The Line

The Line ist ein mobiles Spiel, das junge Stadtbewohner*innen dazu anregt, sich aktiv im städtischen Raum zu bewegen und die Stadt aus verschiedenen Perspektiven zu erkunden. Auf diese Weise schaffen die Spieler*innen eine neue Verbindung zu verschiedenen Orten in der Stadt.

Talkomat

Im Rahmen der Jahresausstellung 2021 wurde beispielhaft ein Thema von FridaysForFuture
aufgegriffen: Unter dem Motto „Was bleibt?!“ wird das Artensterben aufgrund von Umweltzerstörung und Klimawandel thematisiert. Menschen werden eingeladen, von ihrem Bezug zu Tieren in der freien Natur assoziativ-erzählend in ein Mikrofon zu sprechen.
Der Talkomat verarbeitet die Worte und reagiert in Echtzeit auf das Gesagte: Fotografien von Tieren,
die auf der Roten Liste Deutschlands stehen und vom Aussterben bedroht sind, werden von einem Programm ausgespielt und formen sukzessive eine Collage, wenn in den Aussagen der Partizipierenden bestimmte Wörter erkannt werden. Die Bilder überlagern sich immer wieder gegenseitig – das „Verschwinden der Tiere von der Bildfläche“ wird also nur temporär aufgehoben. Die Selbstwirksamkeit, die die Menschen dabei erleben, steht symbolisch für den Beitrag, den jede*r einzelne leisten kann – sowohl zum Problem, als auch zur Lösung.

Hanf statt Plastik / Hemp instead of plastics

Das Designen von Produkten aus biologisch abbaubaren Polymeren im Verbund mit nachwachsenden Rohstoffen in einer neuen Kreiswirtschaft könnte eine innovative Lösung für das Abfallszenario der Erde sein. Die Arbeit Hanf statt Plastik untersucht anhand einer Prozessentwicklung, inwiefern eine Biocomposite aus Hanffasern und verschiedenen biologisch hergestellten oder recycelten Kunstoffen, als nachhaltiges Design funktioniert.
Ausgehend davon, dass die Emotion der Konsument*innen bestimmt, wie langlebig gewisse Produkte sind und der Massenkonsum hierzulande monströs ist, wird ein Konzept für eine Kombination aus Handtasche, Einkaufsbehältnis und Obstdisplay entwickelt, welches den umweltbewussten Besitzer*innen ein gutes Gefühl vermittelt und dadurch an Langlebigkeit gewinnt.
Die Funktion: soll, wenn möglich, ohne soziokulturelle Präferenzen benutzbar sein. Das Einkaufen mit dem Produkt soll den Ablauf, wie er meist beobachtet wurde, vereinfachen. Das Produkt soll multifunktional sein.

MINI_Beyond

Die „originale Idee“ des Mini von 1959 ist mehr als zukunftsrelevant. Sir Alec Issigonis entwarf es zu einer Zeit, als es in Europa aufgrund der Suezkanal-Krise zu einem Mangel an Kraftstoff und Rohstoffen kam. Die Hersteller mussten Fahrzeuge entwickeln, die weniger Rohstoffe und Kraftstoff verbrauchten. Wie wir sehen können, ist die Situation in unserer heutigen Welt nicht viel anders, wobei Studien zeigen, dass sich die Situation in den nächsten 10 bis 20 Jahren verschlechtern könnte, wenn wir unseren schönen Planeten weiterhin auf die gleiche Weise ausbeuten. Mein Ziel ist es also, die Schlüsselprinzipien des ursprünglichen MINI neu zu denken, um eine nachhaltige Mobilitätslösung für die Welt von morgen zu schaffen und mich mehr auf die Entwicklungsregionen wie Indien, Afrika und Südostasien zu konzentrieren. Diese Länder haben einen herausfordernden Weg vor sich, der aber gleichzeitig eine große Chance bietet, den Sprung in eine Welt mit nachhaltiger Mobilität zu wagen.

LignoFlax

LignoFlax ist eine Material und Formstudie, welche das Potenzial von Lignin und Flachsfasern als Verbundwerkstoff untersucht.
Lignin ist ein natürliches Biopolymer, welches sich in Pflanzen und Bäumen wiederfindet. Es fungiert als Kleber, um die einzelnen Zellwände zusammenzuhalten. In jedem Holz oder jeder verholzenden Pflanze kommt ein Anteil von 30 % Lignin vor. Mischt man Lignin mit Naturharzen, natürlichen Fettsäuren, Cellulose, biologischen Additiven und natürlichen Verstärkungsfasern, so erhält man einen unter Temperatur- und Druckerhöhung verarbeitungsfähigen biologischen Kunststoff. Der Flachs oder auch Lein genannt ist eine historische Kulturpflanze. Als non-crimp Flachsfasergelege verwebt, sorgen die Leinfasern für höchste Stabilität und stellen leistungsstarke Naturfaserverbundwerkstoffe dar. Durch Vereinigung dieser beiden natürlichen Materialien erhält man einen zu 100 % biologischen abbaubaren Naturfaserverbundwerkstoff.

