Avito ist eine spielerisch gestaltete Vogelstation für Kindertagesstätten und Grundschulen. Sie soll Kinder für die Vielfalt der Vogelwelt begeistern und gleichzeitig für die Herausforderungen sensibilisieren, denen Vögel durch den Klimawandel begegnen müssen.
Im Zentrum steht eine modulare Station mit Bereichen zur Fütterung, Wasserversorgung und Reinigung. Diese Module laden Kinder zur Beobachtung und Pflege ein, fördern Verantwortung und Achtsamkeit und schaffen durch die wiederkehrende Interaktion eine emotionale Verbindung zwischen Mensch und Tier.
Ergänzt wird die Station durch ein kindergerecht gestaltetes Buch und einen Planer. Diese vermitteln Wissen über heimische Vogelarten und den Einfluss des Menschen auf ihre Umwelt.
Avito verbindet spielerisches Lernen mit praktischem Naturschutz. Die Kinder erleben unmittelbar, wie wichtig ein bewusster Umgang mit der Natur ist und leisten selbst einen Beitrag dazu, Vögeln bei der Anpassung an veränderte Umweltbedingungen zu helfen.
Autor: Jean Claude Granval
Nora
Das Porzellanservice „Nora“ verbindet auf außergewöhnliche Weise Funktionalität, Stabilität und Komfort. Kein Element ist auf nur eine Funktion beschränkt. So können die Teller sowohl als Unterteller oder Untertassen wie auch als Deckel verwendet werden, was das Servieren und Aufbewahren von Speisen erleichtert.
„Nora“ bietet durch seine Einfachheit eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten. Ob im Alltag, vor dem Fernseher oder zu besonderen Anlässen – das Service kann in den unterschiedlichsten Situationen eingesetzt werden.
Jedes Teil ist durchdacht gestaltet und besticht durch ein feines Relief am oberen Rand, welches das Ess- und Trinkerlebnis zusätzlich bereichert und zu einer haptischen Erfahrung einlädt. Der feine Reliefrand hebt das Service von gewöhnlichem Geschirr ab und macht es zu einem besonderen Blickfang auf jedem Tisch. Durch seine Einzigartigkeit soll es zum Entdecken einladen, Menschen spielerisch zusammenbringen und zum gemeinsamen Austausch anregen.
Exzess
„777 – Ein Glossar des Exzesses“ ist eine subjektive Auseinandersetzung mit Maßlosigkeit, Grenzüberschreitung und Überforderung. In einem exzessiven Prozess sammelte ich 777 Wörter, die gesellschaftliche oder persönliche Extreme abbilden. Jedes Wort wurde visuell oder klanglich interpretiert. Die audiovisuelle Ausstellung nutzt 8 Bildschirme, schnelle Sequenzen und intensives Design, um Überfluss, Stress und Kontrollverlust spürbar zu machen. Begleitend erscheint eine überladene Zeitung, in der das vollständige Glossar niedergeschrieben ist und die den Exzess auch gestalterisch verkörpert.
Dar in Miyāne
Dar in Miyāne erforscht die Verbindung von Schrift und Sprache und deren Bedeutung für das eigene Selbstverständnis im Kontext der Migration.
Sie erzählt die Geschichten von Menschen aus unterschiedlichen Regionen der Welt und vermittelt persönliche Erfahrungen in fremden Sprachräumen.
Vergängliche Wort-Objekte und ephemere Rauminstallationen materialisieren sich durch persische Schrift und Sprache und verweben sich mit unseren Körpern. Sie entfalten ihre Wirkung auf eine sinnliche und vielschichtige Weise.
SIEBDRUCK TO-GO
Drucken ist ein traditionelles Handwerk und wichtiger Teil unserer kulturellen Geschichte. Der Siebdruck zählt zu den vielseitigsten Techniken, da er unterschiedlichste Materialien bedrucken und langlebige, hochwertige Ergebnisse liefern kann. Trotz seines kreativen Potenzials findet er im schulischen Kontext kaum Anwendung.
Die Masterthesis untersucht das Potenzial des Siebdrucks sowie die Hindernisse für dessen Integration in Schulen und entwickelt mit »SIEBDRUCK TO-GO« ein mobiles Konzept zur besseren Zugänglichkeit.
Das modulare System vereint transportable Einheiten mit Werkzeugen und Materialien für Siebdruck-Workshops. Ein flexibler Werkstattwagen auf Basis des Eurobox-Systems ermöglicht Siebdruck auch bei begrenztem Platz und Ressourcen. Ziel ist es, Schüler*innen spielerisch kreative und handwerkliche Fähigkeiten zu vermitteln und das traditionelle Handwerk in einer zunehmend digitalen Welt zu fördern.
Lux Keri
Lux Keri ist eine interaktive Lichtröhreninstallation. Sie lädt den Besucher ein, wundersame Farbenwelten auf eigene Faust zu erkunden und selbst Einfluss auf das Licht der Röhren zu nehmen. Zudem bietet sie die Möglichkeit, ein Spiel zu spielen, bei dem es darum geht, ein flackerndes Feuer zu beschützen, welches sich auf den Röhren ausgebreitet hat. Wasser versucht, das Feuer auf den einzelnen Röhren zu löschen, doch wenn man schnell genug ist, kann man das Feuer am Leben erhalten.
