„Wie viel Osten steckt in uns?“

„Wie viel Osten steckt in uns?“ – diese Frage bildet den Ausgangspunkt einer sehr persönlichen Spurensuche. Eine einfache Antwort gibt es nicht, denn mit jeder Erinnerung, jedem Gespräch öffneten sich neue Perspektiven: Warum trennen wir Deutschland heute überhaupt noch? Warum wirkt das Thema oft belastet? Und was sagt das über uns aus?

Dieses Buch verbindet persönliche Geschichten, Interviews und liebevoll gestaltete Illustrationen zu einer Reise in die Vergangenheit und Gegenwart des Ostens. Es lebt von Erinnerungen – und von Begegnungen. Im Dialog mit anderen und mit sich selbst entsteht ein vielschichtiges Bild, das bewegt und zum Nachdenken anregt.

Am Ende stellt sich vielleicht eine ganz andere Frage: Nicht „Wie viel Osten steckt in uns?“, sondern „Wie viel steckt in uns?“ Denn wir alle tragen Erfahrungen, Werte und Träume in uns – unabhängig davon, wo wir aufgewachsen sind.

TIME CAPTURE

TIME CAPTURE ist eine Zeitkapsel für das Jetzt. Ein subjektives Spiegelbild unserer Gegenwart inmitten von Krisen, Pandemien, Kriegen und einem weltweiten Rechtsruck. Die Arbeit thematisiert das Leben im ständigen Wandel und macht spürbar, wie allgegenwärtig Zukunftsängste geworden sind. Herzstück ist ein Editorial, das Perspektiven ganz unterschiedlicher Menschen versammelt und zukunftsrelevante Themen aufgreift – mal humorvoll, mal ernst, oft direkt hintereinander.

Ergänzt wird das Projekt durch einen Audioplayer, einen Schuber, der als Exponat agiert, und eine Zeitkapsel-Box. TIME CAPTURE regt dazu an, über die Zukunft nachzudenken. Denn die Zukunft müssen wir nicht nur abwarten, sondern aktiv mitgestalten, denn sie ist kein fernes Ereignis, sondern Ergebnis unserer heutigen Entscheidungen.

HaNeuFashion

Im Projekt „Make it Neu together (MiNt)“ hat Yang Ni mit KulturBühne Neustadt e.V. und Schulen in Halle-Neustadt das Format „HaNeuFashion“ entwickelt. Ziel ist es, durch kreative Workshops die digitalen Kompetenzen der Schüler*innen zu stärken. Unter dem Motto „Deine Story, Dein Style, Deine Tasche“ entwerfen die Teilnehmenden eigene Modetaschen. Dieser Prozess fördert Kreativität und den Umgang mit digitalen Werkzeugen. Die Taschen symbolisieren den persönlichen Ausdruck und bringen das Projekt in den öffentlichen Raum. Zusätzlich schaffen Workshops mit recycelten Materialien Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Das „MiNt“-Projekt erhielt kürzlich Vollförderung von SmartCity, wodurch Passage 13 und Schulen digitale Labore und Workshops einrichten können. „HaNeuFashion“ ist ein Versuch, Social Design in Halle-Neustadt umzusetzen und die Gemeinschaft positiv zu verändern.

Anton

Das anpassbare Möbelsystem „Anton“ wurde als flexible und nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Kindermöbeln entwickelt, um mit den ständig wechselnden Bedürfnissen von Kindern mithalten zu können.

Das Möbelsystem richtet sich an Kinder zwischen 2 und 8 Jahren und ermöglicht spontane Anpassungen. Es ermutigt Kinder, aktiv an der Gestaltung ihres Raumes mitzuwirken, und unterstützt Eltern dabei, mit wenig Aufwand auf neue Anforderungen zu reagieren.

Das Möbelsystem besteht aus hölzernen Gewindestangen und gelochten Grundplatten, die ohne weitere Verbinder stabil miteinander verschraubt werden. Es lässt sich flexibel in Höhe und Funktion anpassen und kann z. B. als Regal, Schreibtisch oder Garderobe genutzt werden – ideal für kleine Räume.

Anton ist langlebig, nachhaltig und wächst mit. Dank seines schlichten Designs bleibt es über Jahre hinweg nutzbar. Eltern kaufen nur, was sie aktuell benötigen, und können das System später erweitern oder weitergeben.

Yann de Knegges

YDK. Yann de Knegges, ist eine Marke, die das Ziel verfolgt, eine schlüssige Strategie zu entwickeln, die künstlerische Prinzipien und die Vision einer nachhaltigen Ästhetik in den Fokus rückt und authentisch kommuniziert.

Es geht nicht nur um klassische Promotion, sondern um Schnittstellen zwischen den Fähigkeiten und Perspektiven der Marke YDK und einer Zielgruppe, die bereit ist, das Schöne im Hässlichen zu feiern und den Wert von Nachhaltigkeit zu erkennen. Zusätzlich gibt es eigene Musik, sowohl als Musikkassette als auch digital.

YDK vereint Identitätssuche, künstlerische Freiheit und die Fähigkeit, aus Vorhandenem etwas Eigenes zu schaffen, etwa durch Secondhand-Kleidungsstücke aus Reststoffen mit QR-Code, der direkt zur Musik führt und Mode mit Sound verbindet.

