SAFER RAVE

Die Bachelorarbeit SAFER RAVE vermittelt Veranstaltenden illegaler Raves Wissen über Rave-Kultur und Sicherheit. Sie besteht aus zwei Büchern und einer Materialsammlung und bietet praxisnahe Unterstützung für eine sichere Eventgestaltung. Rave & Awareness erklärt kulturelle Hintergründe und Awareness-Konzepte, während das Situation Book Handlungshilfen bei Notfällen und Problemen bietet. Die Materialsammlung enthält u. a. einen Poster Builder mit gestaltbaren Textbausteinen.

Ziel ist es, durch offene Kommunikation und kreative Tools zu einer verantwortungsvolleren Organisation beizutragen. Eine begleitende Website stellt Inhalte zusätzlich digital bereit. Die Arbeit soll nicht zur Veranstaltung illegaler Raves ermutigen, sondern das Bewusstsein für Risiken schärfen und Schutzmaßnahmen fördern.

*flora

*flora ist ein multimediales Gestaltkonzept, das medizinische, gesellschaftliche und emotionale Aspekte rund um Stillen, Beikost und Mutterschaft vereint. Herzstück ist eine Box mit drei informativen Booklets, einem Journal und einem Kartenset. Die Booklets liefern fundiertes Wissen ab der Schwangerschaft und unterstützen praktisch in der Stillzeit. Ziel ist eine kompakte, gezielte Wissensvermittlung zur emotionalen Vorbereitung und zum frühzeitigen Erkennen sowie Bewältigen möglicher Hürden. Das Journal dient als persönlicher Begleiter zum Festhalten von Gedanken und Meilensteinen. Das interaktive Kartenset und eine begleitende Social-Media-Kampagne fördern Aufklärung und gesellschaftlichen Austausch, entkräften Mythen und stärken ein realistisches Bild des Stillens. *flora bestärkt Mütter darin, ihren individuellen Stillweg selbstbewusst, informiert und bedürfnisorientiert zu gestalten.

Denkt. Einfach mal

Denkt. Einfach mal
„Denkt. Einfach mal“ unterstützt Lehrkräfte, Schüler*innen Medienkompetenz und kritisches Denken zu vermitteln. Der Workshop befähigt sie, Social-Media-Inhalte zu hinterfragen und eine eigene politische Meinung zu entwickeln.

Maglis

Maglis – Schmuck, der wirkt

Maglis ist eine Schmuckkollektion für neurodiverse* und neurotypische Menschen, die Design mit Funktion verbindet. Unsere Stücke unterstützen im Alltag durch Bewegung, Akupressur und Sensorik – unauffällig, ästhetisch und wirksam.

Die Gestaltung basiert auf fundierter Recherche, Usertests und Expertengesprächen. Therapeutische Ansätze wie Ergotherapie, Reflexzonen-Stimulation und Gewichtseinsatz flossen in das Design ein. So fördern unsere Produkte Konzentration, reduzieren Unruhe und bieten stressabbauende Alternativen.

Die Kollektion umfasst Puzzle-, Druck-, Akupressur- und Bewegungsringe, ein variables Armband sowie einen modernen, gewichteten Kragen.

Maglis zeigt: therapeutische Funktion kann stilvoll sein.

neurodivers: umfasst z. B. AD(H)S, Autismus, LRS, Dyskalkulie – ein „anderes Normal“.

zebra

Zebra verfolgt das Ziel, die Erstellung von Audiodeskriptionen für Theateraufführungen durch eine strukturierte, kollaborative Arbeitsumgebung zu vereinfachen. Die Anwendung adressiert zentrale Herausforderungen wie den hohen Produktionsaufwand und die mangelnde Einbindung blinder Perspektiven in den Entstehungsprozess. Kern der Konzeptidee ist eine plattformbasierte Lösung, die sehende Autor*innen, blinde Redakteur*innen und Sprecher*innen in einem digitalen Raum zusammenführt. Durch die Synchronisation von Skript, Videoaufnahmen und Audiodeskriptionstexten entsteht ein zentraler Arbeitsbereich, der alle benötigten Werkzeuge und Informationen integriert.
Zebra fördert die Zusammenarbeit zwischen blinden und sehenden Nutzer*innen durch rollenspezifische Ansichten und für Screenreader optimierte Oberflächen.
Die Integration von KI-Tools und die asynchrone Zusammenarbeit zwischen Autor*innen und Redakteur*innen verkürzen die Erstellungszeit, während gleichzeitig die Textqualität steigt.

Archivisk

Archivisk ist ein System zum Coworking für Designschaffende.

Im Produkt- und Industriedesign entstehen viele Objekte in Zwischenschritten. Für Coworking im digitalen Design gibt es Tools wie Miro oder GitHub. Für physische Arbeit fehlt Vergleichbares: Dokumentation, Archivierung und das Teilen sind oft auf viele einzelne Programme oder Orte verteilt und nicht mit Digitalem kombinierbar.