SOL

SOL ist ein Konzept eines autonomen solarbetriebenen sowie langlebigen Herzschrittmachers, der mithilfe der Dünnschichtsolarzellen-Technologie den voluminösen Akku ersetzt und somit riskante Reoperationen des Batteriewechsels obsolet macht. Die Materialeigenschaften der Photovoltaik-Folie bieten im medizinischen Bereich enorme Vorteile. Zu diesen gehören neben Langlebigkeit, Leichtigkeit, Flexibilität und Robustheit auch die Tatsache, dass sie flächig auf ein dünnes Biopolymer aufgedruckt werden kann. Zudem arbeitet sie nicht nur unter direkter Sonneneinstrahlung, sondern kann auch diffuses, künstliches Licht absorbieren und dieses in Strom umwandeln.
Das Prinzip des flexiblen subkutanen Implantats wird hier auf einen Herzschrittmacher angewendet, kann aber auch auf weitere elektronische Implantate übertragen werden.

flushed

Zahlreiche Arzneimittel, deren Abbauprodukte und weitere Mikroverunreinigungen landen täglich in unserem Abwasser. Die Konzentration von Schwermetallen, Hormonen und Antibiotika im Grundwasser steigt deshalb mit großen Auswirkungen auf unsere Umwelt an.
Das Klopapier flushed besitzt einen Myzelanteil, der erst beim Spülen reaktiviert wird. Das Hyphen-Netzwerk ist in der Lage, auf dem Weg durch die Kanalisation im Wasser gelöste Schadstoffe zu verstoffwechseln. Anhand von vier unterschiedlichen Methoden und Materialexperimenten wird aufgezeigt, wie lebende Organismen mit in die industrielle Klopapierherstellung eingebunden werden können.

IRIS

Ausbrechen von der Inflexibilität des vorhandenen Stauraums in der Mittelkonsole des Fahrzeugs und Integrieren der Mobilität des Reisekoffers in die Mittelkonsole, um Nutzer*innen einen verbesserten tragbaren Stauraum zu bieten.

Nutzen Sie den Platz in Ihrem Auto effizient?
Ist es nicht lästig, alltägliche Dinge ins Auto zu packen und wieder herauszunehmen?
Und wie oft benutzen Sie im Laufe Ihres Lebens Koffer? Einmal im Jahr? Zweimal?
Die Koffer verbringen die meiste Zeit in unserem Lager.
Koffer ? Mittelkonsole?
Koffer = Mittelkonsole
Mein Vorschlag ist die bewegliche und abnehmbare Mittelkonsole.
Jetzt kann man den Koffer im Auto andocken und als Mittelkonsole verwenden.

Projektname IRIS, der von dem Namen der Botin Gottes stammt. Personifiziert als Regenbogen, dient sie als Brücke zwischen Himmel und Erde. Durch den Regenbogen sendet sie Botschaften an die Menschen.
Ich hoffe, dass das Projekt IRIS auch eine Rolle bei der Übermittlung und Übertragbarkeit dessen spielt, was die Menschen brauchen, mit der Sprache der Irisblume „Gute Nachrichten, gib sie gut weiter“.

FUCHS & HABICHT

Im Zuge unseres Partnerdiploms „Entwicklung der nachhaltigen Möbelmanufaktur Fuchs & Habicht GmbH“ entstand in den vergangenen zwei Jahren unser Unternehmen „FUCHS & HABICHT „.
Ziel unseres Unternehmens ist es, eine positive Spur durch die Entwicklung eines sozialen Unternehmens mit einem egalitären Führungsstil sowie langlebiger Produkte zu hinterlassen.
 Gemeinsam mit unserem Team, bestehend aus diversen und sehr kreativen Köpfen unterschiedlichster Herkunft lassen wir Produkte für Wohn- und Arbeitsräume entstehen, welche Freude und Wohlsein erwecken um Raum für freies Denken zu ermöglichen.
Unserer Möbelkollektion »DICKICHT« besticht mit einem puristisch-eleganten Design. Die Produkte stehen für Nachhaltigkeit, gesunde Materialkreisläufe, stärken das Handwerk und hinterlassen einen positiven CO2-Fußabdruck.
Unser Team ist international, die genutzten Rohstoffe National und alles entsteht vom Entwurf zum Produkt in unserem Werkstattatelier in Ahnatal bei Kassel.

(B)OTHERING

(B)OTHERING ist die Störung des Bekannten durch das Begegnen von Wesen in ihrem Anderssein. Als Methode wird das Bekannte erst als solches im Kontrast sichtbar um dadurch selbst wieder fremd werden zu können. Störungen initiieren dabei Handlungspotenziale und ermöglichen ungeahnte Transformationen. Verwickelt in Koexistenz und Kollaboration mit unseren pflanzlichen Partnern begibt sich (B)OTHERING auf die Suche nach einer gemeinsamen Kommunikation mit diesen Akteur*innen und Aktivitäten. Durch interdisziplinäre Observationen zwischen Natur- und Geisteswissenschaften, wird das gemeinsame Werden von diesen Entitäten kartiert. „Selbstabdrücke“, Fotogramme, Bilder auf lichtempfindlichen Substanzen und lebende Artefakte zeugen von diesen Erkenntnissen und Inter- und Intraaktionen. (B)OTHERING zeigt damit Wege auf, sich kritisch zu positionieren, Design in seiner Mittlerfunktion zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu testen und es als Reflexion des Gewohnten im Ungewohnten zu begreifen.