Smove ist ein Ansatz zur nachhaltigen Nutzung haushaltsüblicher Stühle im Kontext Home Office.
Das natürliche Bedürfnis nach Bewegung wird mit einem Objekt vereint, das in einer Vielzahl von Haushalten vorzufinden ist: einem Stuhl. Smove formuliert einen zeitgemäßen Blickwinkel auf Nachhaltigkeit, indem es sich an bereits bestehenden Objekten orientiert und deren Funktionalität durch Umnutzung erweitert. Als Plattform für haushaltsübliche Stühle ermöglicht Smove dem*der Sitzenden verschiedene Bewegungsarten, die unsere traditionellen Sitzgewohnheiten hinterfragen. Dynamisches Sitzen in Form von unterbewusst ausgeführten Mikrobewegungen trägt dazu bei, Rückenleiden als häufigste Volkskrankheit maßgeblich zu reduzieren.
Archiv der Begegnungen / Archive of Encounters
Was bleibt von einer Begegnung, von einem Gespräch, einer Veranstaltung? Persönliche Erinnerungen, Sinneseindrücke, Emotionen. Wie können flüchtige Momente eingefangen, konserviert und zugänglich gemacht werden für Menschen, die nicht dabei waren? Auf Basis dieser Fragen entstand ein Konzept für ein partizipatives Archiv. Studierende des Studio Experimentelles Design der HFBK Hamburg begleiteten ein Jahr lang das kuratorische Programm im M.1 in Hohenlockstedt zum Thema Care von Sascia Bailer (künstl. Leiterin 2019/20). Jede dieser Veranstaltungen wurde studentisch dokumentarisch begleitet und künstlerisch interpretiert. Dadurch sind acht Interpretationen der Veranstaltungen in Form von Koffern entstanden, die einen Zugang zu dem Geschehenen ermöglichen. Das Archiv der Begegnung ist lokal und mobil: In Kooperation mit der Gemeindebücherei Hohenlockstedt sind die Koffer allen zugänglich, die nicht am Programm teilnehmen konnten, sich aber mit diesen Fragestellungen beschäftigen wollen.
CHITOSAN X CELLULOSE
Chitosan und Cellulose bilden eine Materialkombination, die in einem etablierten Materialkreislauf recycelt werden kann. Die Löslichkeit des Chitosans in sauren Lösungen fügt sich in die vorhandenen Prozesse des Altpapierrecyclings ein.
Dieses Projekt stellt die in Experimenten erarbeiteten und dokumentierten Eigenschaften der Stoffkombination vor. Diese Eigenschaften versprechen neue, erweiternde und stützende Fähigkeiten, die das Portfolio der Papieranwendungen erweitern.
Vier eindrückliche Ergebnisse der Experimente wurden in A4 DIN Formaten atmosphärisch in Szene gesetzt. Diese lassen sich den vier Elementen Feuer, Erde, Wasser und Luft unseres Planeten zuordnen und stehen somit in besonderem Verhältnis zu der Projektausrichtung: einem ressourcenschonenden Umgang mit unserem Planeten.
Molo
Molo ist beides – ein mobiler Stauraum und ein Schließfach auf Rädern. Nicht nur für Co-Working Spaces, moderne Werkstätten oder Bibliotheken, auch zu Hause ist er individuell und flexibel nutzbar. Die schnittfeste und diebstahlsichere Tasche bietet genügend Platz, um jegliche Utensilien darin zu verschließen und ist gleichzeitig platzsparend, da sie zusammengerollt im Container verstaut werden kann. Das Fach darüber kann als Ablagefläche für Laptops, Tablets oder Zeitschriften genutzt werden. In der hinteren Box kann eine Steckdosenleiste angebracht werden und die Kabel können darin versteckt werden. Die beschichtete Oberfläche des Stahlblechs ist nicht nur kratz- und stoßfest, sondern macht Molo auch witterungsbeständig und langlebig. Ein ebenso praktisches wie robustes Werkzeug für jede Situation.
Furniture Collection “Super Office”
Die Kollektion »SuperOffice« repräsentiert mit seinen Entwürfen eine kontemporäre Sichtweise auf unsere heutige Bürowelt und setzt sich mit den damit verbundenen physischen Büro-Strukturen auseinander. Konzipiert für das Concept Office, welches gegründet wurde, um neue Formen der Zusammenarbeit zu etablieren und Büroflächen in ihrer Nutzung nachhaltig und anpassungsfähig zu gestalten. Die Objekte lassen sich beliebig miteinander kombinieren und schaffen damit alternative Nutzungsweisen, Räume und Arbeitssituationen. Zugleich ist die Kollektion geprägt von regionaler und ökologischer Fertigung, den damit zusammenhängenden kürzeren Transportwegen und einer transparenten Wertschöpfung.