Archivisk ist Open Source und kombiniert ein modulares Schranksystem mit einem Plugin für die Notiz-App Obsidian. Das physische Archiv basiert auf dem Zettelkastenprinzip, ist erweiterbar und funktioniert auch alleinstehend. Das Plugin ermöglicht digitale Dokumentation, Verlinkung und eine reduzierte Oberfläche für Designprozesse. Beide Komponenten lassen sich unabhängig oder zusammen nutzen. Jeder Gegenstand, jedes Material oder jede Idee erhält eine eindeutige Nummer, die analog wie digital zugeordnet wird. So entsteht ein vernetztes, durchsuchbares Archiv, das auf Github geteilt werden kann.

Hi:Stories – next door

Wie kann die NS-Zeit für Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren zugänglich und nachhaltig vermittelt werden?

Die Masterthesis Hi:Stories untersucht gestalterische und didaktische Strategien zur Entwicklung einer zeitgemäßen Erinnerungskultur im deutschsprachigen Raum. Im Fokus steht die Frage, wie digitale und hybride Formate genutzt werden können, um junge Menschen in ihrer Lebenswelt anzusprechen, ihr historisches Bewusstsein zu schärfen und demokratische Werte zu fördern.

Zentrales Element der Arbeit ist die Konzeption einer digitalen Anwendung als didaktisches Hilfsmittel, das Jugendlichen hilft, die NS-Zeit über persönliche Narrative von NS-Opfern und deren Verbindungen untereinander besser zu verstehen. Zudem veranschaulicht die Darstellung von Kontinuitäten zu aktuellen Themen die Relevanz des Erinnerns. Die Verbindung von theoretischer Fundierung und praxisnaher Umsetzung ermöglicht einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Erinnerungskultur in einem digitalen Zeitalter.

Das MEHRWERK

Das „Mehrwerk“ ist ein innovatives Konzept, das die Reparaturkultur stärken und eine lebendige Gemeinschaft fördern möchte. Anstatt ein weiteres Repair-Café zu schaffen, zielt das Konzept darauf ab, bestehende Initiativen zu vernetzen, einen zentralen Hub zu etablieren und eine Plattform für Kurse anzubieten. Ziel ist es, das Thema Reparatur und Langlebigkeit präsenter zu machen und den Zugang zu erleichtern.
Durch die Verbindung von Einzelpersonen, Vereinen, Schulen und Universitäten wird Wissen über Reparatur und Restaurierung vermittelt und praktische Hilfe bei individuellen Projekten angeboten. Das Projekt unterstützt den Ansatz des konsumbewussten Raums, indem es Menschen dazu ermutigt, den Wert ihrer bestehenden Produkte wiederzuerkennen und den Konsum zu reduzieren.
Die Idee könnte gut in die Halle integriert werden und leistet einen wertvollen Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Gemeinschaft.

TESSI

TESSI ist eine rauchfreie, kostengünstige Lösung, die Indiens starke Abhängigkeit von festen Brennstoffen zum Kochen und zur Wassererwärmung adressiert – eine Praxis, die 2019 zu 1,6 Millionen durch Umweltverschmutzung verursachten Todesfällen beitrug. Mithilfe von Heizelementen erwärmt es 55 kg Sand auf 300 °C und speichert 2,6 kW erneuerbare Energie, um pro Ladung 30 Liter Wasser zu erhitzen. Die Vakuumisolierung hält die Wärme über Nacht, sodass auch bei Stromausfällen sauberes Kochen und dezentrale Energiespeicherung möglich bleiben.
TESSI unterstützt das nationale Stromnetz, indem es überschüssige erneuerbare Energie während der Spitzenproduktion speichert und bei Bedarf wieder abgibt, wodurch Energieverschwendung reduziert und die Versorgung stabilisiert wird.
Es wurde so konzipiert, dass es besonders erschwinglich, umweltfreundlich, langlebig und leicht reparierbar ist. TESSI hilft, die Abhängigkeit von Feuerholz zu beseitigen, schafft Zeit für Bildung und fördert wirtschaftliches Wachstum.

Conversations with strangers

In einer Welt, die von digitalen Interaktionen geprägt ist, werden echte Begegnungen immer seltener. Conversations with Strangers zeigt, wie leerstehende Räume in lebendige Third Places verwandelt werden können – Orte, die Kreativität, Austausch und Dialog unter jungen Erwachsenen fördern.

Mit How to: Third Place entstand ein praxisnaher Leitfaden zur Belebung ungenutzter Räume in kleinen und mittleren Städten – mit konkreten Werkzeugen zur Förderung von Gemeinschaft.

Als Start-up Kontakt Kiosk haben wir diese Ideen in zwei Pilotprojekten in Stuttgart und Schwäbisch Gmünd getestet. Interaktive Ausstellungsevents mit partizipativen Installationen und einladenden Begegnungsorten machten das Konzept erlebbar.

Durch die Verbindung von Forschung und Praxis steht Conversations with Strangers für Offenheit, Zugänglichkeit und bedeutsame Begegnungen im ländlichen Raum.