht Designer*innen die Entwicklung eigener KI-gestützter Gestaltungswerkzeuge. Ziel ist es, KI-Technologien zu entmystifizieren, für Nicht-Expert*innen zugänglich zu machen und dabei das volle Gestaltungspotential von KI zu erkunden.

Das Projekt dient als “Meta How-to”, das sowohl erklärt, wie man eigene Anleitungen erstellt, als auch die Entwicklung der benötigten Werkzeuge aufzeigt. Beispielsweise gibt es einen Headline-Generator, mit dem Überschriften generiert und gestaltet werden können, einen Color-Chat-Bot, in dem Benutzer*innen ihr Thema eingeben und automatisch eine dazu passende Farbe generieren lassen können oder ein Layout-Tool, mit dem man, basierend auf Gesten, Textfelder aufziehen kann.

Am Ende der Publikation sind Leser*innen nicht nur in der Lage, diese Werkzeuge selbstständig zu entwickeln, sondern auch ihre eigenen How-tos zu erstellen, um zu zeigen, was sie (weiter-) entwickelt haben.

Link: linaschwarzenberg.com/how-to

Luola

„Luola“ ist eine modulare Lernbank mit dem Ziel, Grundschulschüler*innen einen Rückzugsort im Klassenzimmer zu bieten, den sie nach ihren Bedürfnissen gestalten können. „Luola“ kann beispielsweise als ruhiger, abgeschirmter Arbeitsplatz oder als abgedunkelte Höhle zum Durchatmen oder Lesen genutzt werden. Sie möchte die Kinder ermutigen, in sich hineinzuhören und zu überlegen, was sie gerade benötigen. Durch das einfache Versetzen von Schrauben und Holzteilen kann „Luola“ verschiedene Funktionen erfüllen. Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten werden den Lehrenden durch Aufbauanleitungen an die Hand gegeben. Gleichzeitig lädt der modulare und unkomplizierte Aufbau die Nutzer*innen dazu ein, eigene Varianten auszuprobieren und „Luola“ individuell in ihren Schulalltag zu integrieren. Dabei muss man sich nicht auf die Teile aus dem Bausatz beschränken. Es können darüber hinaus auch zusätzliche Materialien wie beispielsweise Schnur oder Papierrollen genutzt werden, um „Luola“ individuell zu gestalten.

CNC-Möbel

Wie kann die digitale Fertigung im privaten Wohnraum ohne Werkstatt aussehen? Die Nutzung von digitalen Fertigungsverfahren hat im Alltag von Gestaltenden und Produktdesign-Studierenden einen festen Platz eingenommen. Ideen werden mit Hilfe von Computerprogrammen digital visualisiert und von CNC-Maschinen zu realen 3d-Objekten gefertigt.

Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung einer CNC-Fräse, die sowohl als Desktop-Maschine als auch Möbelstück für den privaten Wohnraum konzipiert ist. Ziel ist es, die digitale Fertigung für kreative Personen zugänglicher zu machen. Das erarbeitete Entwurfskonzept hilft Ideen im Modell- und Prototypenbau zu verwirklichen und fertigt präzise und computergesteuerte Fräsarbeiten in Holz, Kunststoff und Leichtmetall. Die Desktop-Variante lässt sich durch das Aufsetzen eines Holzkorpus und das Montieren von vier Schrankbeinen zu einem ästhetischen Möbelstück verwandeln, das sich nahtlos in den Wohn- und Lebensraum einfügt.

Lass mich dich berühren

Wie lange ist es her, dass du berührt wurdest? Wie lange ist es her, dass du jemanden berührt hast?

Berührungen geben nicht nur psychische, sondern auch emotionale Befriedigung. Dabei ist nicht nur die Berührung selbst wichtig, sondern auch die Haptik. Materialien wie Kunststoff oder Plastik werden eher negativ wahrgenommen, während Materialien, die weich und menschenähnlich sind, als positiv empfunden werden. Die Idee des Soft Roboters ermöglicht ein interaktives Produkt. Das Silikonmodell imitiert menschliche Verhaltensweisen wie das Atmen, indem es sich aufbläht und wieder entleert. Durch die Verformung des Silikonmodells wird Druck auf die menschliche Haut ausgeübt, wodurch ein echter menschlicher Kontakt imitiert werden soll. Die Oberfläche des Silikons ist der menschlichen Haut nachempfunden. Das Silikon wurde außerdem mit einem leitfähigen Material kombiniert, damit es die Berührung durch den Menschen erkennen und darauf reagieren kann.

