LAVA – Innovativer Pflegeduschstuhl für Barrierefreiheit und Autonomie

LAVA ist ein Pflegeduschstuhl für Personen mit altersbedingten Einschränkungen, der durch Funktionalität und Optik barrierefrei ihre Autonomie fördert. Die Integration einer Duschkopf- und Seifenhalterung ermöglicht selbstständiges Duschen. Der Hygieneausschnitt ist so konzipiert, dass der Intimbereich im Sitzen gut zu pflegen ist. Die verlängerten Armlehnen entlasten beim Aufstehen. Klare Formen erleichtern die hygienische Reinigung des Duschstuhls, der zukünftig für höhere Pflegegrade erweitert werden kann. LAVA ist auf die Bedürfnisse aller Nutzer*innen – wie Senior*innen und Pflegepersonal – ausgerichtet, kann aber auch für Personen mit ähnlichen Mobilitäts-Einschränkungen nach OPs, in der Schwangerschaft oder durch Krankheiten wertvoll sein: ein Vorteil inklusiver Gestaltung. Eine freundlich-warme Farb- und Formsprache fördert ein positives Lebensgefühl, was der Abwertung des Alters trotzt. Der Entwurf soll ein Lichtblick in der Körperpflege sein.

Ecofusion

Das Projekt “Ecofusion” basiert auf meiner gleichnamigen Bachelorarbeit zu der Forschungsfrage:

Wie lassen sich nachhaltige Materialien in unserem Wirtschaftssystem etablieren?

Meine Antwort kurzgefasst: Produkte mit umweltfreundlichen/biobasierten Materialien mit Augenmerk auf Recycling als wirtschaftlichen Vorteil entwickeln. So wird Skalierung und Forschung gefördert, wodurch nachhaltige Materialien konkurrenzfähiger werden und sich etablieren. „Ecofusion“ ist mein auf dieser Idee basierendes Gründungsprojekt zur Entwicklung gewichtsreduzierter, und 100% recyclingfähiger Kühleinheiten. Bei der Herstellung wird auf den Einsatz von Naturfaser, Biokunststoff und Myzelium-basierten Schaumstoffersatz gesetzt, um Schadstoffe zu vermeiden und Recycling zu ermöglichen.

Bacìo – mobile espresso maker

Bacìo ist eine kompakte und praktische Espressomaschine, die speziell für Reisende entwickelt wurde, die auch unterwegs keine Kompromisse bei der Qualität ihres Espressos eingehen möchten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Espressomaschinen ist Bacìo deutlich kleiner und kompakter. Die batteriebetriebene Bacìo erhitzt das Wasser auf 179 Grad Celsius und erzeugt einen Druck von 9 bar für eine optimale Espresso-Extraktion. Die Bedienung der Bacìo ist einfach: Das Wasser wird von unten durch das Kaffeemehl gepresst und der fertige Espresso direkt in die Tasse ausgegeben. Die Tasse hat einen praktischen Verschluss, der gleichzeitig als Henkel dient. Man kann die Tasse abnehmen und mitnehmen oder sie als Kanne verwenden, um den Espresso einzugießen. Am Griff der Bacìo sind ein Stampfer und ein Filter magnetisch befestigt, um den Kaffee zu verdichten und gleichmäßig im Siebträger zu verteilen. Am Griff des Siebträgers befindet sich außerdem ein WDT-Werkzeug zur optimalen Verteilung des Kaffeepulvers. Auch dieser Griff kann in drei verschiedene Richtungen geklickt werden

GAIA

Die smarte Boje GAIA vereinfacht die Liegeplatzbuchung und bietet eine sichere und umweltfreundliche Alternative zum Ankern. Die Buchung von Liegeplätzen ist oft unbequem: Wassersportler haben mit überfüllten Ankerplätzen, lästigen Formularen und schlecht inspizierten Bojen zu kämpfen. GAIA ändert dies. Der Liegeplatz steht für den Segler bereit, und die PickUp-Antenne der Boje erleichtert das Anlegemanöver. Durch den Einsatz eines Magnetfeldsensors erfolgt eine autarke Erkennung und Verifikation des Bootes, wodurch der Personalbedarf in Marinas und Buchten erheblich reduziert wird. Die nachhaltige Lösung von GAIA kommt insbesondere empfindlichen Schutzgebieten zugute und unterstützt die Erhaltung der Meeresökosysteme.

Blickwechsel

„Blickwechsel“ ist eine interaktive Intervention im öffentlichen Raum, die durch Transparenz ein Bewusstsein für Überwachungssituationen schafft und über aktuelle und zukünftige Technologien der Videoüberwachung informiert. Am Beispiel der automatisierten Verhaltensanalyse werden die Überwachten als „normal“ oder „auffällig“ bewertet. Gleichzeitig bilden menschliche Bewertungen aus dem Kontrollraum neue Trainingsdaten für das Echtzeit-Training des neuronalen Netzwerkes. Die Funktionsweisen des maschinellen Lernens werden greifbar, von der Generierung der Trainingsdaten bis hin zur Modellierung und Erkennung von „Normalität“ und „Abweichung“. Die Installation schafft über das Erleben einen niederschwelligen und spielerischen Zugang zu Funktionsweisen, Chancen und Risiken der „intelligenten“ Videoüberwachung, um damit einen Beitrag zu einem informierten gesellschaftlichen Diskurs zu leisten.

