2024 feiert der Surrealismus sein 100-jähriges Jubiläum. Dennoch wird die Bewegung bis heute vor allem mit männlichen Künstlern verbunden. Das Erscheinungsbild für die Ausstellung „100 Jahre Surrealismus und das, was vergessen wurde“ macht die oft übersehenen Künstlerinnen sichtbar und zeigt sie als aktiven Teil der Bewegung.
Da die Ausstellung als Wanderausstellung konzipiert ist, funktioniert das Erscheinungsbild mehrsprachig und flexibel. Je nach Standort verändert sich der Schwerpunkt, was sich auch im Logosystem zeigt: Unterschiedliche Teile der „100“ werden hervorgehoben.
Im Mittelpunkt steht die Printpublikation. Sie verbindet einen historischen Text von Maurice Nadeau mit Whitney Chadwicks Forschungen zu surrealistischen Künstlerinnen. Die Schrift „Oneira“, entwickelt aus deren Handschriften, gibt ihnen durch Randnotizen eine eigene Stimme. Das dreigeteilte Buch greift surrealistische Techniken wie Collage und Cadavre Exquis auf.