HAWKI-Assistenten

Im Studium habe ich gemerkt, wie schnell man im Wirrwarr der Hochschulportale den Überblick verliert. Damit bin ich nicht allein – viele Studierende, Lehrende und Mitarbeitende kennen das Problem nur zu gut. Schon bei der eigenen Studienplanung stößt man oft auf Hürden, weil wichtige Infos einfach zu verstreut oder unübersichtlich sind.

Das wollte ich mit meinem Bachelorprojekt ändern. Ich habe die Plattform HAWKI (https://hawki.hawk.de/) um KI-Assistenten ergänzt, die gezielt beim Finden und Verstehen von Wissen unterstützen. Alles ist didaktisch darauf angelegt, den Zugang zu Wissen zu erleichtern – und zugleich Kompetenzen im Umgang mit KI zu fördern. Das Interface lädt dazu ein, vorgeschlagene Assistenten auszuprobieren, eigene zu erstellen und sie im App-Store mit anderen zu teilen. So entsteht eine Gemeinschaft, in der Lernen leichter wird und alle von KI und voneinander profitieren können.

HaNeuFashion

Im Projekt „Make it Neu together (MiNt)“ hat Yang Ni mit KulturBühne Neustadt e.V. und Schulen in Halle-Neustadt das Format „HaNeuFashion“ entwickelt. Ziel ist es, durch kreative Workshops die digitalen Kompetenzen der Schüler*innen zu stärken. Unter dem Motto „Deine Story, Dein Style, Deine Tasche“ entwerfen die Teilnehmenden eigene Modetaschen. Dieser Prozess fördert Kreativität und den Umgang mit digitalen Werkzeugen. Die Taschen symbolisieren den persönlichen Ausdruck und bringen das Projekt in den öffentlichen Raum. Zusätzlich schaffen Workshops mit recycelten Materialien Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Das „MiNt“-Projekt erhielt kürzlich Vollförderung von SmartCity, wodurch Passage 13 und Schulen digitale Labore und Workshops einrichten können. „HaNeuFashion“ ist ein Versuch, Social Design in Halle-Neustadt umzusetzen und die Gemeinschaft positiv zu verändern.

How to Stay Cool?

„How to Stay Cool?“ erforscht eine experimentelle, nachhaltige Alternative zur Klimaanlage. Ein doppelseitiger textiler Lamellenvorhang nutzt indirekte Verdunstungskühlung, kühlt Räume wirkungsvoll, ohne die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, und fügt sich harmonisch ins Interieur ein. Die Verbindung von Möbeldesign und Low-Tech-Kühltechnik schafft neue, umweltfreundliche und behagliche Kühlkonzepte. Nachhaltiges Material und ästhetische Form steigern den Wohnkomfort bei reduzierten CO₂-Emissionen.

I’ve found something to pour into the cracks of my brittle heart

„I’ve found something to pour into the cracks of my brittle heart“ widmet sich der Lust des Sich-Befindens in der Natur und übersetzt diese Eindrücke in eine Mode-Kollektion. Als Objekte, die unmittelbar auf der Haut liegen und das Verhältnis vom Körper zur Außenwelt beeinflussen, soll die Kollektion Anreize geben, das Rationale mit dem Wissen zu verbinden, das sich aus dem Fühlen der eigenen Umgebung ergibt. Persönliche Wahrnehmungen von Naturszenen vermischen sich mit Beobachtungen von Körpern in Funktionskleidung. Diese werden in Details und Schnitt zitiert und, angelehnt an historische Wanderbekleidung, mit Wollstoffen umgesetzt und durch Seide und Baumwolle ergänzt. Mittels Materialbearbeitungen wie Trockenfilzen und Verformungen bedient sich die Kollektion an den Strukturen und Tiefen der Umwelt und bettet den Körper in die Atmosphären dieser. Das Ergebnis ist eine Auseinandersetzung mit Verbundenheit – sei es zur Natur, dem Material oder dem Prozess selbst.

BAMBULÉ

Dieses Projekt ist eine eingehende Untersuchung nachhaltigen Designs mit Fokus auf die innovative Nutzung recycelter Bambusmaterialien. Als Teil meiner Diplom-Design-Forschung erforsche ich das Potenzial von Bambusabfällen durch feine handwerkliche Techniken, die traditionelle Methoden mit modernen Prinzipien der Nachhaltigkeit verbinden. Ziel ist es, durch Materialexperimente und neue Verarbeitungstechniken die Umweltvorteile von Bambus zu maximieren und die Entwicklung stabiler, langlebiger Werkstoffe voranzutreiben.