Der Begriff leitet sich aus dem lateinischen Wort für Licht und dem griechischen Begriff für Kerze ab.
Die Arbeit besteht aus recycelten weißen HT-Rohren, in deren Mitte LED-Stripes angebracht sind. Am unteren Ende jeder Röhre befindet sich ein Sensor, der für die Interaktivität verantwortlich ist. Diese wird über einen programmierten Mikrocontroller gesteuert.
Reflection of mind on body
Dieses Projekt untersucht die tiefe und komplexe Beziehung zwischen Geist und Körper anhand psychosomatischer Erkrankungen, bei denen sich psychischer und emotionaler Stress in körperlichen Symptomen äußert. Diese Störungen entstehen häufig aus Kindheitserfahrungen und unterdrückten Emotionen und zeigen, wie stark das innere Selbst den Körper beeinflussen kann.
In diesem Projekt ist Schmuck nicht nur dekorativ; er wird zu einer tragbaren Form der Kommunikation, die die unsichtbaren, unausgesprochenen inneren Kämpfe ausdrückt. Der Körper, oft die erste Oberfläche, auf der sich psychischer Schmerz zeigt, wird sowohl zur Leinwand als auch zur Botschaft.
Als Schmuckkünstlerin, die sich der Nachhaltigkeit verpflichtet fühlt, fertige ich alle Stücke aus Biomaterialien, um keine Abfälle zu produzieren. Diese bewusste Entscheidung verleiht dem Projekt eine weitere Bedeutungsebene, die nicht nur emotionale Heilung, sondern auch ökologische Verantwortung widerspiegelt.
Ziel des Projekts ist es, durch den Schmuck auf psychosomatische Erkrankungen aufmerksam zu machen und die Verbindung zwischen Geist und Körper sichtbar zu machen.
SICH VERÄNDERNDE FARBEN
Wie sieht die Zukunft der Farbenherstellung aus, d. h. wie können wir Farben herstellen, die unserer Umwelt nicht schaden, sondern sie bereichern?
Flügel der Morpho-Schmetterlinge sind eines der bekanntesten Beispiele von Strukturfarben. Die Nanostrukturierung der Flügel ermöglicht es, durch das Zusammenspiel von Bewegung und Licht die Farbtöne der Flügel zu verändern.
Doch könnten auch Mikroorganismen Strukturfarben produzieren? Flavobakterien sind eine Klasse von Meeresbakterien, die dichte und hoch organisierte Kolonien in Größenordnungen bilden, die den Wellenlängen des Lichts entsprechen. Dadurch entstehen optische Strukturen, die als photonische 2D-Kristalle bekannt sind, und daraus resultierende Strukturfarben.
Als Habitat für die Flavobakterien habe ich mit 3D-Druck von Biotubes gearbeitet, einem aktuellen BurgLabs-Forschungsprojekt. Es entsteht ein Konzept für Bausteine, die in eine Art lebendige (und farbverändernde) Installation integriert werden können.
NOWO
NOWO ist ein smarter Medikamentenspender, der die Einnahme von Arzneimitteln und Supplements neu organisiert. Statt Tabletten wöchentlich in einem fehleranfälligen Prozess in eine Pillenbox zu sortieren, wird hier der gesamte Vorrat eines Präparats jeweils in einen dedizierten Container gefüllt. Zum Einnahmezeitpunkt entriegelt das System automatisch nur das benötigte Fach – gesteuert durch einen zweistufigen, elektromagnetischen Klappenmechanismus. So wird sichergestellt, dass ausschließlich das richtige Präparat zur vorgesehenen Zeit zugänglich ist.
Das Zusammenspiel aus Geräteinterface, Companion-App und cloudbasiertem Dashboard unterstützt die Nutzerinnen und Nutzer gezielt bei der Einnahme – etwa durch kontextsensitive Erinnerungen, die Auswertung des Einnahmeverhaltens und eine AI-Risikoerkennung bei Wechselwirkungen oder Engpässen. NOWO passt sich flexibel an Tagesrhythmen, Rollen und Gesundheitsdaten an – vom selbstbestimmten Alltag bis zum professionellen Pflegeeinsatz.
Aurelies Goldener Weg
Ich habe immer gedacht, dass ich weiß, was mir gefällt und was nicht.
Auf mich allein gestellt in Stuttgart wusste ich nicht mehr, was mich fesselt, anspornt und motiviert. Ich fühlte mich leer und ideenlos. Diese Herausforderung, die das Designen an mich stellt, machte mich wütend und überforderte mich. Ich fühlte mich nackt und entblößt, mit all meinen Schwächen.
In meiner Masterarbeit mache ich mich selbst zum Thema. Ich starte den Versuch, mich von außen zu betrachten und mein Innerstes hervorzuholen. Nicht ohne Selbstzweifel und Ängste, aber mit dem Ziel, eine selbstbewusste Designerin zu werden.
Die Arbeit am Designen zwingt mich, wahrhaftig und ehrlich zu arbeiten; Designen ist ein Versuch, meine Emotionen zum Ausdruck zu bringen. Ich arbeite mit meinen Ängsten und meinen Verletzlichkeiten, ohne dass sie mich überwältigen. Ich arbeite mit ihnen, um sie zu überwinden. Diese Emotionen setze ich sowohl in Zeichnungen als auch in Kleidung kreativ um.