How to Stay Cool?

„How to Stay Cool?“ erforscht eine experimentelle, nachhaltige Alternative zur Klimaanlage. Ein doppelseitiger textiler Lamellenvorhang nutzt indirekte Verdunstungskühlung, kühlt Räume wirkungsvoll, ohne die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, und fügt sich harmonisch ins Interieur ein. Die Verbindung von Möbeldesign und Low-Tech-Kühltechnik schafft neue, umweltfreundliche und behagliche Kühlkonzepte. Nachhaltiges Material und ästhetische Form steigern den Wohnkomfort bei reduzierten CO₂-Emissionen.

I’ve found something to pour into the cracks of my brittle heart

„I’ve found something to pour into the cracks of my brittle heart“ widmet sich der Lust des Sich-Befindens in der Natur und übersetzt diese Eindrücke in eine Mode-Kollektion. Als Objekte, die unmittelbar auf der Haut liegen und das Verhältnis vom Körper zur Außenwelt beeinflussen, soll die Kollektion Anreize geben, das Rationale mit dem Wissen zu verbinden, das sich aus dem Fühlen der eigenen Umgebung ergibt. Persönliche Wahrnehmungen von Naturszenen vermischen sich mit Beobachtungen von Körpern in Funktionskleidung. Diese werden in Details und Schnitt zitiert und, angelehnt an historische Wanderbekleidung, mit Wollstoffen umgesetzt und durch Seide und Baumwolle ergänzt. Mittels Materialbearbeitungen wie Trockenfilzen und Verformungen bedient sich die Kollektion an den Strukturen und Tiefen der Umwelt und bettet den Körper in die Atmosphären dieser. Das Ergebnis ist eine Auseinandersetzung mit Verbundenheit – sei es zur Natur, dem Material oder dem Prozess selbst.

BAMBULÉ

Dieses Projekt ist eine eingehende Untersuchung nachhaltigen Designs mit Fokus auf die innovative Nutzung recycelter Bambusmaterialien. Als Teil meiner Diplom-Design-Forschung erforsche ich das Potenzial von Bambusabfällen durch feine handwerkliche Techniken, die traditionelle Methoden mit modernen Prinzipien der Nachhaltigkeit verbinden. Ziel ist es, durch Materialexperimente und neue Verarbeitungstechniken die Umweltvorteile von Bambus zu maximieren und die Entwicklung stabiler, langlebiger Werkstoffe voranzutreiben.

心生 Xin Sheng

In Deutschland leiden über vier Millionen Menschen an Herzinsuffizienz – Tendenz steigend. Laut medizinischem Fachpersonal des Herz- und Diabeteszentrums NRW scheitert eine wirksame Behandlung oft daran, dass Patientinnen ihre Therapiepläne nicht konsequent einhalten. Auf Basis von Interviews mit Betroffenen und in enger Zusammenarbeit mit Fachärztinnen entstand XIN SHENG – ein System, das eine benutzerfreundliche App mit smarter Hardware kombiniert. Es unterstützt Patient*innen im Alltag durch einfachen Zugang zum Therapieplan, personalisierte Erinnerungen und motivierendes Feedback. XIN SHENG („neue Geburt“ oder „Herztöne“) steht symbolisch für einen Neuanfang mit der Krankheit: Es stärkt die Eigenverantwortung, hilft dabei, gesunde Routinen zu entwickeln und verbessert so nachhaltig die Lebensqualität von chronisch Herzkranken.

same streets, same sky

Das Projekt „same streets, same sky“ veranschaulicht visuell den Mechanismus des Eskapismus. Der Kurzfilm zeigt, wie Menschen aus monotonen Alltagsroutinen ausbrechen und dabei unbewusste Verhaltensweisen sichtbar werden. Die Protagonistin entwickelt im Laufe der Handlung eine zunehmende Neigung zum Eskapismus, um ihrem eintönigen Leben zu entfliehen. Durch den Einsatz der innovativen Technik Gaussian Splatting und statischen Elementen werden die Trägheit des Alltags und Wahrnehmungsverzerrungen dargestellt. Der Film regt zum Nachdenken über eigene Fluchtmechanismen und deren Einfluss auf die Realitätswahrnehmung an.

Tapp

Im schnelllebigen Alltag geraten viele Menschen beim Verlassen des Hauses in Eile, wenn sie nach Schlüsseln oder anderen wichtigen Gegenständen suchen. Tapp ist die Antwort auf dieses alltägliche Problem – eine wandmontierte Leuchte, die nicht nur Licht spendet, sondern durch eine einfache, intuitive Geste – das Ablegen oder sanfte Antippen – aktiviert wird. Das Licht signalisiert dem Nutzer dabei den Ort seiner Gegenstände. Die schalenförmige Leuchte dient gleichzeitig als natürliche Ablagefläche. So entsteht Ordnung nicht durch Zwang, sondern durch eine Gestaltung, die zur unbewussten Selbstorganisation anregt.

