Vom Leben und Sterben

Die Arbeit „Vom Leben und Sterben“ widmet sich der Entwicklung eines interaktiven Informationsdesigns, das Menschen dabei unterstützen soll, sich frühzeitig mit dem Thema Sterben und Vorsorge auseinanderzusetzen. Ziel ist es, das gesellschaftliche Tabu um dieses Thema zu durchbrechen und einen niederschwelligen Zugang zu ermöglichen.
Die Arbeit kombiniert verschiedene gestalterische Elemente wie Karten, Plakate und eine interaktive Website, um komplexe Inhalte verständlich und zugänglich aufzubereiten. Im Zentrum stehen die fünf W-Fragen der Vorsorge, die als inhaltliche Struktur dienen. Ziel ist es, sowohl Wissen zu vermitteln als auch gesellschaftliche Akzeptanz zu fördern.
Somit leistet die Arbeit einen Beitrag dazu, das Thema Sterben als Teil des Lebens zu begreifen und eigenverantwortliche Vorsorge zu erleichtern.

KiRa

Die Ansätze von L. Burckhardt, nicht nur ein Produkt und die äußere Hülle zu designen, sondern sich mit der Gesellschaft und ihrem Umfeld auseinanderzusetzen, sie zu beleuchten und in den Gestaltungsprozess zu berücksichtigen, finde ich fundamental. In unserer Gesellschaft fühlen sich viele einsam. Die Menschen suchen Stabilität. Ein Kinderladen ermöglicht Familien einen engen Austausch und einen spürbaren Zusammenhalt. Alle bringen ihre Talente und Fähigkeiten im KiLa mit ein und kennen sich menschlich und räumlich aus. Der Fokus meiner Diplomarbeit liegt auf dem Lese-Ruheraum im KiLa. Der Frage, wie der Raum den Kindern und dem pädagogischen Team helfen und die kindliche Selbstwirksamkeit fördern kann, bin ich nachgegangen und habe alle Bereiche, die der Raum mit sich bringt, berücksichtigt. Die unsichtbaren Gesamtsysteme habe ich in meinem Prozess sowie zwischenmenschliche Beziehungen bewusst berücksichtigt. Die Interaktion der Kinder, Pädagog*innen und Eltern wurde wahrgenommen und aufgegriffen.

Adoptier ein schwarzes Tierheimtier.

Schwarze Tierheimtiere haben es schwerer – oft völlig zu Unrecht.
Durch Geschichte und Popkultur gelten sie als unheimlich, unfotogen, unscheinbar oder uninteressant. Diese Vorurteile führen dazu, dass schwarze Tiere bis zu viermal seltener adoptiert werden als andere.

Das Masterprojekt „Adoptier ein schwarzes Tierheimtier“ macht mit einer emotional erzählten, stilvoll gestalteten Kampagne auf dieses übersehene Problem aufmerksam – und schafft eine positive Gegenbewegung.
Umfragen und Interviews bilden das strategische Fundament. Daraus entstanden echte Geschichten, klare Botschaften und ein durchdachtes Design – umgesetzt in Plakaten, Illustrationen, Social-Media-Inhalten, Videos und Merchandise.

Das Ziel: Vorurteile abbauen, den besonderen Charme und Look schwarzer Tiere sichtbar machen und zu bewussten Adoptionsentscheidungen bewegen. Im Fokus steht, Herzen und das eigene Heim zu öffnen sowie eine Community für neue und langjährige Liebhaber schwarzer Tiere zu schaffen.

INNEN AUSSEN

Der Entwurf basiert auf der intensiven Beschäftigung mit der grundlegenden Raumbildung und Überlegungen zur Verbindung von Innen- und Außenräumen. Die Ausbildung eines Hofraumes beruht auf dieser Theorie und ist Entwurfsgrundlage. Der Gebäudekomplex liegt im Zentrum von Trier, innerhalb eines Blocks, der von zwei Fußgängerzonen begrenzt wird und einen toten Stadtraum bildet. Ziel des Projekts ist es, durch eine alternative Durchwegung eine Reaktivierung des Bereichs zu erreichen. Im Gebäude gibt es Räume, die öffentlich zugänglich und mietbar sind, mit Angeboten für Passanten oder Anwohner. Große Öffnungen der Fassade und des Daches belichten die Innenräume und machen die Nutzung auch von außen erlebbar. Der Erschließungskern bildet einen neuen Hofraum aus, der sich nach oben und hinten öffnet und als kleine, grüne Oase fungiert. Die Durchwegung zum Blockinnenbereich wird von einer sich durchziehenden Überbauung begleitet und führt an verschiedenen Höfen vorbei, die die Nutzungen von innen weiterführen.

CURLS & COILS

Black Hair Care ist mehr als eine funktionale Routine, sie ist tief verwoben mit: Identität, Geschichte & Widerstand.

In Deutschland fehlen passende Produkte, Infrastruktur und sichtbare Salonkultur. Braiding-Sessions finden oft im Privaten statt, aus Mangel an Alternativen.

Ziel meines Entwurfs ist es, Tools und Setups zu entwickeln, die funktional und emotional auf die Bedeutung von Afrohaarpflege eingehen.

Nicht angepasst, sondern spezifisch und explizit für die Community gestaltet!

Das Set besteht aus Tail Comb, Edge Brush sowie einem Setup-System – modular, individuell anpassbar & kompakt.

Der Entwurf ist auf der Grundlage von qualitativen Interviews mit Menschen aus der Community entstanden. CURLS & COILS Produkte ermöglichen strukturierte Arbeitsabläufe und temporäre Salonmomente im privaten Raum.

