Der Verlust eines Ortes wirft Fragen nach Erinnerung und Identität auf. Ausgehend von einer Kindheitswohnung in Shanghai untersucht „Xiangchou“, wie ein Gefühl von Heimat bewahrt werden kann, wenn der physische Ort verschwindet. Die Wohnung ist von zwei gegensätzlichen Epochen geprägt: den durch kolonialen Einfluss definierten 1920er und 1930er Jahren sowie der von ideologischer Kontrolle geprägten Zeit nach 1949. Diese Bedingungen sind in der materiellen Umgebung aus Polstermöbeln, Holz und Seide eingebettet.
Die Arbeit zielt nicht darauf ab, die visuelle Sprache dieser Zeiten zu reproduzieren, sondern sucht nach einer kulturellen Kontinuität, gemeinsamen Werten und materiellen Sensibilitäten in den Widersprüchen. So wird die Wohnung zu einem Ort, an dem sich Geschichten überschneiden und gezeigt wird, wie Kultur politische und soziale Bedingungen überdauert.
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