Diese Arbeit untersucht die ästhetische Bedeutung von Imperfektion, Spuren und Schönheit im Spannungsfeld zwischen Chaos und Ordnung. Ausgehend von theoretischen Positionen zu Fraktalen, Wabi-Sabi, Spurenlesen und rhetorischer Gestaltung wird Imperfektion nicht als Mangel, sondern als gestalterisches Potenzial verstanden.
Im praktischen Teil werden Spuren fotografisch dokumentiert, analysiert, experimentell untersucht und schließlich in ein Möbelstück übersetzt. Das entstandene „Traces Sideboard“ verbindet industrielle Präzision mit zeitlicher Veränderung durch Patina und zeigt Schönheit als prozesshaften, offenen Zustand.
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