Was passiert, wenn Niedlichkeit die Rollen tauscht? Das niedliche Objekt ist nicht mehr passiv, sondern handelt, blickt und begehrt. Es findet uns niedlich, will uns umarmen, drücken und in sich aufsaugen. Vergrößert und dominant spricht es zu uns, zieht uns in seinen Körper. Das Verschlungenwerden wird zu einer Hyper-Umarmung: Liebe und Kontrolle miteinander verschlungen. Grenzen lösen sich auf, während Zärtlichkeit invasiv wird. Das Niedliche verschlingt uns und inszeniert die gewaltsame Zuneigung, die wir normalerweise darauf projizieren.
„Du bist so süß, ich könnte dich einfach auffressen!“ als gewaltsame Zärtlichkeit. Eine Umarmung, die zu weit geht.
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