Gestaltung beeinflusst, wie Menschen Welt wahrnehmen, deuten und erleben. Viele ihrer Wirkungen – etwa Atmosphäre, Zugehörigkeit oder Stimmigkeit – gelten jedoch als subjektiv oder schwer greifbar. Die Arbeit untersucht Intuition als jene Erkenntnisform, über die solche komplexen Bedeutungen erfahrbar werden.
Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass ästhetische und atmosphärische Qualitäten nicht objektiv messbar sind. Wahrnehmung entsteht vielmehr im Zusammenspiel situativer Bedingungen, individueller Zustände und der Weise, in der Bedeutung erscheint. Ziel der Arbeit ist es, diese impliziten Dynamiken sichtbar und beschreibbar zu machen.
Auf Grundlage des SCOP-Modells wurde dafür ein theoretisch fundiertes Modell entwickelt, das intuitive Wahrnehmung strukturiert und gestalterisch nutzbar macht. Das Ergebnis ist ein neuer Zugang zu Intuition als strukturierbarer Erkenntnisform und ein Verständnis von Gestaltung, das über reine Problemlösung hinausgeht: Gestaltung als Weltbeziehung.
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