Zudem organisiert YDK Events an ungewöhnlichen Orten, die mehr als Feiern sind – Erlebnisse, die die Marke erlebbar machen. Ziel: kreative Freiheit und eine nachhaltige Zukunft in Mode und Musik zu verbinden.

Hazo

Unsere Städte brauchen mehr Grün – genauso wie unsere Wohnungen. Pflanzen anzubauen, insbesondere essbare Pflanzen, trägt erheblich dazu bei, den städtischen Stress zu mindern und eine gesündere Lebensweise zu fördern. Doch das Anpflanzen ist nicht jedermanns Sache.
Hazo ist ein benutzerfreundliches Hydroponik-System für den einfachen Anbau von Gemüse und Kräutern zu Hause. Es funktioniert einzeln oder mit Pumpe für natürliche Wasserzirkulation. Das Set enthält Pflanzkörbe, Schwämme und Samen – alles in einem kompakten Design. Hazo bringt nicht nur frisches Grün ins Zuhause, sondern eignet sich auch ideal als Geschenk. So entsteht eine Gemeinschaft, die Freude am Gärtnern teilt. Kein Vorwissen nötig – schon nach zwei Monaten kannst du ernten. Starte jetzt grün mit Hazo!

DRIP_colors and concrete

„drip-colors and concrete“ ist ein Dokumentarfilm, der eine persönliche und authentische Reise zeigt, die aus der Ich-Perspektive erzählt wird. Tom nimmt die Zuschauenden mit auf eine aufregende und unerwartete Route durch den Mittleren Osten, über den Balkan zurück nach Hause.
Dabei dokumentiert er nicht nur seine Erlebnisse, sondern hinterlässt auch in jedem Land seine künstlerischen Spuren. Der Film ist rau und spontan und fängt die Energie und Vielfalt der Street Art in einer Weise ein, die selten zu sehen ist.
„drip-colors and concrete“ zeigt die Herausforderungen und Freuden des künstlerischen Schaffens unter wechselnden politischen und sozialen Bedingungen und bietet eine ungefilterte Sicht auf die Länder und Menschen, denen Tom auf seiner Reise begegnet ist.

Take your Time

Mein Bachelorprojekt Take Your Time untersucht, wie unsere Wahrnehmung von Zeit unser Zeiterleben beeinflusst. Es fördert Achtsamkeit für den Fluss der Zeit – ohne zusätzlichen Druck. Eine gewöhnliche Uhr zeigt nicht nur die aktuelle Zeit an, sondern repräsentiert durch ihre Zahlen auch Vergangenheit und Zukunft. Doch das Konzept einer Uhr entspricht nicht dem tatsächlichen Wesen der Zeit. Zeit ist ein konstanter Fluss – die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft noch nicht da.
Mir wurde bewusst, dass Uhren mich oft unter Druck setzen, weil ich an unerledigte Aufgaben und alles, was noch bevorsteht, denken muss.

Dies inspirierte mich dazu, eine Möglichkeit zu schaffen, sich in ruhiger und ästhetischer Weise auf einen einzigen Moment zu konzentrieren. So entstand der kerzenbeleuchtete Lampenschirm: ein Werkzeug, um die Zeit selbst in die Hand zu nehmen. Durch die Auswahl einer Kerze mit einer Brenndauer, die zur geplanten Aktivität passt, wird Achtsamkeit gefördert – ohne Sorgen.
Nimm dir Zeit für Dinge, die du oft vergisst – wie Lesen, Kochen oder einfach im Moment sein.

How to Stay Cool?

„How to Stay Cool?“ erforscht eine experimentelle, nachhaltige Alternative zur Klimaanlage. Ein doppelseitiger textiler Lamellenvorhang nutzt indirekte Verdunstungskühlung, kühlt Räume wirkungsvoll, ohne die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, und fügt sich harmonisch ins Interieur ein. Die Verbindung von Möbeldesign und Low-Tech-Kühltechnik schafft neue, umweltfreundliche und behagliche Kühlkonzepte. Nachhaltiges Material und ästhetische Form steigern den Wohnkomfort bei reduzierten CO₂-Emissionen.

Exploring Skeuomorphism in Extended Reality (XR)

„Exploring Skeuomorphism in Extended Reality (XR)“ entwirft alltägliche digitale Aufgaben wie Messaging, E-Mail, Musik- und Videokonsum neu – in einem dreidimensionalen „Home Interspace“, das sich sofort vertraut anfühlt. Aufbauend auf Nutzer*innenworkshops und objektbasiertem Prototyping übersetzt das Projekt häusliche Metaphern in handgetrackte, raumkartierte XR-Artefakte.
Das begleitende Interspace-Interaktionssystem skaliert Steuerungselemente dynamisch um die Handbewegungen der Nutzer*innen und ersetzt haptisches Feedback durch kontextabhängige visuelle und akustische Hinweise.
Vergleichende Nutzertests zeigten, dass die skeuomorphe Umgebung die kognitive Belastung reduziert, Aufgaben schneller erledigt werden können und von den Nutzer*innen klar gegenüber herkömmlichen schwebenden Fenster-Oberflächen bevorzugt wurde.
Durch die Verbindung bekannter physischer Handlungsräume mit den erweiterten Möglichkeiten des Spatial Computing schlägt die Arbeit eine skalierbare Designsprache vor, die Zugangshürden für XR senkt und einen menschenzentrierten Entwicklungsweg für zukünftige räumliche Betriebssysteme aufzeigt.