A Learning Companion for Ben – Concept for a Digital Learning Environment

Zorica Kosztelnik bei Prof. Frank Jacob (Entwurf) und Prof. Dr. Annika Frye (Theorie)

Juli / July - 2018

Muthesius Kunsthochschule Kiel

Was ist es?

Ein Konzept zur sinnvollen Einbindung digitaler Lernumgebungen in der Grundschulausbildung. Im Rahmen des Projektes sind ein Human-Computer Interaktion Konzept unter Nutzung von Voice Interface sowie ein physisches Gerät entstanden.
Vernetzte digitale Companions fördern die Kollaboration zwischen Kindern und ermöglichen einen spielerischen Umgang mit repetitiven Aufgaben.

Was ist das Thema?

Der Kontext des Projektes ist die Grundschule. Die ersten zwei Klassen haben entscheidende Auswirkungen auf das Leben eines Menschen. In dieser Phase wird dem Kind die Schriftsprache und die Methoden des Lernens angeeignet. Der Schüler lernt, ein produktives Mitglied der Gesellschaft zu werden. Dafür muss das Kind seine Motivation bewahren und lernen, mit anderen zusammen zu arbeiten. Sonst wird er die späteren Klassen, die auf Lesen und Schreiben basieren, nicht absolvieren können. Dadurch werden seine Chancen im Bildungssystem und in der Gesellschaft eingeschränkt.

Warum sieht es so aus?

Die Zielgruppe sind Kinder zwischen 6-8 Jahren. Das Gehäuse, welches die Platine und den Akku beinhaltet, verfügt auf der Front über eine Kamera, welche in einem begrenzten Winkel aufnehmen kann. Da das Device durch Projektion und Voice Interaktion kommuniziert, sind der Projektor und der Lautsprecher ebenfalls auf der Front installiert. Die Form des Gerätes erlaubt das Stapeln und Stecken von mehreren Devices, damit mehrere Schüler gemeinsam Aufgaben erarbeiten können.

Was ist das Besondere?

Es handelt sich um ein holistisches Konzept, welches auf den Human-Centered Design Richtlinien basiert. Während der Analyse derzeitiger Grundschulausbildung wurde in enger Zusammenarbeit mit Lehrern eine Lösung herausgearbeitet. Das Ergebnis ist ein Service, welcher auf der Gamification von Lehrmaterial basiert. Der wichtige erfolgreiche Erstkontakt erfolgt durch ein Ritual mit hohem pädagogischen Wert. Um durch die Interaktionsmuster die größtmögliche kollaborative Zusammenarbeit zwischen den Schülern zu erreichen wurde viel Wert auf eine bedachte Integration einer digitalen Lernumgebung im Grundschulkontext gelegt.

Was ist neu?

Computer Supported Learning Environments können am effektivsten in einem kollaborativen Prozess angewendet werden. Dennoch besteht an Grundschulen die Tendenz, die Schüler alleine an ihren Geräten Aufgaben zu erarbeiten. Das Projekt Zielt darauf ab, eine Umgebung zu schaffen, die durch eine animierende Geschichte in Verbindung mit Gamification eine Zusammenarbeit zwischen den Schülern zu fördern. Die K.I. spielt dabei eine moderierende Rolle, durch die Verkörperung mittels eines Avatars wird der in Prüfungssituationen gegebene Leistungsdruck minimiert.