心生 Xin Sheng

In Deutschland leiden über vier Millionen Menschen an Herzinsuffizienz – Tendenz steigend. Laut medizinischem Fachpersonal des Herz- und Diabeteszentrums NRW scheitert eine wirksame Behandlung oft daran, dass Patientinnen ihre Therapiepläne nicht konsequent einhalten. Auf Basis von Interviews mit Betroffenen und in enger Zusammenarbeit mit Fachärztinnen entstand XIN SHENG – ein System, das eine benutzerfreundliche App mit smarter Hardware kombiniert. Es unterstützt Patient*innen im Alltag durch einfachen Zugang zum Therapieplan, personalisierte Erinnerungen und motivierendes Feedback. XIN SHENG („neue Geburt“ oder „Herztöne“) steht symbolisch für einen Neuanfang mit der Krankheit: Es stärkt die Eigenverantwortung, hilft dabei, gesunde Routinen zu entwickeln und verbessert so nachhaltig die Lebensqualität von chronisch Herzkranken.

same streets, same sky

Das Projekt „same streets, same sky“ veranschaulicht visuell den Mechanismus des Eskapismus. Der Kurzfilm zeigt, wie Menschen aus monotonen Alltagsroutinen ausbrechen und dabei unbewusste Verhaltensweisen sichtbar werden. Die Protagonistin entwickelt im Laufe der Handlung eine zunehmende Neigung zum Eskapismus, um ihrem eintönigen Leben zu entfliehen. Durch den Einsatz der innovativen Technik Gaussian Splatting und statischen Elementen werden die Trägheit des Alltags und Wahrnehmungsverzerrungen dargestellt. Der Film regt zum Nachdenken über eigene Fluchtmechanismen und deren Einfluss auf die Realitätswahrnehmung an.

BERGBÜNDL

Die Zahl der Bergunfälle steigt kontinuierlich. Häufige Ursachen sind eine mangelnde Bereitschaft zur Tourenvorbereitung und das fehlende Wissen über die speziellen Bedingungen in den Alpen.
Die Printmedien BERGBUCH, BERGBLATT und BERGBIERDECKL vermitteln Wander:innen kompaktes Wissen zu Eigenverantwortung und Sicherheit am Berg. Die Materialien sind an den Orten platziert, an denen sich Wander:innen ohnehin aufhalten.

Das BERGBUCH dient als kompaktes Nachschlagewerk und bietet fundiertes Hintergrundwissen zur alpinen Umgebung, erklärt wichtige Naturzeichen und liefert nützliche Tipps zur Tourenvorbereitung.

Das BERGBLATT ist der praktische Begleiter für unterwegs: Es fasst essentielle Handlungsschritte für kritische Situationen zusammen und zeigt, wie Gefahren frühzeitig erkannt und richtig darauf reagiert werden kann.

Die BERGBIERDECKL regen bei einem kühlen Getränk spielerisch zum Austausch über alpine Risiken an und fördern gleichzeitig verantwortungsbewusstes Handeln.

YOM

YOM ist ein spekulatives Designprojekt, das sich kritisch mit dem Einfluss von Individualisierung auf die zukünftige Esskultur auseinandersetzt. Im Zentrum steht der personalisierende Automat „YOM“, der mithilfe gesammelter Daten individuelle Nährstoffkombinationen erstellt. Dabei hinterfragt das Projekt, ob die zunehmende Tendenz zur Personalisierung die soziale und kulturelle Bedeutung des gemeinsamen Essens verdrängt. Der Automat arbeitet nach dem Motto „Du isst, was du bist“ und veranschaulicht die Verschmelzung von Technologie und menschlichen Bedürfnissen. Visuell unterstützt wird dies durch ein Typo-Tool, das die Personalisierung durch individuell angepasste Schriftbilder verdeutlicht. Die Verpackungsgestaltung spiegelt die Vielfalt der Bedürfnisse wider. Durch das futuristische Food-Design hinterfragt YOM die Grenzen zwischen Natürlichkeit und Technologie und regt zur Reflexion über die gesellschaftlichen Auswirkungen von Individualisierung im Ernährungsalltag an.

Supa Sauna

Die Supa Sauna ist ein mobiler, öffentlicher Rückzugsort im urbanen Raum, der Erholung, Gemeinschaft und sozialen Austausch fördert. Sie entstand im Rahmen eines Wettbewerbs der Bundesstiftung Baukultur zur autofreien Stadt der Zukunft und stellt die Frage: Was tun mit Parkplätzen? An wechselnden Standorten in Berlin lädt die Supa Sauna dazu ein, öffentliche Räume neu zu denken. Öffentliche Bäder spielten historisch wie heute eine zentrale Rolle in Städten – als Orte der Hygiene, des sozialen Austauschs und der Teilhabe. An diese Tradition knüpft die Supa Sauna an und schafft eine niedrigschwellige, inklusive Plattform für verschiedene Bevölkerungsgruppen. Das Projekt verbindet Forschung zu öffentlichem Raum, Eigentum und sozialer Interaktion mit einem konkreten, sinnlichen Erlebnis von Gemeinschaft und Stadtraum.