DAS TUN AN SICH
Die sechs Objekte bieten Anlass zu einer kritischen Auseinandersetzung mit leistungsorientiertem Handeln und hinterfragen übliche Annahmen über die Funktionalität und Effizienz von Abläufen. So steht bei der Benutzung nicht das schnelle Erreichen des Ergebnisses im Vordergrund, sondern vor allem der Weg dahin. Sie sind bewusst weniger effektiv als übliche Ausführungen, dafür ermöglichen sie sinnlich meditative Erfahrungen im Alltag. Auf spielerische Weise animieren sie somit zu einem entschleunigten und bewussteren Tun.
Bei der Benutzung der Besen stehen der Mensch und seine eigene Bewegung im Vordergrund. Jeder der vier Besen ermöglicht eine andere Bewegung – mal groß, mal klein, schwungvoll oder leicht. Spielerisch kann dabei der Prozess des Fegens erforscht werden.
Die Gießkannen sind aus Glas und betonen in der Handhabung ein konzentriertes und achtsames Tun. Das Wasser muss sich seinen Weg durch den Ausguss der Kannen bahnen, wobei Schlangenlinien und Luftblasen entstehen.
Letzter Abschied
„Letzter Abschied” ist ein Konzept für eine pietätvolle Abschiednahme von Verstobenen in Katastrophenszenarien wie Naturkatastrophen und Epidemien. Um für Hinterbliebene das Trauma des Verlusts zu mindern ist die kultursensibel gestaltete Leichnamschutzhusse auf alle Körpergrößen und -formen anpassbar, kann durch Angehörige – wenn es die Umstände zulassen – individualisiert und Grabbeigaben beigefügt werden. Damit eine Aufarbeitung eines jedes Schicksales zu jedem Zeitpunkt möglich ist, wird die Rückverfolgbarkeit der Verstorbenen durch die Anwendung von QR-Codes und Erkennungsmarken, der Speicherung von mitunter temporären Bestattungsorten sowie einem automatischen Abgleich mit Vermisstendatenbanken gewährleistet.
Auch ökologisch werden neue Maßstäbe gesetzt: ausschließlich nachwachsende Rohstoffe wie Nutzhanf und Baumwolle kommen zur Anwendung, Pilzsporen fördern die natürliche Zersetzung der Körper und Hussen und können durch Mykorestauration die Böden nachhaltig verbessern.
Wild Bee Network
Das Insekten- und Bienensterben schreitet voran, vor allem auf unseren Agrarflächen.
Wild Bee Network schafft es Biodiversität und konventionelle Landwirtschaft zu vereinen.
Die fiktive Firma Biodivers hilft Landwirt*innen dabei Biodiversität, aber speziell Wildbienenrettung, auf deren Feldern zu ermöglichen und dies auf wirtschaftlich rentablem Wege. Temporäre Hecken aus Nisthilfen und vertikal berankten Netzen, bieten Wildbienen ein neues Zuhause und wirken sich positiv auf den Feldertrag aus. Ein spezielles Rankgitter zur Begrünung von Strommasten ermöglicht darüber hinaus flächendeckende Trittsteinbiotope.
Social Design Tragödie
Die „Social Design Tragödie“ ist eine Bühne für Prozesse. Angefangene, gescheiterte, aber auch erfolgreiche Projekte werden hier in einem Klettergerüst, welches den Ablauf der aristotelischen Tragödie in Diagrammform darstellt, von den Protagonist*innen der Projekte nachempfunden. Zu kurz geratende Recherche, zu viele Ideen, wenig Umsetzungszeit oder auch die im Mittelpunkt stehende Präsentation eines Projektes wird hier im Klettergerüst gemeinsam, performativ evaluiert.
Smart Tights für Schlaganfallpatienten
Das Nxti-System wurde für Schlaganfallpatient*innen, die an Hemiplegie leiden, entwickelt. Der Textilmuskel stürzt die Muskeln der unteren Extremität, da die Hauptmuskeln des Unterkörpers von einem Textilmuskel stürzt sind, können die Patient*innen in der richtigen Haltung bleiben und sich rehabilitieren. Die Sensoren sind sorgfältig im Kleidungsstück platziert. Dank einer Vielzahl von Sensoren, die direkt die elektrische Aktivität aufzeichnen, die von den sich bewegenden Muskeln erzeugt wird, können die Patient*innen auch ihre Muskelanstrengung, den Muskelaufbau und die Muskelermüdung verfolgen. Außerdem werden die Vibrationsmotoren neben den Sensoren eingesetzt, welche vibrieren, wenn der*die Nutzer*in mit seinem*ihrem Körpergewicht zu lange eine Seite belastet. Außerdem soll dem*der Benutzer*in gezeigt werden, wo er*sie sich konzentrieren und welche Muskeln aktivieren soll. Die Daten werden via Bluetooth an das Handy des/der Nutzers/Nutzerin geschickt.