Velowall

Was hält viele Menschen in Städten davon ab, das Fahrrad im Alltag zu nutzen?

Oft fehlt es an sicheren Abstellmöglichkeiten – besonders in alten Stadtstrukturen ohne integrierte Fahrradparkplätze. Die Velowall ist meine Antwort auf dieses Platzproblem. Sie lässt sich wie ein Parklet auf einem Straßenparkplatz installieren und bietet auf der Fläche eines PKWs Platz für acht überdachte Fahrräder – mit erhöhtem Diebstahlschutz. Optionale Dachbegrünung, Solarzellen für Beleuchtung sowie Anschlüsse für Ladegeräte können flexibel an örtliche Gegebenheiten und individuelle Wünsche angepasst werden. Dank vertikaler Stelltechnik und hydraulischer Wandhalterung können auch schwere E-Bikes mühelos geparkt werden. Die Abteile sind flexibel nutzbar: spontanes Parken oder dauerhaft vermietbar an Pendler:innen. So wissen Radfahrende, dass ihr Fahrrad sicher vor der Tür steht – und das tägliche Pendeln wird einfacher und attraktiver.

Rugged Terrain

Mountainbike-Trails entstehen dort, wo Menschen Bewegung gestalten, Kultur vermitteln und Natur bewahren. Doch wie gelangen Werkzeuge, Materialien und Ausrüstung effizient an abgelegene Baustellen im Wald? Dort, wo verwurzelte Passagen, schlammige Pfade und dichtes Unterholz beginnen, endet die Reichweite klassischer Transportmittel.

Aus den Anforderungen dieser Praxis entstand ein Werkzeug, das die Mobilität eines MTB-Trailers mit der Vielseitigkeit einer Schubkarre vereint – modular, robust und leicht. Die verschraubte Konstruktion erlaubt Reparatur, Anpassung und sichert eine langlebige, ressourcenschonende Nutzung. Ein integrierter Dämpfer sorgt für Kontrolle im Gelände, zahlreiche Befestigungspunkte sichern auch sperrige Lasten.

Entwickelt im Dialog mit Trailbauer*innen, würdigt das Projekt ihre Arbeit – und zeigt, wie durch Gestaltung Verantwortung, Gemeinschaft und Naturverbundenheit gefördert werden können.

MINI Project U

Mobilität bedeutet Freiheit – doch viele Menschen sind vom Zugang zu persönlichem Transport ausgeschlossen. Schon der ursprüngliche MINI stellte sich dieser Herausforderung: Sein effizientes Design ermöglichte breite gesellschaftliche Teilhabe.
Durch demographische Veränderungen wird in Zukunft besonders eine Gruppe unter Mobilitätsverlust leiden – ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen. Meine Thesis untersucht, wie Gestaltung sowohl physische als auch gesellschaftliche Barrieren abbauen und mehr Lebensqualität unabhängig von Alter oder Gesundheit ermöglichen kann.
In Zusammenarbeit mit der BMW AG wurde ein Konzept entwickelt und als physisches Modell umgesetzt. Die Arbeit macht bestehende Hürden sichtbar und zeigt mit der markentypisch freundlichen Gestaltung einen eigenen, positiv besetzten Lösungsansatz auf. Die Thesis stellt dar, wie wir in Zukunft durch einen empathischen und inklusiven Designansatz persönliche Mobilität für alle Wirklichkeit werden lassen können.

Tee Time Transport

„Tee Time Transport“ ist ein innovatives Golfcart-Konzept für Porsche, das die Prinzipien von Automobil- und Industriedesign verbindet. Ziel des Projekts war es, ein neuartiges Fahrzeug für den Golfplatz zu gestalten, das Ergonomie, Nachhaltigkeit und die Designphilosophie von Porsche vereint. Das Konzept zeichnet sich durch eine kompakte, sportliche Formensprache, hochwertige Materialien und eine auf die Nutzerbedürfnisse abgestimmte Gestaltung aus. Der Entwicklungsprozess basierte auf umfangreicher Recherche, Nutzerinterviews und der Übertragung charakteristischer Porsche-Designelemente auf ein neues Mobilitätskonzept. „Tee Time Transport“ schafft so ein emotionales und funktionales Fahrerlebnis, das den exklusiven Anspruch der Marke auf dem Golfplatz erlebbar macht.

avio – touch and go

avio – touch and go ist ein User Interface Konzept für den Towerlotsenarbeitsplatz. Es führt zentrale Funktionen in einer einheitlichen Systemlösung zusammen, um die Planung und Koordination von Starts und Landungen effizienter und sicherer zu gestalten. Die bisher einzelnen Systeme – Sequenzierung, Lagedarstellung Luft, Lagedarstellung Boden, Wetter und Kameras – werden auf einem Touchscreen zusammengeführt. Ergänzt wird dieser durch einen Eingabestift mit taktilem Feedback, welches eine intuitive Steuerung und die direkte Verknüpfung mit dem mentalen Modell der Lotsen ermöglicht.

