Geschmack denken (Thinking Taste) untersucht Geschmack nicht als bloßen Sinneseindruck, sondern als kulturell, kognitiv und technologisch geformtes System. Ausgehend von einer systemischen Analyse des Ernährungssystems fragt die Arbeit, wie Vorlieben entstehen, manipuliert werden und gesellschaftliche Strukturen stabilisieren oder verändern können.
Mit dem entwickelten Tool „Fraktal Kiosk“ werden persönliche Geschmackserfahrungen als Spiegel größerer ökologischer, ökonomischer und politischer Dynamiken lesbar. Die daraus entstandene interaktive Ausstellung macht Geschmack körperlich erfahrbar als Erinnerung, Prägung, Norm und möglicher Hebel für Transformation.
Zwischen Design Research, spekulativer Zukunft und multisensorischer Intervention eröffnet die Arbeit einen neuen Blick auf das, was wir täglich tun – schmecken.
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