„Choosing to love Black hair as it grows from the scalp is an act of defiance.“ – Channing Gerard Joseph (2022)

Gestaltung eines erweiterbaren Möbels für den individuellen Wohnraum

So unterschiedlich Wohnsituationen sind, so verschieden sind auch die individuellen Geschmäcker. Manche Menschen bevorzugen ein lebhaftes und farbenfrohes Wohnambiente, während andere zu Schlichtheit und Reduktion tendieren. Wohnräume können klein und kompakt sein, wobei jeder Raum effizient genutzt wird, während andere auf großer Fläche viel Raum zur Entfaltung haben. Und dann gibt es diejenigen, die sich irgendwo zwischen diesen Extremen wiederfinden. Letztendlich ist es die persönliche Präferenz und Individualität jedes Einzelnen, die eigene Wohnsituation exklusiv zu gestalten und die Vielfalt in den Wohnräumen zu prägen.
Die Arbeit, insbesondere das daraus resultierende modulare Möbelsystem, soll inspirieren und Raum schaffen, die eigenen Möbel ein Leben lang mitzugestalten und an die unterschiedlichsten Lebenssituationen anzupassen, denn Modularität bedeutet Individualität. Ein modulares Möbelsystem hat nicht nur einen Look, sondern viele, die darauf warten, entdeckt zu werden.

Rebranding der Organspende

Die Wichtigkeit über die Entscheidung für oder gegen eine Organspende ist in weiten Teilen der Bevölkerung noch nicht klar genug angekommen. Faktoren wie Unwissenheit oder auch das Sich-Beschäftigen mit dem (eigenen) Tod spielen hierbei eine Rolle. Um die gesellschaftliche Wahrnehmung im Hinblick auf das Thema Organspende zu fördern und Unwissenheit sowie Unsicherheiten abzubauen, habe ich die visuelle Identität der Organspende erneuert.
Das Rebranding reicht vom Logo über Flyer, Website, Instagram-Account und Plakatkampagne bis hin zu einem neuen Organspendeausweis – inklusive eines ersten Entwurfs für eine digitale Version.

Ziel ist es, die Menschen zu motivieren, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und ihre Entscheidung aktiv zu dokumentieren. Die Challenge hierbei war es, aufzuzeigen, dass es nicht darum geht, ein „Ja“ zu erzwingen, sondern vielmehr um die Bekundung und Dokumentation des eigenen Willens – egal, wie die Entscheidung ausfällt.

HAWKI-Assistenten

Im Studium habe ich gemerkt, wie schnell man im Wirrwarr der Hochschulportale den Überblick verliert. Damit bin ich nicht allein – viele Studierende, Lehrende und Mitarbeitende kennen das Problem nur zu gut. Schon bei der eigenen Studienplanung stößt man oft auf Hürden, weil wichtige Infos einfach zu verstreut oder unübersichtlich sind.

Das wollte ich mit meinem Bachelorprojekt ändern. Ich habe die Plattform HAWKI (https://hawki.hawk.de/) um KI-Assistenten ergänzt, die gezielt beim Finden und Verstehen von Wissen unterstützen. Alles ist didaktisch darauf angelegt, den Zugang zu Wissen zu erleichtern – und zugleich Kompetenzen im Umgang mit KI zu fördern. Das Interface lädt dazu ein, vorgeschlagene Assistenten auszuprobieren, eigene zu erstellen und sie im App-Store mit anderen zu teilen. So entsteht eine Gemeinschaft, in der Lernen leichter wird und alle von KI und voneinander profitieren können.

I’ve found something to pour into the cracks of my brittle heart

„I’ve found something to pour into the cracks of my brittle heart“ widmet sich der Lust des Sich-Befindens in der Natur und übersetzt diese Eindrücke in eine Mode-Kollektion. Als Objekte, die unmittelbar auf der Haut liegen und das Verhältnis vom Körper zur Außenwelt beeinflussen, soll die Kollektion Anreize geben, das Rationale mit dem Wissen zu verbinden, das sich aus dem Fühlen der eigenen Umgebung ergibt. Persönliche Wahrnehmungen von Naturszenen vermischen sich mit Beobachtungen von Körpern in Funktionskleidung. Diese werden in Details und Schnitt zitiert und, angelehnt an historische Wanderbekleidung, mit Wollstoffen umgesetzt und durch Seide und Baumwolle ergänzt. Mittels Materialbearbeitungen wie Trockenfilzen und Verformungen bedient sich die Kollektion an den Strukturen und Tiefen der Umwelt und bettet den Körper in die Atmosphären dieser. Das Ergebnis ist eine Auseinandersetzung mit Verbundenheit – sei es zur Natur, dem Material oder dem Prozess selbst.

Nervengestrüpp

Die unter der Betreuung von Prof. Nadine Göpfert und im Rahmen des Semesterprojekts „STAYING IN TOUCH – How do we feel in a dematerialized World?“ entstandene Abschlussarbeit stellt den neuen Geist einer digitalen Welt der Menschlichkeit gegenüber. Dabei erforscht diese Arbeit einerseits das Potenzial, das für (Textil-)Designer*innen in der Nutzung von KI sowie Code als Werkzeug liegen kann. Andererseits soll ein Dialog darüber eröffnet werden, wie wir zukünftig mit dieser KI umgehen wollen.

Konkret entstanden 40 textile Artefakte. Jedes Artefakt wurde in aufwändiger Handarbeit geschaffen – gehäkelt, bestickt und verziert – und repräsentiert ein menschliches Gefühl. Im Gegensatz dazu stammen sein Designkonzept sowie seine konkrete technische Anleitung (z. B. Maschenangaben) von einer sogenannten KI; dem Generative Pre-Trained Transformer oder kurz GPT: Nervengestrüpp_01; OpenAI.