Das System stärkt das Situationsbewusstsein, verringert die kognitive Belastung und erleichtert Multitasking unter Zeitdruck. Durch die Reduktion redundanter Interaktionen sowie eine klare visuelle Struktur wird die Arbeitsbelastung spürbar reduziert. Ziel ist es, in einer sicherheitskritischen Umgebung eine gezielte Entlastung der Lotsen zu ermöglichen, ohne etablierte Abläufe zu unterbrechen.

schoolter

Chaos vor dem Schulbeginn: Über ein Drittel der Grundschulkinder wird per „Elterntaxi“ zur Schule gebracht. Das hat negative Folgen für die Verkehrssicherheit und Umwelt, vor allem hemmt der „übermotorisierte“ Schulweg die Entwicklungschancen der Kinder.

Was tun mit schwererziehbaren Taxi-Eltern? Wie kann der Schulweg sicher – sowie für die Kinder motorisch und sozial aktiver gestaltet werden? Ein Roller und mehr: Die motorischen Voraussetzungen für das Rollerfahren sind geringer als beim Fahrrad und lassen mehr Raum für die Konzentration auf den Verkehr. Doch kann ein Roller den Zielen der Produktentwicklung nicht allein entsprechen. Es bedarf der Ergänzung einer App, mit der die Eltern untereinander verbunden sind. Über die App werden Schülergruppen für den gemeinsamen Schulweg organisiert und sichere Schulwege ermittelt. Solange es notwendig ist, sollen auch Absprachen für die elterliche Begleitung der Schülergruppen über die App erfolgen.

vamo

Der „vamo“ ist ein variabler Mountainbikerahmen, dessen Dämpferaufnahme als zentrales Element eine breit gefächerte Ausstattung mit verschiedenen Federkomponenten ermöglicht. Auf der Innenseite des Rahmens sind Zahnschienen eingelassen, in welche die Aufnahmeplatte auf verschiedenen Höhen eingesteckt und so unterschiedlichen Einbaulängen von Dämpfern angepasst werden kann. Fixiert werden sowohl die Platte als auch der Dämpfer durch die Steckachse, die als Verbindung aller Bauteile dient. Am oberen Ende wird der Dämpfer über Lagerschrauben mit dem sogenannten Horst Link verbunden, der die Bewegung des Hinterbaus auf das Federelement überträgt. Durch seine Anpassbarkeit auf alle herkömmlichen Komponenten lässt sich der Rahmen sehr flexibel individualisieren und unkompliziert für verschiedene Disziplinen des Mountainbikesports umrüsten. Damit spart „vamo“ gleichzeitig Kosten in der Anschaffung und Material in der Produktion, da sich der Bedarf von mehreren Kompletträdern erübrigt.

AirPot

Laut Statista gab es 2022 allein in den USA 59,6 Millionen Wanderer*innen. Was mit dieser beliebten Aktivität einhergeht, sind die Schäden, die wir in der Natur anrichten, darunter auch menschliche Fäkalien. Die Menschen würden in der Wildnis nicht die Nummer 2 sein. Aber der Mangel an Infrastruktur und Werkzeugen zwang die Menschen dazu, es trotzdem zu tun, und zwar auf unbequeme und schädliche Weise.

„AirPot“ ist eine aufblasbare Toilette, die eine bequeme und verantwortungsbewusste Toilette für unterwegs bieten soll, sogar mitten in der Wildnis.

Cargo Cocoon

Um das Fahren mit dem Rad komfortabler und dadurch für mehr Menschen attraktiv zu machen, bietet “Cargo Cocoon” einen einfachen Schutz vor Regen und Wind und ermöglicht es so mit recht geringem Aufwand, auch in der kalten Jahreszeit bequem und einfach mit dem Rad unterwegs zu sein. Dabei ist die Konstruktion sehr einfach, leicht und kostengünstig konzipiert. So kann sich beinahe jede*r, der ein Lastenrad besitzt, einen solchen Aufbau leisten und niedrigschwellig montieren. Die Konstruktion schränkt die Sicht des Fahrenden kaum ein – gleichzeitig wird das Fahrzeug im Straßenverkehr durch den großen Aufbau viel besser wahrgenommen. Zudem können weitere Elemente, um besser zu sehen und gesehen zu werden, recht einfach an den Aufbau angebaut werden, wie zum Beispiel Rückspiegel, Reflektorstreifen oder sogar Blinker.

Durch den Aufbau wird das Fahrzeug auch in unserem bestehenden Verkehrssystem zu einem deutlich attraktiveren Verkehrsmittel.

LOOX

In Anbetracht der anlaufenden Verkehrswende möchten viele Menschen für kürzere Strecken häufiger das Fahrrad nutzen, sind jedoch von der aktuellen Infrastruktur für den Radverkehr abgeschreckt und fühlen sich nicht sicher, wenn sie mit dem Fahrrad auf der Straße unterwegs sind. Oft mangelt es an einer klaren Abgrenzung zwischen Auto- und Fahrradverkehr, oder Fahrradfahrende werden zu spät wahrgenommen. Hier soll Loox abhilfe schaffen. Bestehend aus einer Lichtanlage zur besseren Sichtbarkeit des Umfeldes und der Nutzer*In selbst, einem StVO-konformen Blinkersystem für alle Fahrradarten, einem Rückspiegel zur besseren und ergonomischeren Umsicht und einem visuellen Abstandshalter sind Fahrradfahrende weitaus sicherer im Straßenverkehr unterwegs und fühlen sich auch so. Nach der Benutzung wird das System kompakt in der Tasche oder dem Rucksack verstaut, um sicher vor Diebstahl und anderen äußeren Einflüssen zu sein.