LOOX

In Anbetracht der anlaufenden Verkehrswende möchten viele Menschen für kürzere Strecken häufiger das Fahrrad nutzen, sind jedoch von der aktuellen Infrastruktur für den Radverkehr abgeschreckt und fühlen sich nicht sicher, wenn sie mit dem Fahrrad auf der Straße unterwegs sind. Oft mangelt es an einer klaren Abgrenzung zwischen Auto- und Fahrradverkehr, oder Fahrradfahrende werden zu spät wahrgenommen. Hier soll Loox abhilfe schaffen. Bestehend aus einer Lichtanlage zur besseren Sichtbarkeit des Umfeldes und der Nutzer*In selbst, einem StVO-konformen Blinkersystem für alle Fahrradarten, einem Rückspiegel zur besseren und ergonomischeren Umsicht und einem visuellen Abstandshalter sind Fahrradfahrende weitaus sicherer im Straßenverkehr unterwegs und fühlen sich auch so. Nach der Benutzung wird das System kompakt in der Tasche oder dem Rucksack verstaut, um sicher vor Diebstahl und anderen äußeren Einflüssen zu sein.

Weben³

„Weben³“ modifiziert das traditionelle Weben durch die Übertragung in den dreidimensionalen Raum. Inspiriert von einem Flickenteppich aus Industrieresten, entsteht eine innovative, jedoch bekannte Technik, die bisherige Verfahren transparenter gestaltet und dessen Technik greifbarer macht. Durch eine experimentelle Herangehensweise entwickelte ich einen speziellen Webrahmen, der durch handwerkliches Arbeiten die Grundlage für einzigartige 3D-Gewebe bildet. Diese gewähren neue Einblicke in die textile Gestaltung und eröffnen Möglichkeiten jenseits konventioneller Techniken. Meine Arbeit steht für kreative Neugestaltung und ermutigt zu nachhaltiger Nutzung von Materialien, anstatt sie zu verschwenden. „Weben³“ ist ein Schritt weg vom Massenkonsum hin zu individuellem Design und innovativen Lösungen.

Das Probesitzen am Hansaplatz

Das „Probesitzen“ macht auf den Missstand der fehlenden nicht-kommerziellen Sitzmöglichkeiten im öffentlichen Raum am Hansaplatz in Hamburg-St. Georg aufmerksam.  An diesem, von sozialen Spannungen geprägten Ort, dominiert eine defensive Architektur. Das „Probesitzen“ setzt sich in Kooperation mit der gesamten Nachbarschaft für eine zukünftige gemeinwohlorientierte Gestaltung des Platzes ein. Die vier Gestalterinnen entwarfen zwölf Sitzobjekte, die gemeinschaftlich genutzt und jederzeit temporär auf dem Hansaplatz eingesetzt werden können. Gemeinsam mit der Nachbarschaft gründeten die Gestalterinnen eine „Bank-Community“ die sich für die zwölf Sitzobjekte verantwortlich erklärte. Im Sommer 2023 luden sie zum „Probesitzen“ ein. Die Möbel wurden seitdem an mehreren Aktionstagen von der „Bank-Community“ eingesetzt, um den Platz zu bespielen und inklusiv zu nutzen. Die Möbel stehen symbolisch und praktisch für den Wunsch nach einer langfristigen Veränderung des Platzes.

Furtho

Die blau-hellblau Linien fließen von selbst in die kühne Ästhetik des Brutalismus. Furtho ist ein Objekt, das die skulpturalen Qualitäten von Textilien vereint. Die Grundform ist von den architektonischen Merkmalen des Brutalismus geprägt: der einfache Umriss, das Gewicht der Masse, die Kombination quadratischer Teile, die ihre strukturelle Einheit, die eine kalte Stille offenbaren. Die begrenzte Anzahl der Stockwerke und die Stufen, die sie miteinander verbinden, erzeugen eine strukturelle Spannung und zeigen eine imposante Präsenz. Die verstreuten Fäden, warme, organische Assemblagen, kombiniert mit kalten geometrischen Formen, schaffen einen frischen Kontrast, Harmonie und eine fesselnde visuelle und taktile Erfahrung. Die frei fließenden Assemblagen von Linien zeigen die Möglichkeiten der malerischen Komposition auf, erweitern aber auch ihre Rolle, indem sie durch Furtho bietet durch die Kombination von Textil und architektonischer Struktur endlose skulpturale Möglichkeiten.