Die Gestaltung von Tapp basiert auf der Theorie des „Design without Thought“. Tapp macht sich genau dieses Verhalten zunutze: das beiläufige Ablegen von Schlüsseln oder kleinen Gegenständen wird durch das Design unterstützt. Es entsteht eine Art visueller Gedächtnisraum – ein Ort, an dem wichtige Dinge nicht nur abgelegt, sondern auch erinnert werden.

RECYCLING DESIGN: Drehstühle neu gedacht

Auch zwei Jahre nach der Pandemie ist das Homeoffice nicht mehr wegzudenken – die Nachfrage nach Büromöbeln steigt weiter. Gleichzeitig erfordert ihre Herstellung große Mengen an Material und Energie. Ein Großteil davon bleibt nach kurzer Nutzungsdauer ungenutzt. Dieses Projekt widmet sich dem Recycling von Drehstühlen und hinterfragt bestehende Entsorgungs- und Wiederverwendungsprozesse. Ziel ist es, nutzerzentrierte Alternativen zu entwickeln, die durch partizipative Gestaltung den Recyclingprozess verständlicher und zugänglicher machen. Nutzer:innen werden aktiv eingebunden, erhalten Wissen über Materialkreisläufe und entwickeln ein neues Bewusstsein für den Wert beschädigter Möbel. So kann die emotionale Bindung zu Produkten gestärkt und dem Trend zu „Fast Furniture“ entgegengewirkt werden. Das Projekt untersucht das Potenzial dieses Ansatzes für eine zukunftsfähige Möbelgestaltung im Sinne der Kreislaufwirtschaft.

Supa Sauna

Die Supa Sauna ist ein mobiler, öffentlicher Rückzugsort im urbanen Raum, der Erholung, Gemeinschaft und sozialen Austausch fördert. Sie entstand im Rahmen eines Wettbewerbs der Bundesstiftung Baukultur zur autofreien Stadt der Zukunft und stellt die Frage: Was tun mit Parkplätzen? An wechselnden Standorten in Berlin lädt die Supa Sauna dazu ein, öffentliche Räume neu zu denken. Öffentliche Bäder spielten historisch wie heute eine zentrale Rolle in Städten – als Orte der Hygiene, des sozialen Austauschs und der Teilhabe. An diese Tradition knüpft die Supa Sauna an und schafft eine niedrigschwellige, inklusive Plattform für verschiedene Bevölkerungsgruppen. Das Projekt verbindet Forschung zu öffentlichem Raum, Eigentum und sozialer Interaktion mit einem konkreten, sinnlichen Erlebnis von Gemeinschaft und Stadtraum.

TESSI

TESSI ist eine rauchfreie, kostengünstige Lösung, die Indiens starke Abhängigkeit von festen Brennstoffen zum Kochen und zur Wassererwärmung adressiert – eine Praxis, die 2019 zu 1,6 Millionen durch Umweltverschmutzung verursachten Todesfällen beitrug. Mithilfe von Heizelementen erwärmt es 55 kg Sand auf 300 °C und speichert 2,6 kW erneuerbare Energie, um pro Ladung 30 Liter Wasser zu erhitzen. Die Vakuumisolierung hält die Wärme über Nacht, sodass auch bei Stromausfällen sauberes Kochen und dezentrale Energiespeicherung möglich bleiben.
TESSI unterstützt das nationale Stromnetz, indem es überschüssige erneuerbare Energie während der Spitzenproduktion speichert und bei Bedarf wieder abgibt, wodurch Energieverschwendung reduziert und die Versorgung stabilisiert wird.
Es wurde so konzipiert, dass es besonders erschwinglich, umweltfreundlich, langlebig und leicht reparierbar ist. TESSI hilft, die Abhängigkeit von Feuerholz zu beseitigen, schafft Zeit für Bildung und fördert wirtschaftliches Wachstum.

zebra

Zebra verfolgt das Ziel, die Erstellung von Audiodeskriptionen für Theateraufführungen durch eine strukturierte, kollaborative Arbeitsumgebung zu vereinfachen. Die Anwendung adressiert zentrale Herausforderungen wie den hohen Produktionsaufwand und die mangelnde Einbindung blinder Perspektiven in den Entstehungsprozess. Kern der Konzeptidee ist eine plattformbasierte Lösung, die sehende Autor*innen, blinde Redakteur*innen und Sprecher*innen in einem digitalen Raum zusammenführt. Durch die Synchronisation von Skript, Videoaufnahmen und Audiodeskriptionstexten entsteht ein zentraler Arbeitsbereich, der alle benötigten Werkzeuge und Informationen integriert.
Zebra fördert die Zusammenarbeit zwischen blinden und sehenden Nutzer*innen durch rollenspezifische Ansichten und für Screenreader optimierte Oberflächen.
Die Integration von KI-Tools und die asynchrone Zusammenarbeit zwischen Autor*innen und Redakteur*innen verkürzen die Erstellungszeit, während gleichzeitig die Textqualität steigt.