BUNKA

BUNKA ist eine fünfteilige Geschirr-Reihe, die anhand eines Menüs von fünf Gerichten der japanischen Küche gestaltet wurde. So wurde in Zusammenarbeit mit dem Restaurant Naniwa Sushi & More in Düsseldorf ein Menü mit dem Leitmotiv Miso, einer fermentierten Sojapaste, welche in verschiedenen Variationen präsentiert werden sollte erarbeitet. Das Design nimmt Bezug auf Restaurant, Speise, Gast und den interkulturellen Austausch zwischen der deutschen und japanischen Kultur. Der Fokus war insbesondere darauf gelegt, welche Einflüsse und Entwicklungen ein japanisches Restaurant nach mehreren Jahren in Deutschland macht und sich von der traditionellen Aufmachung unterscheidet. BUNKA soll diese Schnittstelle der beiden Kulturen aufnehmen und verkörpern.

Bürsten / brushes

BÜRSTEN
… sind Werkzeuge, die jeder benutzt, aber denen keine besondere Beachtung geschenkt wird. Schnell werden sie durch ein neues Modell ersetzt.
Porzellan ist wertig, rein und langlebig, genau das sind Bürsten leider nicht.
Den Bürsten soll zu neuem Glanz verholfen werden: Lässt sich der Besatz vom Bürstenkörper trennen, könnte nur dieser durch einen neuen ersetzt werden. Der Bürstenkörper aus Porzellan kann beim Wechsel problemlos gereinigt und immer wieder verwendet werden.

Vorkoster

Wie können wir Lebensmittelverschwendung verhindern?

Die EU-Gesetzgebung besagt, dass die meisten verpackten Lebensmittel mit „Verfalls-“ oder „Mindesthaltbarkeitsdaten“ gekennzeichnet sein müssen. Diese Angaben sind hilfreich und wichtig, doch besonders das Mindesthaltbarkeitsdatum wird oft falsch interpretiert und kann zur Verschwendung von Lebensmitteln führen.

Der „Vorkoster“ ist ein Deckel, der den Verfall von Lebensmitteln sichtbar macht. In seiner Mitte befindet sich eine pH-sensitive Folie, die auf das Verderben von proteinhaltigen Lebensmitteln mit einem Farbwechsel reagiert. So entsteht ein Objekt, das uns unaufdringlich und analog daran erinnert, Lebensmittel zu konsumieren, bevor es zu spät ist. Der „Vorkoster“ soll eine Alternative zum standardisierten Verfallsdatum bieten und Hilfestellung für eine unverpackte Zukunft sein.

Das Projekt wurde mit der wissenschaftlichen Unterstützung des Fraunhofer Institut für angewandte Polymerforschung entwickelt.

elements

elements ist eine modulare Küche, die auf den Prinzipien des Universellen Designs beruht und damit auch von Menschen benutzt werden kann, die Schwierigkeiten haben eine standardisierte Küche zu benutzen. Sie besteht aus einem Basismodul, das mit Schubladen bestückt werden kann, und einem Schrank mit eingebautem Paternostersystem. Über ein Gurtband an der Vorderseite des Schrankes können die Regalfächer herbeigeholt werden. Dadurch wird die Nutzung von anderweitig unzugänglichem Stauraum ermöglicht. Die Arbeitsflächen korrespondieren mit den drei Tätigkeiten: Waschen, Zubereiten und Kochen. Das gesamte Küchensystem ist in U-Profile an der Wand eingehängt.
elements bleibt auch nach dem Aufbau flexibel. Arbeitshöhen können verändert und angepasst werden, Freiräume geschaffen und bei wachsenden Bedürfnissen kann elements horizontal und vertikal erweitert werden. Ein System das leicht Änderungen ermöglicht, mitwächst und individualisierbar ist und somit von jedem benutzt werden kann.

WATERepublic – Public Water

Das Konzept WATERepublic verwandelt unser bestehendes Hydrantennetz in Wasserstellen für das öffentliche Leben. Menschen und Tiere haben jederzeit Zugang zu frischem Trinkwasser und für Veranstaltungen wie Wochenmärkte und Straßenfeste können, mit Hilfe einer App, Wasseranschlüsse gemietet werden. Das steigert die Lebensqualität in unseren Städten und macht leere Plätze zu Versammlungsorten. Grünflächenämter und Bürger*innen, die sich an der Pflege des Stadtgrüns beteiligen wollen, haben ebenfalls immer Zugang zu Wasser. Das schützt unser Stadtklima, fördert die Partizipation und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Das Grauwasser wird gesammelt und zu nahe gelegenen Grünflächen geleitet. Das aufwändige Installieren von Standrohren bzw. der Plastik- und CO2-intensive Transport von Flaschenwasser dagegen entfällt.

save your shit

Die save your shit – Toilette, ist eine Trockentrenntoilette für den öffentlichen Raum. Sie verfolgt das Konzept der Wiederverwertung von menschlichen Fäkalien, um diese als Ressourcen zu verwenden. So lässt sich Kot gut fermentieren und über den Vorgang des Kompostierens zu Schwarzerde verarbeiten. Urin lässt sich unter anderem direkt als Dünger verwenden, da es einen hohen Anteil an Stickstoff und Phosphor enthält. Dieses Toilettenmodul arbeitet weitgehend autark. Es besitzt ein System zur Regenwasseraufbereitung, ein Solarmodul zur eigenen Energieversorgung und ein zuverlässiges Servicekonzept, welches eine optimale Reinigung, Versorgung und Weiterverwertung der Fäkalien garantiert.
In der heutigen Epoche des durch den Menschen verursachten Klimawandels, ist es meiner Meinung nach an der Zeit sich vom gegenwärtigen, industriellen und Ressourcen verschwendenden Weg abzuwenden, hinzu einer kreislaufgeführten ganzheitlichen Gesellschaft.

Guerilla Kitchen

Guerilla Kitchen ist ein kompaktes, flexibles Werkzeug für die Street Food Produktion, das als zugängliche Alternative zu einem Food Truck konzipiert ist. Die Module, die auf die Zubereitung und Lagerung unterschiedlicher Nahrungsmittel und Gerichte ausgelegt sind, lassen sich beliebig kombinieren, um auf die individuellen Bedürfnisse der Nutzer*innen einzugehen. Die geringe Größe ist optimiert für den Transport im dichten, urbanen Raum, was der Guerilla Kitchen erlaubt, auch mit wenig Platz zu funktionieren und schnell den Standort zu wechseln. Ausklappbare Infoflächen tragen die Identität des individuellen Geschäfts nach außen. Die Kompaktheit und Modularität der Guerilla Kitchen sollen es ermöglichen, mit weniger Kapital und Modifikation ein Street Food Geschäft zu realisieren, sodass mehr Straßen durch Street Food bereichert werden können.

Soundful Tableware

Es ist ein Geschirr-Set, das mit Nutzer*innen über Klänge interagiert. Die drei Produkte erzeugen jeweils ungeahnte Klänge, die auf unterschiedlichen physikalischen Prinzipien beruhen.

Other Sight

In einem interdisziplinären Wechselspiel von Entwerfen und Überprüfen wurden die Wahrnehmungseigenschaften blinder Menschen im Umgang mit Alltagsobjekten herausgearbeitet. Basierend auf den im Austausch gewonnenen Erkenntnissen sind Entwurfsparameter entstanden, die in Form eines Ensembles von Trinkgefäß und Untersetzer Anwendung finden.