KRISE GESTALTEN

COVID-19, Klimakrise, Krieg, demografischer Wandel, … – unsere Welt befindet sich in einer Zeit der Polykrisen, welche die Geduld, die Gesundheit und den Mut der Weltbevölkerung immer wieder auf die Probe stellen. Die Thesis ‘KRISE GESTALTEN: Die Einflüsse visueller Gestaltung auf die politische Risiko- und Krisen­kommunikation am Beispiel COVID-19 (2020-2022)” unternimmt am Beispiel der noch immer relevanten Corona-Pandemie einen Versuch, die gesundheitsfördernden Ein­flüsse visueller Kommunikation auf die politische Kommunikation zu eben diesen Risiken und Krisen zu überführen. Ziel der Arbeit ist es, ein generelles Verständnis für die Prozesse hinter politischer Risiko- und Krisenkommunikation zu schaffen und darauf aufbauend Anregungen dazu zu liefern, wie Gesellschaft und Politik in Zukunft miteinander interagieren könnten.

Zwischenraum

Die Umnutzung von bestehenden Gebäuden bietet ein besonderes Potenzial zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs und zur Deckung des steigenden Wohnraumbedarfs. Dieses Projekts zur Transformation von Kaufhäusern zu gemeinschaftlichen Wohnflächen, am Beispiel Galeria Kaufhof Saarbrücken, umfasst ein Konzept zur Raumaufteilung und ein modulares Fassadensystem. Durch die Skelettbauweise des Kaufhauses wird eine flexible Raumunterteilung ermöglicht und es kann auf neue Nutzungsanforderungen reagiert werden. Die Trennung der Privaträume von den Gemeinschaftsflächen erfolgt durch den Einsatz von Holzmodulen, welche in die neue Fassade integriert werden. Somit entstehen spannende Zwischenräume und großzügige Gemeinschaftsflächen. Durch unterschiedliche Fassadenelemente und den modularen Aufbau werden verschiedene Nutzungen und Größen der Zwischenräume ermöglicht. Das Fassadensystem kann zudem an verschiedene Grundrisse angepasst werden und ist für die Umnutzung anderer Skelettbauten geeignet.

Sock Hacking Hostility

Das Soft Hacking Projekt präsentiert zwei Pop-Up-Interventionen: modular gestaltete Sitzkissen mit einem Münzpfandsystem sowie Stuhl an der Wand. Durch das Upcycling von weggeworfenen Gegenständen wurden defensive Architektur (hostile architecture) in einladende weiche Räume umgewandelt. Das Ziel besteht darin, die Menschen auf eine angenehme und inspirierende Weise dazu zu ermutigen, sich in öffentlichen Bereichen aufzuhalten. Indem defensive Elemente offenbart werden, entsteht ein kollektives Bewusstsein, das betont: “Wir sind in der Stadt nach wie vor willkommen”.

WeCare

„WeCare“ ist ein gemeinnütziges Projekt mit dem Ziel, allen FLINTA* Personen den Zugang zu Menstruationsartikeln und Gesundheitsdiensten zu ermöglichen. Das städtische, solidarische Netzwerk besteht aus Hilfseinrichtungen und öffentlichen Gebäuden, wie Bibliotheken, Jugendzentren und Gastronomien, die kostenlose Periodenprodukte und Gesundheitsangebote bereitstellen. Diese werden sowohl am Eingang der Standorte als auch digital in einer App gekennzeichnet. Zusätzlich erfüllt der „WeCare“ Periodenproduktspender alle Anforderungen für das Aufstellen in öffentlichen Toiletten. „WeCare“ Hannover steht für Solidarität, Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit.

Die Farbe Weiß?

Das Projekt ist die gestalterische Umsetzung einer vorhergehenden Theoriearbeit, die als Enzyklopädie der Farbe Weiß behauptet, dass Weiß eben dies, eine Farbe ist, die entgegen Annahmen universeller Farbwirkung nie neutral, unbeschrieben und rein sein kann. Als Materialisierung ausgewählter Begriffe zwischen Optik, Kulturtheorie und Kognition erforschen die Gewebe inwieweit es nicht die Farbe Weiß gibt, sondern ihre Mehrfarbigkeit im Monochromen abhängig von Kontext, Raum, Licht, Tages- und Jahreszeit stets neu entworfen werden muss. Sie arbeiten mittels konkurrierender wie komplementierender Parameter von erstens Materialbeschaffenheit und Farbwirkung, zweitens Transparenz, Mehrlagigkeit und Schussdichte, drittens Bindung und Gewebestruktur sowie viertens Flächenwirkung und Rapport. In der praxisbasierten Erforschung weißer Polychromie im Gewebe werden so komplexere Interaktionen mit Farbe möglich, die als Beitrag neuer Diskurse interdisziplinärer Gestaltung wirken können.